Mit einer Premiere was die Radiatorgröße angeht hat Corsair auch zugleich das Design und die Konstruktion der AiO Wasserkühlungen überarbeitet. Die Corsair H150i Pro RGB bietet somit nicht nur einen 360mm großen Radiator, sondern zudem ein überarbeitetes Pumpengehäuse, andere Schläuche sowie einen neuen Radiator. Manchen Aspekten, wie den gesleevten Schläuchen oder dem Grau-Schwarzem-Look ist man aber treu geblieben. Wie die Pro AiO abschneidet, klärt unser Testbericht dazu.
Schaut man sich die neue AiO Wasserkühlung im Detail an, so könnte man fast meinen, der Hersteller hätte tatsächlich die Kritik der Community ernst genommen und sich Änderungswünsche wirklich zu Herzen genommen. So sind die Anschlüsse auf dem Pumpengehäuse nun nicht mehr gerade fixiert herausgeführt, sondern wie bei vielen anderen AiOs nun auch mit drehbaren Winkeln realisiert. Auch die Schläuche selber haben bereits beim ersten Kontakt eine Verbesserung erfahren. Sie sind nun nicht mehr ganz so steif und lassen sich daher besser verlegen. Die Lüfter sind auf den ersten Blick nicht von den Vorgängern zu unterscheiden, was wohl an der Farbgebung liegt. Jedoch handelt es sich jetzt nicht mehr um Corsair SP Lüfter, sondern um Derivate der ML-Serie. Was das bedeutet, wird später noch einmal erläutert. Insgesamt ist das wertige Erscheinungsbild aber erhalten worden.
Der Lieferumfang fällt bedingt durch den größeren Radiator und das leicht geänderte Mounting-System im Vergleich mit bspw. der Corsair H115i auch etwas umfangreicher aus. Natürlich sind auf Grund der drei Lüfter wesentlich mehr Schrauben enthalten. Beim Montage-Kit wird einem schnell ersichtlich, dass der Hersteller eine andere Aufnahme der Montage-Ringe nutzt, aber auch, dass man für die Montage auf AMDs Sockeln wieder zurückkehrt zur "Ösen-Halterung", wie es bspw. schon bei der H110i GT der Fall war. Auch ist zu erkennen, dass nicht mehr die "Standard-Asetek-Halterung" zum Einsatz kommt. Daher ist für die Montage auf Threadripper ein optionales Kit von Nöten, welches noch im ersten Quartal 2018 erscheinen soll. Alle anderen aktuellen Sockel werden jedoch von Haus aus unterstützt.
Neben der hier vorgestellten Version mit 360mm Radiator, wird es auch eine PRO Version der H115i geben. Sie baut wie der Vorgänger auf einen 280 Radiator, alle anderen Eigenschaften sind aber eher mit der H150i PRO vergleichbar. Die Details sind der folgenden Tabelle zu entnehmen.
Corsair PRO Serie - Übersicht | ||
Modell | H115i PRO | H150i PRO |
Radiatorgröße | 280mm | 360mm |
Radiatordicke | 29mm | 27mm |
Radiatormaterial | Aluminium | |
Leistungsangaben Pumpe | ||
Material (Kühlerboden) | Kupfer | |
Geschwindigkeit (U/min) | 2850 U/min (Performance Mode) | |
Stromanschluss | SATA-Stecker | SATA-Stecker |
Weitere Details | ||
RGB Beleuchtung | √ | |
Corsair Link | √ | |
Mitgelieferte Lüfter | ||
Corsair ML-Lüfter | 2x 140mm | 3x 120mm |
Drehzahl @ 100% PWM (U/min) | 1200 | 1600 |
Luftdurchsatz (CFM) | 55,4 | 47,3 |
UVP | 144,90€ | 174,90€ |
Detailansicht
Bei der Farbgebung sind auf den ersten Blick kaum Änderungen zu verzeichnen. Die Farben Schwarz und Silber dominieren immer noch, wobei der Silberton nun heller ausfällt. Es ist aber auch offensichtlich, dass das Kunstoffinlay am Radiator verschwunden ist. Stattdessen ist auf dem fast kastenförmigen, komplett schwarzen Radiator nur der Schriftzug und das Logo in Chrom-Look vorhanden. Der Auftritt ist hier also wesentlich dezenter. Aber auch diese Optik weiß zu gefallen und ähnelt mehr der von Custom-Radiatoren, aber auch denen der Cooler Master AiOs (z. B. MasterLiquid 240)
Der Unterschied der Radiatoren wird auch an den Vorkammern ersichtlich. Diese sind nun, wie angesprochen, kantig. Die Anschlüsse werden hier immer noch gerade herausgeführt und sind fest mit dem Wärmetauscher verbunden. Der Radiator ist von den Ausmaßen so ausgelegt, dass die Lüfter diesen nahzu komplett abdecken. Dies hat auch zur Folge, dass die Kompatibilität bzgl. des Einbaus deutlich verbessert wird. Denn in manchen Gehäusen ist tatsächlich nur Platz für die übliche 120mm Lüfterrahmenbreite.
Wie man den Bildern aber entnehmen kann, sind die Schläuche nun ein gutes Stück flexibler. Enge Radien und damit eine bessere Verlegung, auch in kleinen Gehäusen, sind das Ergebnis. Ob die Schläuche komplett neu sind oder die Flexibilität einzig dem geringeren Durchmesser geschuldet ist, ist uns nicht bekannt. Allerdings trägt dies sicherlich auch dazu bei.
Wie auch schon bei den Vorgängern ist die Wärmeleitpaste bereits auf dem Boden aufgetragen. Wir finden das nach wie vor schade, da somit eigentlich nur eine einmalige Verwendung ab Werk ermöglicht wird, zumindest wenn man keine Zubehör-WLP zur Hand nimmt. Der Boden an sich sieht den Vorgängern immer noch sehr ähnlich. Die Kupferplatte ist mehr oder weniger vernietet und weist leichte Riefen auf, ist aber sehr plan. Das Kunststoffgehäuse wird augenscheinlich immer noch durch Schaumstoff etwas entkoppelt. Zu erkennen ist heir auch die neue Aufnahme der Montage-Ringe, welche lediglich aus den vier kleinen "Zapfen" besteht.
Das Pumpengehäuse ist optisch stark überarbeitet worden. Die Grundform ist aber mit einem Achteck immer noch leicht ähnlich. Auf den schwarzen unteren Rand folgt ein leicht milchiger Ring. Darauf thront der Abschluss, welcher aus einem hell-silbernen Kunststoff besteht. Das Top ziert ein schwarzes Inlay, welches nun ein deutlich größeres Logo und den Schriftzug des Herstellers bereithält. Man kann hier schon verraten, dass beides durchleuchtet wird, aber noch weitere Bereiche im Betrieb erstrahlen können. Nei sind auch die Anschlüsse. Diese sind nun als drehbare Winkel ausgeführt. Auch dies kommt dem Einbau zugute. Für die Verbindung mit Corsair Link wird immer noch ein USB Anschluss genutzt, nun aber in der Micro-Ausführung und seitlich und nicht nach unten.
Bei den Kabeln geht Corsair ähnlich vor wie bei der H115i. Heißt für die Stomversorgung hält ein SATA-Stecker her, das Drehzahl-Signal wird mittels 3-PIN übertragen und die Anschlüsse für dei Lüfter werden auch herausgeführt. Jedoch hat man sich dazu entschieden, dass der 3-PIN nun nicht nur das Drehzahlsignal führt, sondern auch mit der Masse des Anschlusses verbunden wird. Ob dies einen wirklichen Nutzen hat oder aber nur das Kabel durch die zweite Ader verstärkt wird, würde man nur erfahren, wenn man die Pumpe aufbricht. Bei den Lüfterkabel könnte man sich wundern, warum so viele Adern weitergegeben werden. Dies hat den Grund, dass jeder der drei Lüfter mittels Corsair Link sperat per PWM Signal angesteuert werden kann. Daher besteht das Flachbandkabel aus fünf Leitungen (Masse, 12V, 3x PWM). Warum der Aufwand? Die neueste Version der Corsair Link-Software lässt nun auch einen Stillstand der Lüfter bei geringer Last zu. Wenn wir richtig recherchiert haben, ist das momentan ein Alleinstellungsmerkmal.
Wie man sehen konnte, hat Corsair viele Veränderungen vorgenommen, welche zumeist auch sehr sinvoll erscheinen. Ohne zu wissen, wie viel Strom die H150i PRO benötigt, hätten wir uns dennoch gewünscht, dass der Anschluss über einen 3-PIN Fan-Header erfolgt. Denn die meisten aktuellen Mainboards stemmen pro Anschluss bereits 1A oder verfügen sogar über einen dedizierten Pumpen-Header, welcher noch einmal mehr verträgt. Ein Adapter könnte bei unzureichender Leistung dann die Kompatibilität wieder herstellen.
Montage des Kühlers
Auch wenn das Montage-Kit leicht geändert wurde, hat sich am eigentlichen Prinzip nichts geändert. Im folgenden zeigen wir die Montage auf dem Sockel 1155, welche sich nicht von den anderen 115X Sockeln unterscheidet. Zunächst muss man also den passenden Ring wählen. Dieser wird von unten einfach aufgelegt und um ein paar Grad zur Seite gedreht. Auch wenn er damit nur an vier kleinen Zapfen arretiert ist, wirkt die Halterung stabil. Der Ring selber ist nun auch nur noch als eben Platte ausgearbeitet und verfügt nicht mehr über die Kragen, die noch die Ringer der Asetek-Halterung hatten.
Im nächsten Schritt legt man die Backplate von hintern auf das Mainboard. Dazu muss man gegebenenfalls die Gewindehülsen leicht verschieben, damit diese durch die Löcher geführt werden können. Auf der gegenüberliegenden Seite wird die Backplate dann mit den Gewindestangen bzw. Abstandshaltern gekontert. Handfest ist hier völlig ausreichend.
Hat man diese Vorbereitungen getroffen, kann die Kühler-Pumpen-Einheit bereits aufgelegt werden. Der letzte nötige Halt bzw. Anpressdruck wird über dei vier Rändelmuttern erzeugt. Diese sind über Kreuz festzuziehen, wobei wieder der Grundsatz "Handfest" gilt. Man kann die Montage dabei noch leicht durch die Zuhilfenahme eines Schraubendrehers erleichtern. Der Platz zu den RAM-Slots ist auf Grund der seitlichen Ausführung zwar etwas knapper als bspw. bei der H100i v2, sollte aber in der Regel ausreichend dimensioniert sein.
Allumfassend ist die Montage wirklich einfach zu bewältigen und auch handwerkliche Noobs sollten sich keine Finger brechen. Die Verlegung der Schläuche fällt nun auch einfacher aus. Einzig die hohe Anzahl an Kabeln erfordert etwas Fingerspitzengefühl, damit man ein aufgeräumtes Erscheinungsbilder erhält.
Testsystem vorgestellt: Hardware
Unser komplettes Testszenario haben wir im seperaten Artikel nochmals aufgelistet. Nachfolgend nochmal ein kurzer Abriss des Ganzen. Beginnen wir zuerst mit dem reinen Hardware-Part. Unsere Wahl beim Gehäuse fiel folgerichtig auf das Phanteks Enthoo Luxe, da diese eine schier unendliche Anzahl von Montagemöglichkeiten für Lüfter und Kühler bietet. Gestellt wurde das Gehäuse von unserem Partner Caseking. Als einer der wenigen ATX-Gehäuse am Markt, kann es im Auslieferungszustand und ohne weitere Anpassung, Radiatoren mit einer Größe von bis zu 360 Millimeter aufnehmen. Also genau richtig für kommende All-in-One-Kühlungen.
Trotz der scheinbaren Größe wird mit dem Phanteks Luxe ein Gehäusetyp dargestellt, welcher als guter Richtwert für die meisten Leser angesehen werden kann. Neben all den praktikablen Funktionen, bietet das Gehäuse auch einiges fürs Auge. Im Inneren wurde alles auf maximale Flexibilität getrimmt, so dass der Kühlerwechsel ohne weiteres von Statten gehen kann. Das hervorragende Kabelmanagement tut sein Übriges dazu bei.
Die Steuerung aller Lüfter wird von einer Scythe Kazemaster übernommen. Die Lüfterumdrehungen sind ebenfalls fixiert, dazu aber später mehr. Für die erste Montage stand der Noctua NH-D15 Modell. CPU-Kühler können im Übrigen mit einer Gesamthöhe von bis zu 193 Millimeter verbaut werden – also mehr als genügend Platz. Als Gehäuselüfter verwenden wir die ab Werk verbauten Phanteks Lüfter in der Front (200mm), auf der Rückseite (140mm) und im hinteren Top-Bereich (140mm).
Intel Z77 Lukü-Hardware Setup | ![]() ![]() ![]() | |
Prozessor: | Intel Core i5-2500K (Retail) | |
Mainboard: | ASUS P8Z77-V LE | |
Storage: | WD Caviar Blue 320GB (WD3200AAJS) | |
RAM: | 8GB Kingston HyperX Genesis (KHX1866C9D3K3) | |
Netzteil: | be quiet! Straight Power 10 - 700W | |
Grafikkarte: | ASUS HD 7970 DirectCU II | |
Betriebssystem: | Windows 7 x64 | |
Grafiktreiber: | - | |
Wärmeleitpaste | Arctic MX-4 |
Testverfahren Hardware
Die Belastung des Prozessors übernimmt Prime 95 v27.6 (In-place large FFTs), ein forderndes Belastungsprogramm, welches eine recht gleichbleibende Belastung der CPU bietet. Der Prozessor wird 20 Minuten lang belastet, am Ende der Belastungszeit wird für 5 Minuten die Durchschnittstemperatur der CPU-Kerne eins bis vier durch AIDA64 5.20.3400 ermittelt. Die Steuerung der Lüfter realisieren wir mit einem Scythe Kazemaster. Die im Gehäuse beiden im Gehäuse verbauten 140mm Lüfter werden auf 600 U/min fixiert. Die am Kühler verbauten Lüfter regeln wir ebenfalls auf einen Festwert von 1000 U/min herunter.
Aus den in den Testläufen ermittelten Daten errechnen wir dann die Temperatur der CPU in Abhängigkeit zur Umgebungstemperatur. Um realistische Werte "wie man es gewohnt ist" zu bekommen, wurden in den Tabellen jeweils 22 Grad Celsius Umgebungstemperatur hinzugerechnet. Somit sind die Angaben in den Tabellen Grad Celsius Angaben. Natürlich ist auch eine solche Datenmenge nicht vor Messtoleranzen gefeit und so sind Schwankungen, im Bereich von 0,5 Grad Celsius bei den gemessenen Temperaturen möglich.
Messwerte: Hardware
Die ermittelten Testergebnisse entsprechen ausschließlich denen der Komponeten unseres Testsystems. Abweichende Konfigurationen dieser Hardware-Zusammenstellung haben unausweichlich Änderungen der von uns erzielten und dargestellten Messwerte zur Folge. Wir messen in zwei Szenarien:
Intel Core i5-2500K @ 3,40Ghz Case-Lüfter: 600 U/min, Radiator-Lüfter 1000 U/min
Intel Core i5-2500K @ 4,40Ghz Case-Lüfter: 600 U/min, Radiator-Lüfter 1000 U/min
Bei der Leistungsbetrachtung waren wir etwas verblüfft. Denn die Corsair H115i konnte sich beim Test ohne OC trotz des flächenmäßig kleineren Radiators immer noch gegen die H150i PRO durchsetzten. Der Unterschied ist aber sehr klein. Insgesamt gesehen reiht sich die H150i PRO hier zwischen die anderen AiO Wasserkühlungen mit 360mm ein. Etwas anders sieht es aus, wenn man der Kühlung mehr zu bewältigen gibt. Zwar lässt sie nun die H115i leicht hinter sich, allerdings liegt sie insgesamt gesehen hinter den anderen Kühlungen mit drei 120mm Lüftern zurück. Zur Kelvin S36 oder Water 360 Riing RGB ist der Abstand aber sehr gering. Die beiden be quiet! (z. B. Silent Loop 360) Kühlungen mit Kupfer-Radiator können sich etwas deutlicher absetzen. Da die Lüfter auch noch etwas Freiraum nach oben zulassen, sollte die H150i PRO eigentlich mit jeder aktuellen CPU zurechtkommen können. Die H115i zeigte das ja auch bereits eindrucksvoll in unserem TR4 Roundup.
Messwerte: Lautstärke
Gemessen wird mit einem Schallpegelmessgerät "PCE 318" und aus 50 Centimeter Abstand zum linken Seitenteil des Gehäuses. Die beiden im Gehäuse verbauten 140mm Lüfter werden auf 600 U/min fixiert. Die am Kühler verbauten Lüfter regeln wir ebenfalls auf einen Festwert von 1000 U/min herunter, jedoch mittels der Corsair Link Software. Dies ist mittlerweile wirklich gut umsetzbar, da man auch feste Drehzahlen einstellen kann.
Gemessen liegt die Corsair H150i PRO bereits weit vorne im Feld. Rein subjektiv betrachtet lässt sich dieses Ergebnis auch bestätigen. Die Lüfter arbeiten bei 1000 U/min immer noch relativ leise bzw. nicht laut. Desweiteren hat man nach unten noch etwas mehr Speilraum, was bei den SP Lüftern der vorherigen Generationen nicht der Fall war. Hier hat der Hersteller also wirklich eine Verbesserung an den Tag gelegt. Besonders gelungen finden wir das Feature zum anhalten der Lüfter. Noch leiser kann man eine AiO wirklich nicht betreiben.
Lautstärke der Pumpe
Bei der Lautstärke der Pumpe hat sich, aus rein subjektiver Sicht, nichts geändert. Sie arbeitet immer noch sehr unaufgeregt und das trotz der hohen maximal Drehzahl von 2850 U/min. Neben dem Balanced Profil mit 2130 U/min, hat Corsair nun aber auch noch ein Quiet-Profil hinterlegt. Hier arbeitet die Pumpe dann nur noch mit 1050 U/min. Im normalen Betrieb ist sie nicht herauszuhören. Nutzt man bei den Lüftern jedoch das Stop-Profil, so könnten die gedrosselten Stufen doch sinn ergeben, da das Geräusch der Pumpe dann nicht mehr ganz im Luftrauschen verschwindet.
Beleuchtung
Die Überarbeitung des Pumpengehäuses betrifft auch die Beleuchtung derselbigen. Bei den bisherigen Varianten wurde der Markenschriftzug sowie zwei Spalte ober- und unterhalb hiervon beleuchtet. Bei der H150i Pro RGB wurde die Leuchtfläche nun deutlich vergrößert. Nicht nur das Logo und der Schriftzug sind nun wesentlich größer, auch die weiteren Beleuchtungszonen sind umfassender. So wird das Logo vom Licht umrahmt und weiter unten am Gehäuse befindet sich ein weiterer Leuchtring. Die Farben sind wieder mittels Corsair Link einfach einzustellen und können auch dazu genutzt werden, alarmierende Temperaturen anzuzeigen. Im folgenden haben wir ein paar exemplarische Farbgebnungen abgelichtet.
Fazit
Bei der Corsair H150i PRO RGB stellt die Weiterentwicklung auf jeden Fall einen Mehrwert dar. Denn die Verbesserungen betreffen hier nicht nur optische Maßnahmen, sondern vor allem auch auf technischer Seite hat sich im Vergleich zum Vorgänger einiges getan. Waren bei den Vorgänger AiOs noch Corsair SP Lüfter im Einsatz, sind es nun die besseren Corsair ML Lüfter (in etwas abgewandelter Form). Auch der Kritik der unfelxiblen Schläuche mit starrer Befestigung hat man sich angenommen. Durch die dünneren Schläuche und die drehbaren Winkel sind nun kleine Radien möglich und die Montage fällt insgesamt leichter aus. Apropos Montage - Bei der Aufnahme der Montage-Ringe ist man den Schritt weg von der üblichen Asetek Halterung gegangen. Die neue Methode ist zwar ähnlich, fällt aber noch einfacher aus. Für AMD Sockel ist man dabei wieder zurück zur Ösen-Halterung gegangen. Die neue Aufnahme sorgt allerdings auch dafür, dass man die beiliegende Halterung auf den Sockel TR4 nicht mehr nutzen kann. Ein optionales Kit wird aber im ersten Quartal noch folgen.
Aber auch die Weiterentwicklung der Corsair Link-Software in Kombination mit der Ansteuerung ist geglückt. Denn die Stop-Funktion der Lüfter bei geringem Lastbetrieb ist ein wirklicher Zugewinn. Da viele aktuelle Grafikkarten das gleiche Prinzip beherschen, geht von diesen Komponenten beim reinen Surfen sicherlich kein Geräusch mehr aus. Die Pumpe ist weiterhin wirklich als leise einzustufen, auch wenn man eine höhere Leistungsstufe wählt. Die Lüfter sind rein subjektiv auch besser geworden, halten mit maximal 1600 U/min aber immer noch genügend Reserven bereit.
Kritik müssen wir dennoch etwas üben. Denn weiterhin kommt ein Materialmix aus Aluminium und Kupfer zum Einsatz, was auch bei der Nutzung von Zusätzen zu elektromechanischen Prozessen führt. Verstopfte Finnen im Kühler könnten die Folge sein. Auch ist die Verbindung mittels USB immer noch nicht die optimale Lösung, da das Kabel einfach nicht schick zu verlegen ist. Eine weitere Verbesserung würde es in unseren Augen darstellen, wenn man das Lüfter-Kabel von der Pumpe aus durch das Sleeve eines Schlauches führen zum Radiator führen würde. Ein wesentlich cleanerer Look wäre das Ergebnis. Auch der Preis scheint in unseren Augen etwas hoch angesetzt zu sein. Aktuelle Listungen zeigen einen Preis von ~180€, was teilweise deutlich über den Mittbewerben liegt. Sollte dieser Preis nach Markteinführung weiter fallen, wovon eigentlich auszugehen ist, stellt die Kühlung eine gute - weitere Alternative dar.
Corsair H150i PRO RGB | ||
Wasserkühlung Testberichte | Hersteller-Homepage | Bei Amazon kaufen |
Pro | Contra | |
+ gute Leistung | - TR4 Kit nur optional |
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