Wem eine Grafikarte nicht genug ist und eine beschränkte Anbindung nicht in Frage kommt, der wird unausweichlich zu einer HEDT Plattform greifen. Intel hat dieses Jahr dem angestaubten Sockel 2011 eine Frischzellenkur verpasst und mit den Skylake-X sowie Kaby Lake X für den größeren Sockel 2066 gebracht. Das Mainboard des vorliegenden Reviews entspringt der Enthusiasten Gaming Serie von MSI - Das MSI X299 Gaming M7 ACK kommt mit WLAN, LAN-Chip von "Killer", RGB-Beleuchtung und einem zweifachen Audio-Ausbau daher. Für Übertakter sind der Turbo Sockel sowie eine Spannungsversorgung mit 12 Phasen verbaut. Ob das Mainboard wirklich für Enthusiasten ist, klärt der nachfolgende Test.
Auch wenn Intel mit dem Sockel 1151 v2 (Coffee Lake) nun die Sechskern-Prozessoren für den Mainstream Sockel herausgebracht hat, ist die HEDT Plattform durch die vielen Lanes und das Quad-Channel-Interface immer noch sehr reizvoll. Außerdem ist hier nicht bei sechs Kernen schluss. Bis zu 18 Kerne und 36 Threads sind nun zum Kauf verfügbar. Um diese vollends auszunutzen, hat MSI das X299 Gaming M7 ACK mit vielen Features und Anschlüssen bestückt. Zum Beispiel können, passender CPU vorausgesetzt, im zweifach GPU Betrieb beide Grafikkarten mit 16 PCIe 3.0 Lanes angebunden und dabei ebenfalls drei PCie SSDs mit je vier Lanes mit uneingeschränkter Leistung Betrieben werden.
Der Sockel 2066 macht eigentlich die Grätsche zwischen Mainstream und Workstation. Trotzdem handelt es sich beim MSI X299 Gaming M7 ACK eine waschechte Zocker-Basis. Dies wird alleine schon durch die Design-Elemente sichtbar, welche im Betrieb mit ihrer RGB Beleuchtung dieses noch einmal unterstreichen. Auch die Killer Netzwerkchips von Rivet Networks sind ein eindeutiges Indiz dafür, dass dieses Mainboard nicht für den tristen Arbeitsalltag gedacht ist. Preislich sortiert sich die Platine aktuell bei rund 340 EUR ein.
Lieferumfang
Der Lieferumfang des MSI X299 Gaming M7 ACK hält keiner wirklichen Überraschungen bereit. Das übliche Beiwerk aus Anleitung, Treiber CD sowie SATA Kabeln (hier vier an der Zahl), wird hier noch durch Kabel-Label und ein Case Badge ergänzt. Interessanter sind da schon die zwei WLAN-Antennen und die SLI HB Brücke. Auch die 3D X-Mounting schrauben sowie die RGB-Extensions sind eher seltener anzutreffen. Erstgenanntes dient dazu, eigenes Equipment aus dem 3D Druck am Mainboard zu befestigen.
Die Spezifikationen
Das Enthusiasten Mainboard wirkt schon ohne weitere Hardware recht imposant. Schuld daran sind die I/O-Blende, PCIe Verkleidung, der große Chipsatzkühler, welcher auch die beiden M.2 Laufwerke kühlt und der MOSFET-Kühler - allesamt werden zudem auch noch beleuchtet. Aber auch die Ausstattung ist sehr umfangreich. MSI hat für Übertakter den Turbo Sockel verbaut und natürlich auch den DDR4 Boost integriert. Zudem ist ein Dual Bios vorhanden, welches Übertaktern ebenso entgegen kommen sollte, wie die OC Engine und Bios Flaschback+.
An Anschlüssen ist auch einiges Vorhanden. Zur Außenwelt kann per LAN mit Killer E2500 oder per WLAN mit Killer 1535 in Verbindung getreten werden. Auch Bluetooth ist mit an Board. Weiterhin werden viele USB 3.1 Anschlüsse der ersten und zweiten Generation bereitgestellt. Ein eher seltenes Feature stellt der Audio Boost 4 PRO dar. Die non PRO ist bei MSI Mainboards häufiger anzutreffen. Die Pro Version geht aber noch einen Schritt weiter und sieht einen Realtek Dual ALC1220 vor, welcher zwei Audio Quellen getrennt voneinander wiedergeben kann.
MSI X299 Gaming M7 ACK - im Überblick | |
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Mainboard-Format | ATX |
Bezeichnung | MSI X299 Gaming M7 ACK |
Sockel | LGA 2066 |
Preis | 334€ |
Hersteller-Homepage | www.msi.com |
Chipsatz-Eckdaten | |
Chipsatz | Intel x299 Chipsatz |
Speicherbänke und Typ | 8x DDR4 (ECC und non-ECC) bis zu 4226MHz (OC) - Quad Channel |
Arbeitsspeicher (RAM) | max. 128 GB |
SLI / CrossFire | 3-Way Nvidia-SLI 3-Way AMD-CrossFireX |
Phasen | 12 Phasen (CPU, RAM, SOC) |
Stromanschlüsse | 1x 8-PIN 1x 4-PIN 1x 24-PIN-ATX |
Features-Keyfacts | |
PCI-Express | 4x PCIe 3.0 x16 (x16/x16/x8/x4) 2x PCIe 3.0 x1 1x PCIe 3.0 x1 (M.2/E-Key - belegt mit WiFi+BT-Modul) |
PCI | - |
Serial-ATA-, SAS- und ATA-Controller | 8x SATA 6G 1x M.2 x4 (32 Gb/s) - 2242, 2260, 2280 1x M.2 x4 (32 Gb/s) - 2242, 2260, 2280, 22110 1x U.2 x4 (32 Gb/s) |
RAID | RAID 0, 1, 5, 10 |
USB | 4x USB 3.1 Gen.2 - (1x Typ-A und 1x Typ-C, 2x Front-Header) 8x USB 3.1 Gen.1 - (4x am I/O-Panel, 4x über Front-Header) 7x USB 2.0 (3x am I/O-Panel, 4x über Front-Header) |
Grafikschnittstellen | - |
Thunderbolt | - |
LAN | 1x Killer E2500 Gb LAN |
Wireless | 1x Killer Wireless AC 1535 802.11 a/b/g/n/ac Wi-Fi Bluetooth 4.1 |
Audio | Audio Boost 4 PRO 2 getrennte HD Audio Prozessoren (Realtek ALC1220) digital-out (Toslink) analog-out (3,5mm Klinke) |
Sonstiges | RGB-Beleuchtung in den Kühlelementen "Steel Armor" - besonders verstärkte Slots Fan Xpert 4 Lüftersteuerung (6x PWM-Header) MSI Game Boost M.2 Shield Frozr OnBoard Schalter Debug LED Military Class 6 Komponenten |
Der X299 Chipsatz
Die I/O-Verteilung bei den Mainboards des Intel Sockel 2066 bzw. mit Intel X299 Chipsatz ist nicht so schnell erklärt wie es bspw. bei AMDs AM4 oder TR4 Sockel der Fall ist. Denn während bei AMD alle CPUs eines Sockels die gleiche Anzahl an PCIe 3.0 Lanes bereitstellen können, muss man bei Intels Prozessoren eventuell Abstriche machen. Konkret können nur die Intel i9 Prozessoren mit 10 und mehr Kernen die vollen 44 Lanes an die Komponenten verteilen. Beim Intel i7-7820X sowie i7-7800X (Kaby Lake X) sind es immerhin noch 28, während es bei den beiden Vierkernen i7-7740X und i5-7640X nur 16 sind. Der Intel X299 Chipsatz stellt der CPU aber in jedem Fall zusätzliche 24 PCIe 3.0 Lanes zur Seite. Um eine bessere Einordnung der folgenden Erläuterungen zu erhalten, sind zusätzlich Vergleiche mit dem älteren X99 Chipsatz angegeben. Auch ein Vergleich zur Konkurrenz in Form des AMD X399 und AMD TR4 soll nicht fehlen.
Sockel | 2066 | 2011-3 |
Prozessor-Unterstützung | Intel Kaby Lake-X / Skylake-X | Haswell-E / Brodwell-E |
PCIe-Lanes | bis zu 44x PCIe 3.0 | bis zu 40x PCIe 3.0 |
USB 3.1 Gen1 | - | - |
SATA- / M.2-Ports | frei konfigurierbar | - |
Chipsatz | X299 | X99 |
Verbindung zwischen CPU und PCH | DMI 3.0 | DMI 2.0 |
PCIe-Lanes des PCHs | 8x PCIe 3.0 | 24 x PCIe 3.0 |
Sata-6-GBit/s-Ports | 8 | 10 |
USB-3.1-Ports | 10 | 6 |
USB-2.0-Ports | 4 | 4 |
Wie man sieht, wurden vor allem die Anschlüsse auf einen aktuellen Stand gebracht bzw. integriert. Damit müssen nicht mehr so viele Zusatzchips eingesetzt werden um z. B. USB 3.1 Gen1 Ports zu ermöglichen. Auch die Anbindung an die CPU wurde nun auf eine zeitgemäße Geschwindigkeit gebracht. Zusätzlich zu den vielen möglichen CPU Lanes, stellt der Chipsatz nun dreimal so viel wie zuvor bereit, um noch mehr Geräte schnell anzubinden. Mit dem Virtual RAID on CPU (VROC) zieht ein zusätzliches Feature ein, welches die Datenträger per RAID auf ein neues Geschwindigkeits- bzw. Durchsatzniveau hievt.
Sockel | TR4 | 2066 | 1151 v2 |
Prozessor-Unterstützung | Ryzen Threadripper | Intel Kaby Lake-X / Skylake-X | Coffee Lake-S |
PCIe-Lanes | 64x PCIe 3.0 | bis zu 44x PCIe 3.0 | 16x PCIe 3.0 |
USB 3.1 Gen1 | 8 | - | - |
SATA- / M.2-Ports | frei konfigurierbar | frei konfigurierbar | - |
X399 | X299 | 270 | |
Verbindung zwischen CPU und PCH | 4x PCIe 3.0 | DMI 3.0 | DMI 3.0 |
PCIe-Lanes des PCHs | 10x PCIe 2.0 | 24x PCIe 3.0 | 24 x PCIe 3.0 |
Sata-6-GBit/s-Ports | 6 | 8 | 6 |
USB-3.1-Ports | 6 | 10 | 10 |
Wie man sieht, ist die Intel 2066 Plattform in Sachen Lanes dem Mainstream Pendant weit überlegen, insofern man eine dicke CPU einsetzt. Auch gegen AMDs Threadripper kann man bzgl. der Lanes eigentlich nur dann mithalten, wenn man eine der CPU größer als den i7-7820X verwendet. Anschlusseitig kann man aber auf beiden Seiten keinen Gewinner ausmachen. Kommen wir also zu konkreten Umsetzung des MSI X299 Gaming M7 ACK.
Die Anbindung auf dem MSI X299 Gaming M7 ACK
Während bei den CPUs mit 28 Lanes und mehr die PCIe X4 und PCIe X1 Slots nicht beschnitten werden, egal welches Grafikkarten Setup man betreiben möchte, müssen die Kaby Lake-X Prozessoren auch hier ein wenig abknapsen, wenn man ein Dual-GPU-Setup betreibt. Die weitere Aufteilung in Worte zu fassen, gestaltet sich sehr schwer. Daher folgen die exakten Tabellen der Ports mit der jeweiligen Verteilung der verfügbaren Bahnen. Die Reihenfolge entspricht dabei der auf dem Board von oben nach unten. Da die Verteilung auch von der Wahl des Prozessors abhängt, sind folglich drei Tabellen nötig, um alles begutachten zu können. Fettmarkiert wurde jeweils der Steckplatz der Grafikkarte.
CPU mit 44-Lanes
Grafikkarten | Single | 2-Wege | 3-Wege |
PCI_E1 | 3.0 x16 | 3.0 x16 | 3.0 x16 |
PCI_E2 | 3.0 x1 | 3.0 x1 | 3.0 x1 |
PCI_E3 | 3.0 x4 | 3.0 x4 | 3.0 x4 |
PCI_E4 | 3.0 x16 | 3.0 x16 | 3.0 x16 |
PCI_E5 | 3.0 x1 | 3.0 x1 | 3.0 x1 |
PCI_E6 | 3.0 x8 | 3.0 x8 | 3.0 x8 |
CPU mit 28 Lanes
Grafikkarten | Single | 2-Wege | 3-Wege |
PCI_E1 | 3.0 x16 | 3.0 x16 | 3.0 x16 |
PCI_E2 | 3.0 x1 | 3.0 x1 | 3.0 x1 |
PCI_E3 | 3.0 x4 | 3.0 x4 | 3.0 x4 |
PCI_E4 | 3.0 x8 | 3.0 x8 | 3.0 x8 |
PCI_E5 | 3.0 x1 | 3.0 x1 | 3.0 x1 |
PCI_E6 | - | - | 3.0 x8 |
CPU mit 16 Lanes
Grafikkarten | Single | 2-Wege |
PCI_E1 | 3.0 x8 | 3.0 x8 |
PCI_E2 | 3.0 x1 | 3.0 x1 |
PCI_E3 | 3.0 x4 | - |
PCI_E4 | 3.0 x4 | 3.0 x8 |
PCI_E5 | 3.0 x1 | 3.0 x1 |
PCI_E6 | - | - |
Wie man sehen konnte, haben die PCI Express Steckplätze keinen Einfluss auf die M.2 Ports, so wie es teilweise bei AMD AM4 Mainboards der Fall ist (z. B. MSI X370 XPower Gaming Titanium). Jedoch bedingen sich die Datenträger-Anschlüsse untereinander. Man kann also nicht alle SATA, M.2 und U.2 Anschlüsse zur selben Zeit nutzen. Auch hier soll die folgende Tabelle die komplizierte Konstellation aufklären.
Slot | Verfügbare Anschlüsse | |||||||
M2_1 | PCIe | SATA | SATA | PCIe | PCIe | SATA | SATA | PCIe |
M2_2 | PCIe | SATA | PCIe | SATA | PCIe | SATA | PCIe | SATA |
SATA1 | ✓ | - | - | ✓ | ✓ | - | - | ✓ |
SATA2 | ✓ | - | ✓ | - | ✓ | - | ✓ | - |
SATA3 | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
SATA4 | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
U2_1 | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | leer | leer | leer | leer |
SATA5 | - | - | - | - | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
SATA6 | - | - | - | - | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
SATA7 | - | - | - | - | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
SATA8 | - | - | - | - | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
Detailansicht / Features
Wie man auf der Seite zuvor schon sehen konnte, bietet das MSI X299 Gaming M7 ACK auf Grund der vielen Lanes und des dicken Chipsatzes einige nennenswerte Punkte. Fangen wir erst einmal mit dem Offensichtlichen an. Das Mainboard wurde mit ausladenden Kühlern und Blenden versehen. Die Blenden am Backpanel und den PCIe Anschlüssen sind wie beim MSI X370 XPower Gaming Titanium aus Kunststoff gefertigt. Jedoch sind hier zusätzlich Leuchtelemente integriert, was man unweigerlich an den zulaufenden Kabeln erkennen kann.
Diese findet man auch beim Spannungswandler- und Chipsatzkühler vor. Also auch hier können Leucht-Akzente gesetzt werden. Der Chipsatzkühler hat aber auch eine weitere Funktion, welche wir weiter unten aufzeigen. Neben den massiven Kühlern und großen Blenden fällt zudem auf, dass die Platine übersäht ist von kleinen Bauteilen. Ein Indiz dafür, dass hier viele Funktionen vorhanden sind.
Schauen wir uns zunächst den Bereich der PCIe- Anschlüsse an. Insgesamt sind vier mechanische x16 Steckplätze vorhanden, welche alle der dritten Generation entspringen. Elektrisch angebunden sind davon jedoch nur zwei mit jeweils mit 16 Lanes. Wie die Aufteilung bei einem Multi-GPU System erfolgt, haben wir ja auf der Seite zuvor aufgeklärt. Ausgestattet sind sie alle mit dem MSI Steel Armor versehen, was vor elektromagnetischer Interferenz und mechanischen Schäden schützen soll.
Dieses Feature ist zudem auch an allen acht Speicherbänken vorzufinden. Diese sind in zwei vierer Paketen um den Sockel verteilt. Um die optimale Performance und Stabilität zu erhalten, hat MSI eine Kurzanleitung zur korrekten Bestückung mit verschiedensten Speicheranzahlen beigelegt. Um das Quad-Channel-Interface der genutzten Intel i7 CPU auszukosten, verwenden wir ein Quad-Channel-Kit.
Wie angesprochen, hält der enorme Chipsatzkühler eine weitere Funktion bereit. Denn neben dem Chipsatz soll er nämlich auch die M.2 Laufwerke auf konstanter Temperatur halten. Um an die beiden Turbo Steckplätze zu gelangen, müssen dafür zunächst zwei schrauben gelöst werden. Anschließen kann man den Kühler hochklappen. Was hier dann wie gebürstetes Aluminium aussieht, ist auch tatsächlich Aluminium. Insgesamt trägt auch der dieser Kühler samt Gelenken zu dem enormen Gewicht der Platine bei.
Untder dem Kühler findet man schließlich zwei Slots für einmal zehn und einmal acht Zentimeter lange M.2 SSDs. Der Kontakt zum Kühler wird durch sehr weiche Wärmeleitpads garantiert. Wie man sieht, gucken verbaute Laufwerke der jeweils maximalen Länge etwas unter dem Kühler hervor. Für eine Optik ohne B-Seiten sollte man daher bei der Wahl des M.2 Datenträgers genau überlegen. Neben den beiden M.2 Laufwerken, kann auch ein U.2 Port für Datenträger genutzt werden. Dieser befindet sich neben den acht SATA3 Buchsen. Auch dieser ist mit einem Steel Armor versehen und mit vier Lanes angebunden.
USB Anschlüsse sind intern auch keine Mangelware. Verbaut sind insgesamt fünf Header. Zwei davon nach USB 2.0, zwei nach USB 3.1 Gen1 und einer nach USB 3.1 Gen2 Standard. Natürlich ist es super, dass immer mehr auf die schnelleren, neueren Generationen gesetzt wird, jedoch sollte man auch bedenken, dass bspw. Die genutzte Corsair AiO für den Corsair Link und damit die Steuerungsoftware einen Port belegt. Kommen weitere Produkte, wie bspw. die Corsair LL120 RGB Lüfter hinzu, ist der zweite Anschluss auch belegt. Wie gesagt, den Trend in Richtung neuerer Anschlüsse befürworten wir, allerdings sollten wie hier immer mindestens zwei USB 2.0 Header weiterhin vorhanden sein. Neben den USB Anschlüssen sieht man auch den VRAID Header, welche für eine Nutzung von VROC (Virtual RAID on CPU) erst möglich macht.
Auch an Lüfteranschlüssen mangelt es nicht. Insgesamt sind sechs 4-Pin Anschlüsse vorhanden. Drei sind an der unteren und drei an der oberen Kante platziert. Während die unteren drei alle als System-Lüfter beschriftet sind, sind je einer der oberen für die CPU und für eine Pumpe vorgesehen. Der CPU Header ist ziemlich ungünstig platziert. Dieser befindet sich links neben dem MOSFET-Kühler und dürfte im verbauten Zustand nur schwer erreichbar sein. Allen gemein ist die Regulierung der Drehzahl via PWM oder DC-Spannung.
Für Übertakter wurden OnBoard Taster, zwei Debug Anzeigen (LEDs und Code LED), ein Dual-Bios mit Schalter sowie ein LN2 Modus, welcher per Jumper aktiviert wird. Spannungsmesspunkte kann man hier auch vorfinden. Die ordentliche Spannungsversorgung sollte ein OC im Übrigen auch zulassen. Den genauen Aufbau der selbigen folgt auf der nächsten Seite. Den erkennbaren Drehregler des Game Boost werden wir auch noch weiter erläutern.
Das I/O-Panel hält ebenfalls zweite nette Funktionen für Übertakter bereit. Zum einen befindet sich hier ein CMOS Clear Taster, zum anderen der Bios Flashback+ Button und der zugehörige USB Port. Das dieser Taster sich hier befindet, befürworten wir. Beim MSI X370 XPower Gaming Titanium befindet sich dieser bspw. eher ungünstig am rechten unteren Rand versteckt. Hier erspart man sich also ein Öffnen des Gehäuses. Die Funktion des Flashback+ konnten wir am eigenen Leib beim zuvor genannten Mainboard ausprobieren, da ein defekter USB Stick das Bios zerschossen hatte und müssen anstandslos sagen, dass es sehr gut funktioniert, auch wenn keinerlei Hardware verbaut ist.
Des Weiteren sind ein PS/2 Port sowie vier USB 3.1 Gen1 Anschlüsse vorhanden. Auch ein USB 3.1 Gen2 ist als Typ-A sowie Typ-C vorhanden. Weiterhin sind die Antennen Anschlüsse des WLAN Adapters erkennbar, welche zwar eine Verschraubung zulassen, die beiliegenden Modelle aber gesteckt aufnehmen. Der Killer Chip unterstützt übrigens auch MU-MIMO und Beamforming, was für lagfreies Streaming sorgen kann. Ein RJ45 Port und das Audio-Terminal mit Toslink und fünf Klinke Buchse runden das Backpanel ab.
Detailansicht ohne Verkleidungen
Der Blick auf das nackte Mainboard macht erst einmal deutlich, wie viel Raum die Blenden und Kühler einnehmen. Unter diesen verbergen sich auch viele Zusatzchips. Zum Beispiel wird so auch der AsMedia AS3142 Chip sichtbar, welcher für die USB 3.1 (10 Gbit) Anschlüsse verantwortlich ist. Ebenso sieht man nun auch den VRBoost, welcher ein sauberes USB Signal für einen VR Betrieb garantieren soll.
Spannnugsversorgung
Die Spannungversorgung ist sehr üppig ausgestattet. Man findet insgesamt sehr hochwertige Komponenten von International Rectifier (IR) und Primarion vor, welche beide unter dem Dach von Infinion zu finden sind. Allen voran ein IR35201 welcher im 5+1 Modus arbeitet. Es werden also fünf Phasen für den IVR (Integrated Voltage Regulator) der CPU bereitgestellt. Diese sind jedoch nicht einfach, sondern per Doppler realisiert. Jede Phase besteht also aus zwei IR3555 MOSFETS sowie einem IR3599 Doppler. Insgesamt können diese „10“(= 2x 5) Phasen 600A bereitstellen, jedoch nur bis zu einer Temperatur von 105 Grad Celsius. Darüber hinaus wird gedrosselt. Der einzelne übrige PWM Kanal des Controlers kümmert sich mit einem IR3555 um die VCCSA.
Des Weiteren ist ein zweiter PWM Controller von IR (IR352014) verbaut. Dieser steuert eine Phase, welche aus einem CSD87350Q NexFET und einem Chil CHL8510 Treiber besteht. Insgesamt ist der Spannungsaufbau damit aber nicht abgeschlossen. Denn jede Seite der Speicherbänke wird von zwei CSD87350Q NexFETs mit je bis zu 25A/40A befeuert. Angesteuert werden diese jeweils durch einen Primarion PV4210. Insgesamt ist der Spannungsausbau also als sehr ordentlich zu betrachten. Unter dem eigenen Hausdach setzt nur das MSI X299 XPower Gaming hier noch einmal einen drauf. Unter den anderen X299 Mainboards ist es mit dem Spannnugsaufbau auch sehr stark vertreten. Abzuwarten bleibt jedoch, ob der Kühler ausreichend dimensioniert ist. Denn mit dem Beleuchtungselementen, geht einiges an Masse und Oberfläche verloren.
Audio-Komponenten
Wie bereits schon erwähnt, kommt auf dem MSI X299 Gaming M7 ACK der von MSI genannte Audio Boost 4 Pro Ausbau zum Einsatz. Der Pro Zusatz zeigt hier nicht an, dass ein anderer Audio-Codec eingesetzt war als bei der Non-Pro Variante, sondern, dass ein zweiter Chip verbaut wird. Wie man auch unschwer erkennt, sind auf dem Mainboard gleich zwei Realtek ALC1220 verbaut. Wie man auch sieht, ist einer für den Front-Header vorgesehen. Für die Spannungsglättung sorgen hier drei Nippon Chemicon Kondensatoren.
Für das Backpanel kommen insgesamt neun Kondensatoren des selben Herstellers sowie der zweite ALC 1220 zum Einsatz. Diese Umsetzung erlaubt es, zwei Audio-Quellen unabhängig wiederzugeben, ähnlich wie bei Multi-Room Setups.
Die Kühler und Blenden
Obwohl die Prozessoren des Sockel 2066 eine höhere TDP Freigababe aufweisen, kommen u. a. beim MSI X299 Gaming M7 ACK insgesamt weniger Kühlkörper zum Einsatz als bspw. beim X370 XPower Gaming Titanium oder B350 Tomahawk. Das liegt schlicht daran, dass der Sockel nicht mit integrierten Grafikkarten konfrontiert wird und hierfür also keine Spannnugsversorgung benötigt wird. Auch die weitere Spannungsregulation der CPUs ermöglicht es, dass die externen Spannungswandler gebündelter platziert werden können.
Die hier vorzufindenen Kühlkörper sind wirklich massiv und weisen keinerlei Mängel auf, jedoch kann bei den möglichen 600A der MOSFET-Kühler zum Flaschenhals werden. Anders sieht dies beim Chipsatz / M.2-Kühler aus. Denn dieser ist insgesamt sehr schwer. Dies führt dazu, dass die M.2 Laufwerke deitlich langsamer auf hohe Temperaturen springen. Die Kunststoff-Blenden sind zwar auch Mängelfrei, jedoch trüben sie etwas die ansonsten hochwertige Anmutung. Beim Biostar Racing X370GT7 sind diese bspw. aus Aluminium gefertigt.
Testsystem im Überblick
Das gesamte Testsystem wird als offener Aufbau realisiert und durch die zu testenden Mainboards immer ergänzt. Bei der Stromversorgung wird auf ein be quiet! Dark Power Pro 11 550W gesetzt. Als CPU kommt ein Intel i7-7800X zum Einsatz. Das in 14nm Strukturgröße gefertigte Stück Silicium verfügt über einen offenen Multiplikator und wird mit einer TDP von 140 Watt spezifiziert. Der Standardtakt beträgt 3,5 GHz und wird im Turbo-Modus auf glatte 4,0 GHz angehoben - und das auch auf allen sechs Kernen.
Beim Arbeitsspeicher können wir auf ein 16GB Kit aus dem Hause Corsair Vengeance LPX (CMX16GXM4B3200C16) zurückgreifen. Das mit bis zu 3200MHz taktende und zugleich 16GB (4x4) Quad-Channel-Kit ist für die Mehrheit der Tests bestens geeignet. Als primärer Datenträger wird die Corsair Neutron XT mit 480GB durch eine Samsung 850 Evo 250GB ersetzt. Um den M.2 Slot an seine Grenzen zu führen, wird dieser mit einer Samsung 960 Evo 250GB bestückt.
Intel Sockel 2066 Testsystem | ![]() ![]() ![]() | |
Prozessor: | Intel i7 - 7800X (Retail) | |
Mainboard: | MSI X299 Gaming M7 ACK | |
Kühlung: | Corsair Hydro Series H115i | |
RAM: | Corsair Vengeance 4x4GB (CMX16GXM4B3200C16) | |
Storage: | Samsung 960 Evo 250GB (NVMe PCIe) Samsung 850 Evo 250GB (SATA) | |
Netzteil: | be quiet! Dark Power Pro 11 550W | |
Grafikkarte: | MSI GTX 970 4GD5T OC | |
Betriebssystem: | Windows 10 Pro x64 | |
Grafiktreiber: | 385.41 |
Kühlermontage
Die Kühlermontage auf dem MSI X299 Gaming M7 ACK, wie auch allen anderen Sockel 2066 Mainboards, ist denkbar einfach. Denn der Sockel selber beinhaltet bereits eine Art Backplate. Diese stellt auf der Vorderseite vier Gewindehülsen bereit, welche dann den Kühler bzw. das Montagekit des Kühlers aufnehmen. Um die Montage zu verdeutlichen, haben wir diesmal zwei Luftkühler zur Hand genommen sowie unsere bewährte All in One Wasserkühlung. Folgend zunächst die Montage des Noctua NH-L9x65 mit dem bekannten SecuFirm2 Montage-System. Der Kühler mag wohl unterdimensioniert wirken, jedoch besitzt er eine Freigabe für die CPU, ermöglicht einen freieren Blick auf das Mainboard und zeigt exemplarisch, wie die Halterung der beliebten Kühler aus Österreich ihren Platz findet. Wie gewohnt gibt es hier keine Probleme.
Wir haben uns aber auch noch einen Kühler eines anderen Herstellers aus dem Regal geschnappt, um die Platzverhältnisse mit einem großen Montagerahmen und zudem einem großen Kühlkörper zu demonstrieren. Auf dem folgenden Bildern zeigt sich also der Reeven Okeanos, ein Dual-Tower Kühler für 140mm Lüfter. Wie man sieht, ist auch hier an jeder Sellte ausreichend Platz vorhanden. Auch die hintere Schraube erreicht man relativ gut, da der MOSFET Kühler einigermaßen flach ausfällt. Natürlich ist auch noch Platz zum ersten PCIe X16 Steckplatz vorhanden, wenn auch nicht sehr viel.
Bei der AiO kommt die Corsair Hydro Series H115i mit Corsair-Link und 280mm Radiator zum Einsatz. Die Montage ist auch hier denkbar einfach. Man montiert auf dem Sockel die passenden Schrauben, versichert sich, dass die Pumpe bzw. der Kühler den richtigen Ring montiert hat und kann anschließend die Einheit bereits auflegen. Zuvor muss natürlich Wärmeleitpaste aufgetragen werden. Der Kühler wird anschließend mit Rändelmuttern festgeschraubt und ist somit betriebsbereit.
Zuvor sieht man den Betrieb im Auslieferungszustand. Hierbei werden alle Beleuchtungselemente des Mainboards mit rotem Licht geflutet. Es sind dank MSI Mystic Light aber wesentlich mehr Effekte und Farben möglich, wie man folgend sieht. Jedes Element kann dabei einen flüssigen Farbübergang darstellen oder aber auch einfach statisch leuchten.
Lüftersteuerung / Softwarepaket
Das von den anderen aktuellen MSI-Mainboards bekannte (z. B. MSI B350 Tomahawk) Command Center kommt auch beim X299 Gaming M7 ACK quasi in unveränderter Fassung wieder zum Einsatz. Die Features und Stellregler sind ziemlich identisch. Also warum etwas ändern was gut funktioniert und läuft? Mit dieser Software hat der Anwender die Möglichkeit, die integrierte Lüftersteuerung leicht und zugänglich zu steuern. Mal auf die reine Funktionalität beschränkt, kann die Software von MSI als sehr zugänglich, funktional und einfach zu handhaben verstanden werden. Feine Lüfterabstimmungen, Overclocking-Setup oder Einstellen von Spannung sind möglich. Auch der Game Boost ist hier Softwareseitig vorhanden. Auf diesen gehen wir unter dem Punkt "Overclocking" noch einmal genauer ein.
MSI Gaming App
Die „Gaming App“ hat eine optische sowie inhaltliche Frischzellenkur verpasst bekommen. Nun ist diese Anwendung das Informations-Zentrum für Maus-Settings sowie der Ort der Auswahl für die System-Profile (OC-Modus, Gaming-Modus, Leiser Modus). Wählt man ein jeweiliges aus, wird dementsprechend der Takt der Komponenten angepasst und geregelt.
MSI RAM Disk
Hierbei handelt es sich um eine abgewandelte Version des „Rapid-Modes“ den Intel etablieren wollte. In der Praxis wird dabei ein Systemabbild von der SSD in den Arbeitsspeicher geladen, dass dann als extrem schneller Daten-Cache herhalten muss. Dadurch sollen sehr hohe Durchsatzraten erzielt werden. Die mitgelieferte Software bietet alle Funktionen, um diese Feature effektiv nutzen zu können.
MSI X-Boost
Die o.g. Software stellt eine weitere Möglichkeit dar, die eigene Systemleistung gemäß dem eigenen Bedarfs anzupassen. Man kann zwischen fünf vordefinierten Profilen wählen. Je nach dem welches man auswählt, verschiebt die Software automatisch die Performance in diese Richtung.
Nahimic 2+
MSI arbeitet bereits länger mit Nahimic zusammen, um das immersive Audio-Erlebnis zu verbessern. Mit dem hier vorhandenen Nahimic 2 können eine Reihe, vor allem auch für Gamer, interessante Funktionen geboten werden. So kann man leicht bzw. schnell Audio-Profile für den Einsatz wählen. Vorgegeben sind Multimedia und Gaming-Profile, wobei beim Gaming noch zwischen Shooter, Strategie, Rollenspiel und Rennspiel unterschieden wird. Die Mikrofonfunktion in Nahimic kann Hintergrundgeräusche reduzieren und die Gesprächslautstärke erhöhen. Für Aufnahmen via HD Audio Recorder 2 können Sounds über das Launchpad eingespielt werden. Besonders interessant dürfte der Sound Tracker sein. Per Ton werden Gegner geortet und mittels eines Radars dargestellt. Somit kann man Gegner wahrnehmen, bevor man sie sieht.
Killer Control Center
Das Control Center bieteet einem die volle Kontrolle über die Netzwerkverbindung. Man kann hier direkt Profile für das jeweilige Anwendungsgebiet auswählen, z. B. Gaming, und der Datenverkehr wird dahingehend angepasst. Das spezielle auf dem MSI X299 Gaming M7 ACk ist aber das Killer Doubleshot Feature. Stellt man eine Verbindung per LAN und WLAN her, so wird die Geschwindigkeit erhöht und die Latenz verringert. Also ideal für Online-Gamer.
MSI Mystic Light
Das MSI Mystic Light ist kein spezielles Tool für Mainboards, sondern kommt bei allen MSI Produkten mit variabler RGB Beleuchtung zum Einsatz. Wir haben es beispielsweise auch schon beim MSI GH70 Gaming Headset kennengelernt. Es bietet einem die Möglichkeit die volle Kontrolle über alle Beleuchtungselemente zhu erhalten. Auf dem MSI X299 Gaming M7 ACK sind das mehrere. Denn hier sid die I/O- und PCIe-Blende sowie der Chipsatz- und Spannungswandlerkühler beleuchtet. Zudem hat man auch noch einen Header für RGB-Equipment zur Auswalh. Alle besagten Teile können mit vielen Effekten und Leuchtfarben versehen werden - natürlich auch getrennt voneinander. Besonders interessant ist der Rainbow Effekt, welcher alle Elemente wie wild mit bunten Farben belegt.
MSI DPC Latency Tuner
Dieses Tool bietet einem unter der Windows Oberfläche Einstellungen bzgl. der CPU und des Speichers zu treffen, ähnlich wie im Command Center.
MSI Fast Boot
Diese kleine Programm ermöglicht es einem den Fast Boot einzuschalten, welcher den Boot Vorgang erheblich beschleunigt. Damit man trotz dessen noch ins Bios gelangt, kann man dies genau hier festlegen und direkt in das Bios neustarten.
MSI Super Charger
Der beschriebene USB 3.1 Gen1 Header auf dem Mainboard kann hiermit als Schnelladeport freigeschaltet werden.
MSI Live Update 6
Um Software-, aber auch Bios-Updates zu erleichtern, stellt MSI mit Live Update 6 ein sehr einfaches Programm zur Verfügung. Man kann hier Updates per Kalender planen oder aber auch manuell suchen und installieren.
Das UEFI-BIOS
Das Click BIOS 5 ist dem einen oder anderen sicherlich bereits schon bekannt. In nahzu unveränderter Form wurde dies auch schon beim MSI Z270 Gaming M5 oder auch MSI X370 XPower Gaming Titanium verwendet. Ebenso wie beim Command Center, könnte man auch hier sagen "Never touch a running system". Die Struktur des BIOS ist immer noch sehr einfach und alle Optionen sind schnell zu finden. Auch wenn die Struktur identisch ist, wollen wir den Einblick in die verschiedenen Bereiche des Bios nicht verwehren. Den Anfang macht die vereinfachte Benutzeroberfläche, welche eher Informationen liefert, als dass tiefgreifende Veränderungen getroffen werden können.
Im Advanced Mode findet man das Bios in aller Tiefe vor. Gegliedert wird es hier wieder in die Bereiche Settings, OC, M-Flash, OC-Profiles, Hardware Monitor und Board Explorer.
Settings
Hier kann man alle erdenklichen Anpassung bzgl. der Konfiguraion des Boards treffen. Dies umfasst auch Boot Settings etc. Neu ist hier eine Option für die Nutzung mehrer PCIe Grafikkarten. Wie man sieht, denkt MSI hier sogar speziell an Miner von Kryptowährung. Da es sehr viele Unterkategorien gibt, haben wir zur besseren Übersicht die Unterkategorien im Spoiler untergebracht.
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OC
Hier dürfte für die meisten Besucher des Bios die wichtigsten Einstellungen verborgen liegen. Durch die vielen Updates des Bios sind hier immer mehr Einstellungen hinzugefügt worden, insbesondere was die Konfiguration des Speichers betrifft. Hier können mittlerweile viele Eingriffe in die Timings getroffen werden, was nicht nur mehr Übertaktungsspielraum, sondern auch eine stabile Feinabstimmung ermöglicht.
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Damit man seine Einstellungen für verschiedene Szenarien immer present hat, kann man bis zu sechs OC Profile anlegen und Speichern auch die Option zum Ex- und Importieren ist möglich. So kann man auch beim Wechsel der Platine ohne viel Arbeit zu seinen gewohnten Einstellungen zurückfinden.
Hardware Monitor
Hier können nicht nur Temperaturen und Spannungen beobachtet werden, sondern auch die Lüfterkurven für verschiedene Anschlüsse auf der Platine getroffen werden. Die sechs Lüfterkurven können dabei entweder an die Temperatur der CPU oder des Chipsatzes gekoppelt werden.
Board Explorer
Hier kann man nachverfolgen, welche Anschlüsse der Platine belegt sind.
Benchmarks
Vor den Benchmarks wurden das jeweiliges System immer auf den gleichen Stand gebracht. Konkret heißt das, dass bei jedem Einsatz eines Mainboards zunächst ein frisches Betriebssystem aufgesetzt wurde und anschließend lediglich die aktuellsten Treiber installiert wurden. Auf Software der Hersteller wurde zu diesem Zeitpunkt noch verzichtet, um etwaige Einflüsse von Boostfunktionen (z. B. MSI X-Boost) zu vermeiden.
3DMark (2013)
PCMark 8
PCMark 10
SuperPi Mod
Alternatives Programm SuperPi Mod
Cinebench R15
AIDA64 - Speicherdurchsatz / Latency
Die Ergebnisse haben uns etwas verwundert. Denn in den reinen CPU- und Speicher-Benchmarks liegen die Platinen eigentlich gleich auf. Wird die Gesamtperformance ermittelt, so schneidet das MSI X299 Gaming M7 ACK immer etwas besser ab.
M.2 Performance
Natürlich soll die Messung der M.2-Schnittstelle nicht fehlen. Die für den Test verwendete Samsung 960 Evo wurde direkt auf der Platine montiert und mit dem M.2-Shield Frozr versehen. Die M.2-SSD wurde als sekundäres Laufwerk ins System eingebunden. Die Systempartition hatte die genannten Samsung 850 Evo inne. Da beide M.2 Slots identisch angebunden sind, stellen wir folgend auch nur die Werte eines Slots dar.
Das MSI X299 Gaming M7 ACK reiht sich hier bei jedem Test ans Ende, mit leichtem Abstand vor allem beim Lesen. Klar sollte die Leistung im Alltag ausreichend sein, jedoch zeigen die anderen Werte, dass hier Potential liegen verschenkt wurde.
SATA 6G Performance
Um auch die etwas „angestaubte“ Schnittstelle mit in Betracht zu ziehen, wurde die Samsung 850 Evo, an die SATA-6G-Ports angeschlossen und mittels AS SSD-Benchmark auf Geschwindigkeit geprüft.
USB-3.1-Gen2-Performance (Typ-C Stecker)
Oftmals wird darauf hingewiesen, dass die nochmals schnellere Schnittstelle in Form von Zusatzchips verlötet ist, aber nur selten wird auch die reelle Geschwindigkeit nachgemessen. Im Testbericht zur SanDisk Extreme 900 Portable haben wir umfangreich dokumentiert was notwendig ist, um das volle Leistungsvermögen eines solchen Laufwerks mittels USB-3.1-Schnittstelle abzurufen. Um eine Limitierung auszuschließen, haben wir die Corsair Neutron XT des vorherigen Testsystems durch die schneller Samsung 960 Evo ersetzt. Verwendet haben wir den CrystalDiskMark und AS SSD Benchmark.
Wie man erkennt, kann sich das MSI X299 Gaming M7 ACK etwas von der Konkurrenz absetzen. Die Umsetzung mit AsMedia AS3142 scheint also voll aufzugehen. Die versrpochene Übertragungsrate wird aber dennoch nicht ganz gehalten. Denn die SanDisk Extreme 900 ist eigentlich noch ein wenig flotter.
USB-3.1-Gen1-Performance
Um auch die Leistungsfähigkeit der USB-3.0-Schnittstelle auf die Probe stellen zu können, kam einmal mehr der Corsair Voyager GTX (Rev. 2) in der 128GB Version, zum Einsatz. Dieser musst sich im CrystalDiskmark beweisen.
Leistungsaufnahme
Auch bei der Leistungsaufname können wir noch keine Einstufung zwischen verschiedenen Hauplatinen vornehmen. Was man allerdings feststellt, ist, dass sich das gesamte System im Idle und auch im Lastzustand (3D Mark FireStrike) mehr Energie benötigt. Bedenkt man, dass die CPU des AMD Ryzen Systems zwei Kerne und vier Threads vorweist und zannähernden Score erreicht, ist das Ergenis aber auch so schon nett zu betrachten.
Overclocking
Hinweis: Erreichte Werte sind nicht allgemeingültig. Mögliche Taktraten und eingestellte Spannungen variieren zwischen CPUs, Mainboards und Netzteilen. Die folgenden Darstellungen sind also nur als Richtwerte zu verstehen. Übertakten geschieht zudem auf eigene Gefahr und wir übernehmen keinerlei Haftung für verursachte Schäden.
Dass Intels Prozessoren eigentlich seit geraumer Zeit das Potenzial aufweisen, die 5GHz Grenze zu knacken dürfte nicht unbekannt sein. Seit der Einführung von Skaylake-S / Z170-Chipsatz (zum Artikel) ist dieses Vorhaben jedoch nicht mehr ganz so leicht zu realisieren. Denn unter dem IHS kommt eine Wärmeleitpaste zum Einsatz, also keine Verlötung, welche in der Community auch gerne als "Zahncreme" bezeichnet wird. Dadurch ist der Wärmeübergang nicht mehr so gut wie früher, als der IHS noch verlötet wurde. Zusammen mit dem kleinen Die, geschuldet durch den kleinen Fertigungsprozess, kann es somit bei den aktuellen Generationen leicht zu thermischen Problemen kommen, wenn man der CPU mehr Takt entlocken möchte. Gerade die Prozessoren des HEDT Sockels 2011 wurden jedoch weiterhin verlötet. Mit der Einführung vom Sockel 2066 ist dies nun auch Geschichte. Wer also mehr als nur ein moderates Overclocking betreiben möchte, der kommt um ein "Köpfen" der CPU nicht herum. Dabei wird der IHS entfernt und die Wärmeleitpaste durch Flüssigmetall Wärmeleitpasste ersetzt. Anschließend wird der Deckel wieder verklebt. In vielen Fällen kann durch dieses Verfahren eine um 10°C und mehr niedrigere Temperatur erreicht werden.
Diese Einleitung soll nicht zum Ausdruck bringen, dass wir auf dem vorliegenden Mainboard kein Overcloking betrieben haben, sondern, dass auf jeden Fall immer für eine sehr gute Kühlung gesorgt werden muss und, dass das OC bei uns eher moderat stattfinden soll. Auch wollen wir eine Problematik untersuchen, welche zur Einführung des Sockels in der Presse kursierte. Denn die Spannungsversorgung einiger X299 Mainboards soll mit der hohen Energieaufnahme der Prozessoren etwas überfordert sein. Hohe Temperaturen und damit eine automatische Dresselung sind die Folge. Zwar haben wir nur einen Sechskern Prozessor zur Hand, jedoch versuchen wir mit etwas höheren Spannungen diesem Problem auf die Spur zu kommen. Dazu wird die Temperatur der CPU sowie der Spannungsversorgung dokumentiert.
Beim MSI X299 Gaming M7 ACK muss man sich nicht einmal sonderlich gut mit dem Thema Übertaktung auseinanderzusetzten, um es selber zu betreiben. Denn auch hier wurde der sogenannte Game Boost integriert. Dieser kommt hier wie beim MSI X370 XPower Gaming Titanium in acht Stufen zum Einsatz und bietet damit ein Auswahl von leichtem bis zu extremen Overclocking zur Auswahl. Die Wahl der Stufen erfolgt entweder auf dem Mainboard per Drehregler oder aber per Software entweder im Bios oder im MSI Command Center.
Gaming Boost
Der Gaming Boost ist auch schon von anderen Plattformen bekannt. Es handelt sich dabei um den Drehregler mit dem roten Knopf, welcher sich unten rechts auf der Platine befindet. Auf diesem Mainboard hat er die Stellungen von 0 bis 11, wobei merkwürdigerweise nicht jede Zahl vorhanden ist. Während 0 Serienzustand bedeutet, sind auf jeder weiteren Stufe OC-Einstellung hinterlegt. In folgender Tabelle haben wir die vorhandenen Stellungen noch einmal dargestellt.
Stufe | Intel Core i7-7900X | Intel Core i7-7820X | Intel Core i7-7800X |
0 | 3,3~4,3GHz | 3,6~4,3GHz | 3,5~4,0GHz |
1 | 4,4GHz | 4,4GHz | 4,1GHz |
2 | 4,5GHz | 4,5GHz | 4,2GHz |
4 | 4,6GHz | 4,6GHz | 4,3GHz |
6 | 4,7GHz | 4,7GHz | 4,4GHz |
8 | 4,8GHz | 4,8GHz | 4,5GHz |
10 | 4,9GHz | 4,9GHz | 4,6GHz |
11 | 5,0GHz | 5,0GHz | 4,7GHz |
Wir haben uns die Stufen mal für unsere CPU angeschaut. Man kann den Game Boost dabei entweder über den Drehregler im ausgeschalteten Zustand wählen oder aber per Software, auch im Betrieb. Da sich jede CPU etwas anders verhält, also abweichende Spannungen benötigt werden um einen Takt stabil zu betreiben, hat uns gerade interessiert, welche Werte MSI hier vorgibt. Folgend sieht man, die Stufen 1 bis 11.
Stufe | Takt [GHz] | Spannung [V] |
0 | 3,5~4,0 | 1,172 |
1 | 4,1 | Auto |
2 | 4,2 | 1,25 |
4 | 4,3 | 1,25 |
6 | 4,4 | 1,325 |
8 | 4,5 | 1,35 |
10 | 4,6 | 1,45 |
11 | 4,7 | 1,475 |
Wie man direkt sieht, scheinen auch hier hohe Spannungswerte gewählt worden sein, damit jede Intel i7-7800X CPU den jeweiligen Gaming Boost auch halten kann. Dieses Vorgehen haben wir auch beim MSI X370 XPower Gaming Titanium und MSI B350 Tomahawk gesehen. Erwähnt werden muss an dieser Stelle auch, dass MSI der Problematik mit AVX Anwendungen in der Weise löst, dass beim aktivieren des Gaming Boost bei AVX Anwendungen ein Takt-Offset von -3 angelegt wird. Dies heißt nichts anderes als das der Multiplikator um drei Stellen verringert wird, wenn eine Anwendung AVX Befehle nutzt.
Manuelles Übertakten
Bei den OC Tests der X299 Mainboards haben wir uns als Ziel gesetzt, die Spannung zu finden, welche minimal nötiog ist um mit 4,4GHz, also 10% OC, Cinebench R15 durchlaufen zu lassen. Dies war hier bei 1,145V der Fall. Im Vegleich wird die jeweilige Spannung der einzelnen Mainboards für das gleiche Szenario gezeigt.
Natürlich haben wir uns auch die erreichten Punkte nach dem Durchlauf notiert. Folgend also der Vergleich der Leistung beim angegebenen Takt von 4,4GHz.
Auch die gesteigerte Leistungsaufnahme wollen wir nicht verwehren. Das Plus fällt insgesamt sehr gering aus, da es sich eher um ein Undervolting handelt, welches gleichzeitig mit der Taktsteigerung einherging.
"Heiztest"
Bei diesem Test soll nun überprüft werden, inwieweit die Spannungsversorgung sich während größerer Belastung aufheizt. Dabei sollten die MOSFETs ganz sicher nicht "sterben", sondern ein humanes Level, welches auch den Alltag wiederspiegeln könnte, simulieren. Dazu wurde an der CPU eine feste Spannung von 1,25V angelegt. Den Turbo-Takt haben wir bei 4GHz belassen, jedoch das AVX-Offset deaktiviert bzw. auf null gestellt. Um die CPU bzw. die Spannnugsversorgung ins schwitzen zu bringen, haben wurde die neuste Version von Prime95 (29.3) mit AVX Befehlsatz gestartet und dies 30min laufen lassen.
Der Test zeigte, dass der Takt die ganze Zeit gehalten werden konnte und keine Dresselung auf Grund der CPU oder der Spannungsversorgung in Erscheinung trat. Das System zog hierbei ca. 311W aus der Steckdose. Der Prozessor wurde dabei maximal 84°C heiß, also noch mit etwas Spielraum. Die Temperatur des MOSFET-Kühlers wurde extern per Fühler gemessen. Hier lag der maximale Wert am Ende bei 67,5°C. Anfassen konnte man diesen dann nicht mehr, jedoch schienen hier noch Reserven nach oben zu bleiben. Nicht vergessen sollte man hierbei aber auch, dass es sich beim i7-7800X nur um eine Sechskern CPU handelt. Dass die Spannungsversorgung bei mehr Kernen auch noch mehr ins Anspruch genommen wird, sollte klar sein. Mehr konnten wir leider nicht entlocken, da die CPU bspw. bei 4,3GHz sonst so viel mehr Spannung (>1,28V) zum stabilen durchlaufen benötigte, dass hier schnell 97°C und mehr erreicht wurden. Der Spannungswandlerkühler erreichte hier sehr schnell die 65°C, bevor wir auf Grund der CPU Temperatur abgerbochen haben. Kommen wir nun abschließend zum Fazit.
Fazit
Den Anfang unserer X299 Mainboard Tests machte also das MSI X299 Gaming M7 ACK. Damit haben wir nicht nur eines der teuersten Mainboards des Herstellers untersucht, sondern auch eines der teuersten Überhaupt. Natürlich sind ca. 330€ kein Pappenstiel, jedoch erhält man hier für den Preis eine Menge Ausstattung und eine sehr hochwertige Verarbeitung sowie Ausstattung. Nennen kann man hier beispielsweise die starke Spannungsversorgung. Nicht nur die Komponenten machen einen guten Eindruck, auch unser "Heiztest" brachte keine negativen Aspekte zum Vorschein. Jedoch muss man an dieser Stelle auch bemerken, dass die Beleuchtung des Kühlers an dieser Stelle ihren Tribut zollt. Denn durch die RGB-LEDs fällt der Kühlkörper selber relativ klein aus. Hier sollte man auf jeden Fall immer für einen Luftzug sorgen. Die Umsetzung mit Steel Armor an allen wichtigen Steckplätzen gefällt uns auch sehr gut. Zudem kann man den M.2 Shield Frozr auch wirklich als Kühler der schnellen SSDs verstehen. Der Zugang ist wiederrum etwas umständlich, gerade dann, wenn man PCIe Karten installiert hat. Positiv kann man auch den Soundausbau hervorheben. Mit zwei unabhängigen Realtek ALC1220 kann man unterschiedliche Quellen gleichzeitig an verschiedenen Ausgabegeräten wiedergeben.
Das Layout ist insgesamt eigentlich zufriedenstellend. Problematisch sehen wir die Platzierung der beiden CPU Stromanschlüsse und vor allem die des CPU-Fan Headers. Diese kann man im eingebauten Zustand nur schwer erreichen. Etwas schwach ist auch, dass ledeiglich zwei M.2 Ports zur Verfügung stehen. Da die Platine bereits sehr viele Anschlüsse (z. B. Killer WLAN) bereitstellt, hätte man auf den einen oder anderen PCIe Steckplatz zugunsten eines weiteren M.2 Ports verzichten können.
Die vielen Overclocking-Optionen wissen auch sehr gut zu gefallen. Dabei wurden mit Dual-Bios, Post Code LED, Spannungsmesspunkten, OnBoard Tastern und Debug LEDs nicht nur an erfahrene Übertakter gedacht, sondern mit dem Game Boost auch unerfahrenen Nutzern eine einfache Möglichkeit Zugang zur Materie ermöglicht. Zuguterletzt soll auch die umfangreiche Beleuchtung genannt werden. Sie bietet auch Moddern viele Möglichkeiten das sonst schlicht wirkende Mainboard bzw. auch die andere Hardware in Szene zu setzen. Insgesamt erhält man mit dem MSI X299 Gaming M7 ACK also ein wirklich hervorragendes Mainboard mit vielen sinnvollen Gimmicks. Natürlich hat es auch die ein oder andere Schwäche, diese fallen hier aber wirklich marginal aus. Somit scheuen wir uns auch in anbetracht des Preises nicht, dem Mainboard unseren Gold-Award zu verleihen.
MSI X299 Gaming M7 ACK | ||
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Pro | Contra | ![]() |
+ Im Vergleich hohe Arbeitsleistung | - MOSFET Kühler etwas klein |
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