Wie ernst es Corsair mit beleuchteten Computer-Parts meint, demonstriert die neue Gehäuse-Serie "iCUE" sehr passend. Der erste Ableger ist das Corsair iCUE 220T RGB Airflow. Der kompakte Midi-Tower setzt auf ein luftiges Design an der Front, was nicht nur den Temperaturen zugute kommen sollte, sondern auch der Beleuchtung. Verbaut sind nämlich drei neue Corsair SP120 RGB Pro Lüfter sowie Corsair Lightning Node Core..
Für einen Midi-Tower setzt das Gehäuse auf eher kompakte Ausmaße, aber nicht in der Form wie es das Cooler Master Q500L vollzieht. Hier soll das System schon noch voll zur Entfaltung kommen, was man auch an der Anzahl der Lüftereinbauplätze erkennen kann. Von diesen sind die drei in der Front bereits mit den ebenfalls neuen Corsair SP120 RGB Pro Lüftern bestückt. Damit diese auch zum leuchten gebracht werden, verbaut der Hersteller den ebenfalls neuen Corsair Lightning Node Core, welcher später genauer erklärt wird. Insgesamt sorgen die "Lite"-Komponenten für einen Preis von ~100€. Ob sich dieser rechtfertigt, soll der folgende Test offenbaren.
Lieferumfang & Technische Daten
Der Lieferumfang setzt sich aus mehrere Schrauben, eine kurze Anleitung sowie Kabelbinder zusammen. Der Rest ist bereits im Gehäuse verschraubt. Groß eingehen wollen wir auf die einzelnen Schrauben nicht, es lässt sich aber festhalten, dass genügend Lüfterschrauben enthalten sind um alle Einbauplätze zu bestücken, gleiches gilt für passende Schrauben für die vorhandenen Laufwerksplätze.
Corsair iCUE 220T RGB Airflow | ||
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Mainboard-Format(e) | Mini-ITX, Micro-ATX, ATX | |
Bezeichnung | Corsair iCUE 220T RGB Airflow | |
Formfaktor | Midi-Tower | |
Preis-Gehäuse | 99,90€ UVP | |
Hersteller-Homepage | ||
Sonstige Eckdaten | ||
Laufwerke | 2 x 2,5/3,5 Zoll 2 x 2,5 Zoll | |
Lüfter | Vorinstalliert Front: Optional Front: Deckel: Rückseite: | 3x 120mm (max. 1400 U/min) |
Radiator-Support | Front: Top: Rückseite: | 1x 360mm, 280mm, 240mm, 140mm, 120mm 1x 240mm, 120mm 1x 120mm |
max. CPU-Kühler-Höhe | 160 mm | |
max. GPU-Länge | 300 mm | |
max. Netzteil-Länge | 180 mm | |
Material-Gehäuse | Stahl, Kunststoff, Glas | |
Gewicht | ca. 6,5 kg | |
Maße | 210 x 395 x 450 mm (B x L x H) | |
Sonstiges | Corsair Lightning Node Core inkl. iCUE | |
Farbe | Schwarz/weiß |
Impressionen Außen
Neben dem hier präsentierten Corsair iCUE 220T RGB Airflow in komplett Schwarz, ist das Gehäuse ebenfalls in komplett Weiß erhältlich. Sucht man nach Verwandtschaft im Lineup des Herstellers, dürfte das neue Carbide 175R die meisten Parallelen vorweisen. Wir sind uns sogar sicher, dass der selbe Rahmen zum Einsatz kommt. Da dieser vom ATX-Formfaktor ausgehend nicht sehr viel Spielraum in alle Richtungen liefert, misst auch das iCUE 220T Airflow nur 450 x 395 x 210mm. Für einen Midi-Tower also tatsächlich eher klein bzw. kurz. Um den aktuellen Trends zu entsprechen darf ein Seitenteil aus Glas natürlich nicht fehlen. Die Scheibe wird mit Rändelschrauben fixiert und verfügt über einen aufgetragenen Lack-Rahmen, sodass man nicht auf den Gehäuse-Rahmen blickt.
Den Namen iCUE 220T "Airflow" hat das Gehäuse aufgrund seiner Front erhalten. Diese ist hier zwar wie beim Geschwister-Gehäuse sehr geradlinig, im Gegensatz zu diesem aber nicht verschlossen. Mehrere Öffnungen mit der Kontur einer aufrechten und gedrehten Sieben lassen viel Frischluft zu. Verstärkt wird dies noch durch seitliche Öffnungen. Die Metall-Front ist dabei in einen Kunststoff-Rahmen eingeklipst und lässt sich ohne Werkzeug entfernen. Dahinter verbirgt sich einer der drei Staubfilter, welcher ebenfalls werkzeuglos entfernt werden kann. Dahinter verbergen sich die drei 120mm großen Corsair SP120 Pro RGB, welche später genauer begutachtet werden.
Die andere Seite des Gehäuses ist deutlich unspektakulärer. Das andere Seitenteil ist komplett eben und aus Blech gefertigt. Die Rändel-Schrauben zum Fixieren sind eingearbeitet, sodass man diese nicht verlieren kann. Wie man auf der Rückseite auch sehen kann, verfügt das 220T über sieben Erweiterungs-Slots, allerdings keine vertikalen. Die geringe Breite dürfte hier der entscheidende Grund sein. Diese sorgt auch dafür, dass im Heck lediglich ein 120mm Lüfter Platz nehmen kann. Mehr ist oben möglich, wie man gleich sehen kann.
Im Deckel ist eine große Mulde eingestanzt, welche von einem magnetischen Staubfilter wiederum aufgefüllt wird, also bspw. wie beim Crystal 680X Seitenteil. Wirklich feinmaschig ist das Gitter nicht, da die Öffnung oben jedoch meist eher als Entlüftung fungiert, soll das nicht weiter schlimm sein. Verborgen werden unter dem Filter zumindest zwei Einbauplätze für je zwei 120mm oder 140mm Lüfter. Durch die Langlöcher bleibt etwas Spielraum für deren Position. Ein kurzer Blick auf das an der Front anschließende Panel offenbart, dass der Hersteller die Verbreitung des TRRS-Anschlusses (4-Pol-Audio) weiter voranbringen will. Bspw. das Corsair HS35 lässt sich hier also direkt mit nur einem Stecker anschließen. Des Weiteren findet man zwei USB 3.2 Gen1 sowie Power- und Reset-Taste vor. Die RGB-Funktionalität wird also nicht per Taster gesteuert. Schade ist, dass man dem Gehäuse keinen Typ-C Anschluss spendiert hat.
Wie man bei der Rückansicht bereits erahnen konnte, lässt sich der Staubschutz des Netzteils nach hinten herausziehen. Des Weiteren erkennt man, dass das Gehäuse auf recht kleinen Gummi-Flächen steht, welche in Kunststoff-Füße eingearbeitet sind. Stand- und Rutschfestigkeit können wir dem Gehäuse dennoch attestieren. Die vier quadratisch angeordneten Schrauben rechts fixieren den Festplattenkäfig. Wie man sieht, sind noch zwei weitere Stellungen vorgesehen. Eine Stufe zur Front kann noch mit montierten Lüftern erfolgen, will man noch weiter vorrücken, müsste der unterste Lüfter demontiert werden.
Impressionen Innen
Das Innere des iCUE 220T Airflow ist natürlich auch komplett Schwarz beschichtet und auch alle Schrauben, Anbauteile und Durchführungen sind Schwarz gehalten. Bei der folgenden Ansicht wird die Kürze des Midi-Towers auch wieder besonders deutlich. Zwischen ATX-Mainboard und den Front-Lüftern ist eigentlich nur noch Platz für die Kabeldurchführungen.
Insgesamt sorgt der Hersteller mit mehreren Öffnungen oben, seitlich und unten für ein gutes Kabelmanagement in der Hauptkammer. Der Netzteiltunnel trägt hier ebenfalls seinen Teil bei. Dieser ist nicht entfernbar, was beim Einbau des Netzteils ein klein wenig hinderlich ist. Dafür bleibt einem das umständliche Verbauen wie im Corsair Carbide SPEC-Omega RGB aber auch erspart. Der Tunnel verfügt an der Front zudem über eine Aussparung, sodass man einen Radiator ggf. auch nach unten versetzt montieren könnte oder aber einen langen verbauen kann.
Große Überraschung hinter dem Tray? Nein, eigentlich nicht. Durch die große Öffnung kann man Kühler samt Backplates auch im eingebauten Zustand sehr gut händeln. Allerdings geht hier etwas Raum für das Kabelmanagement verloren. Dieser ist insgesamt eher spärlich vorhanden. Hier spielen natürlich auch wieder die beiden SSD-Mounts am Tray einen entscheidenden Part. Schon beim Crystal 570X RGB ist es kein leichtes die Kabel zu verstecken und das ist eine Ecke länger. Etwas problematisch gestaltet sich auch der Festplattenkäfig, welcher vor dem Netzteil eingezogen ist. Dazu aber später mehr.
Natürlich sollte jedem auch die kleine Platine ins Auge gesprungen sein. Es handelt sich dabei um den Corsair Lightning Node Core. Der neue RGB-Controller ist quasi wie ein Corsair RGB-Hub mit einem integrierten Beleuchtungskanal eines Node Pro (siehe z. B. Crystal 280X RGB) oder Commander Pro. Man kann also bis zu sechs Corsair-RGB-Produkte, z. B. die verbauten SP120 RGB Pro, aber auch HD-, LL- oder ML-RGB-Lüfter, anschließen. Erweitern kann man die Platine durch einen weiteren Hub allerdings nicht. Gemeinsamkeit mit den anderen Steuerungen ist der Anschluss via USB, weshalb auch ein Button am Front-Panel fehlt. Die Steuerungs-Kontrolle übernimmt natürlich wieder iCUE.
Die neuen Corsair SP120 Pro RGB sehen auf den ersten Blick identisch zu den "alten" SP120 RGB aus, welche man bspw. auch im Crystal 460X RGB vorfindet. Im direkten Vergleich konnten wir visuell nur einen Unterschied bei der Beleuchtung feststellen. Unter der Nabe sind nun deutlich mehr Dioden verbaut, was die Leuchtkraft steigern sollte. Zudem sind die Dioden hier nun einzeln adressierbar, wodurch man auch inneralb eines Lüfters Farbübergänge erzeugen kann.
Hardware-Einbau
Beim Hardware-Einbau wurden wir direkt beim ersten Schritt, der Montage des Netzteils, vor ein Problem gestellt. Das be quiet! Dark Power Pro 11 850W wehrte sich am Festplattenkäfig vorbeizurutschen. Dieser wurde also kurzer Hand ausgebaut. Nach dem alle benötigten Kabel eingesteckt waren, konnte dieser allerdings nicht wieder zurück an seine alte Wirkungsstätte gebracht werden. Die Messergebnisse sind damit mehr oder weniger leicht verfälscht, da der untere Lüfter etwas leichter Frischluft in den Innenraum befördern sollte. Da das verwendete Netzteil aber auch über der empfohlenen bzw. angegebenen Länge liegt, war dies eigentlich zu erwarten und darf dem Gehäuse nicht unbedingt angelastet werden. Im gleichen Zug ergab sich hieraus auch, dass die Kabeldurchführung im Netzteiltunnel nicht genutzt werden kann. Ein kurzes Netzteil hat also deutliche Vorteile. Wie von anderen Gehäusen gewohnt, empfiehlt es sich übrigens das EPS-Kabel einzustecken, bevor das Mainboard verbaut wird. Vor allem dann, wenn man den Kühler nicht innerhalb des Gehäuses montieren kann.
Insgesamt geht die Empfehlung beim iCUE 220T Airflow nicht nur zu einem kurzen Netzteil, sondern auch zu einem mit flexiblen Kabeln oder auch modularen Kabeln. Denn Platz ist wirklich nicht viel vorhanden. Um beide SSD-Brackets nutzen zu können, braucht es übrigens auch gerade SATA-Anschlüsse am Kabelstrang. Auch die Datenleitungen sollten an beiden Enden gerade sein. Bei unserem Mainboard ging die Kombination aus Kabeldurchführung und Winkel-Stecker nicht auf. Die Hardware konnte schlussendlich jedoch komplett verbaut werden. Auch hier sieht es wieder imposant aus, da die Komponenten den Innenraum beinahe komplett ausfüllen.
Bleibt der Festplattenkäfig erhalten, zeigen die folgenden Bilder wie die Laufwerke installiert werden. Bei 3,5" Festplatten gelingt dies ohne Werkzeug. Die Schubladen werden einfach gebogen, um die Festplatte gelegt und klicken dann mit Nasen in die Gewinde-Löcher. Richtig entkoppelt werden die Festplatten dabei nicht. Nutzt man den Raum für 2,5" Laufwerke, werden die kleinen Schrauben benötigt.
Gleiches gilt natürlich auch bei den 2,5" Brackets. Hat man die SSD befestigt, können die Halteplatten eingehängt und mit einer Rändel-Schraube festgezogen werden. Unkompliziert, jedoch evtl im Weg wenn es an das Kabelmanagement geht.
Lüfter & Wasserkühlung
Will man die die Kühlung durch Lüfter oder gar Wasser aufwerten, kann es in einem so beengten Gehäuse zu Problemen kommen. Wo diese anzutreffen sind, haben wir folgend abgebildet und beschrieben. Zunächst einmal lässt sich mit dem MSI Z390-A Pro als Dummy feststellen, dass zwischen diesem und dem Top nur knapp 25mm zur Verfügung stehen, also genau die Dicke eines normalen Lüfters. An der Front wird der Platz mehr oder weniger durch die Öffnung im Tunnel bestimmt. Sind Lüfter montiert, bleiben etwa 55mm erhalten. Zum Mainboard sind es dann noch einmal weitere 5mm.
Den Anfang macht in der Front der Alphacool NexXxoS XT45 mit 240mm. An den oberen beiden Lüftern befestigt gibt es ersteinmal keine Probleme. Man sieht aber bereits, dass der Platz zum Mainboard geringer wird und die Kabeldurchführungen zur Hälfte verdeckt sind. Möchte man den Radiator an den unteren Lüftern befestigen, so muss dafür zunächst der Festplattenkäfig entfernt werden. Hier sieht man dann sehr gut, dass mehr Dicke beim Radiator nicht möglich ist. Dies bedeutet aber auch, dass ein 360mm Radiator mit 45mm Dicke ebenfalls montiert werden könnte.
Tauscht man die Serienlüfter gegen größere 140mm Modelle, können nur noch zwei angeschraubt werden, was sich folglich auch auf die maximale Größe des Radiators auswirkt. Unten gab es soweit keine Probleme, auch wenn die Vorkammer verdächtig nah Richtung Boden wanderte. Auch oben wurde die Luft dünner und der Alphacool NexXxoS ST30 280mm stieß an die Anschlüsse des Front-Panels.
Der einzige Radiator, der sich im Top unterbringen ließ, war ein Alphacool NexXxoS ST30 240mm. Der flache 280mm Radiator bzw. die Lüfter stießen an Bauteile des Mainboards, sodass man ihn nicht ansatzweise platzieren konnte. Das sieht man weiter unten auch noch einmal ganz gut. Etwas eng wurde es aber auch mit dem kleinerem Radiator. Und zwar erneut am Front-Panel. Mit etwas Willen bekommt man das aber gemanaget. Schiebt man den oberen Radiator ganz nach hinten, kann auch in der Front noch ein weiterer montiert werden. Allerdings ist dann fraglich, wo man noch eine Pumpe und einen Ausgleichsbehälter unterbringen möchte. Insgesamt sehen wir das iCUE 220T RGB eher mit AiO-Wasserkühlungen wir der Corsair H100i RGB Platinum oder H150i RGB Pro bestückt, als mit einer Custom-Wasserkühlung.
Weshalb der 280mm Radiator nicht im Deckel platziert werden konnte, sieht man bereits bei der Montage der beiden HD140 RGB Lüfter. Sie stehen bereits selbst minimal über das Mainboard und ragen dabei nur minimal über die Anschlüsse des Backpanels. Der VRM-Kühler ist hier also deutlich im Weg. Gleiches gilt für Abdeckungen oder MOSFET-Kühler am oberen Rand der Platine. Hier könnten bereits die Lüfter zu viel des guten Sein. Was besonders frickelig wird, ist, wenn man das EPS-Kabel vor der Lüfter-Montage noch nicht eingesteckt hat. Hier kommt man dann eigentlich gar nicht mehr vernünftig ran.
Beleuchtung
Die Beleuchtung der drei Corsair SP120 RGB Pro Lüfter wird natürlich via iCUE umgesetzt. Um die Software nutzen zu können, muss der verbaute Corsair Lighting Node Core mit einem SATA-Stecker mit Strom versorgt und mittels USB 2.0 (intern) mit dem Mainboard verbunden werden. Was die Software einem dann bietet, wird weiter unten aufgezeigt. Hat man weitere Corsair Hardware oder Peripherie verbaut, kann man das Corsair iCUE 220T RGB Airflow auf diese abstimmen, oder andersherum.
Da die Lüfter jeweils über acht adressierbare RGB LEDs innerhalb der Nabe verfügen, können fließende Effekte im Lüfter erzeugt werden. Die Leuchtkraft ist wirklich gut und kein Vergleich mit bspw. den Corsair ML120 RGB Pro. Durch die mächtige iCUE Software können die fließenden Effekte auch zwischen den Lüftern erzeugt werden, sodass der Umfang in der Fläche vergrößert werden kann.
Natürlich lässt sich das iCUE 220T RGB auch mit der Sofortbeleuchtung nutzen. Jede Farbe wird hier sehr intensiv wiedergegeben. Die Lüfter sind auf jeden Fall sehr gelungen was die Farbwiedergabe betrifft und erzeugen durch das Airflow-Gitter des Gehäuses tolle Effekte.
iCUE
Die iCUE Software an sich braucht mit Sicherheit nicht mehr näher erklärt werden, aber natürlich die Funktionen die sich mit dem Corsair Lightning Node Core ergeben. Eigentlich hat man hier nur zwei Auswahlbereiche - Beleuchtungssetup und Beleuchtungskanal. Beim Commander Pro und Lightning Node Pro hätte man hier bspw. zwei Beleuchtungskanäle.
Unter Beleuchtungssetup muss man zunächst auswählen, welche Komponenten am Lightning Node Core angeschlossen sind. Hier also der Corsair SP120 RGB Pro. Die anderen Lüfter des Herstellers sind alle hinterlegt bzw. auswählbar. Zudem muss die Anzahl der angeschlossenen Lüfter festlegen, hier also drei. Bis zu sechs wären möglich. Beim Anschluss am Node Core muss man immer die Reihe auffüllen. Würde man nur am Anschluss Nr.6 anschließen, würde das jeweilige Produkt nicht leuchten. Das Signal wird nämlich in Reihe durch die einzelnen ARGB-Produkte.
Unter den Beleuchtungsoptionen bzw. im Beleuchtungskanal werden die angeschlossenen Produkte visualisiert sowie deren einzelnen Dioden dargestellt. Das hat den Grund, dass man jede einzelne LED mit einem anderen Effekte belegen könnte. In der vorliegenden iCUE Version sind neue Effekte vorzufinden, aber die alten, beliebten sind erhalten geblieben.
Will man die iCUE Software nicht nutzen, kann man die Beleuchtung des iCUE 220T RGB Airflow dennoch nutzen, indem man die Software einmal installiert und seine Beleuchtung einmal im Speicher des Lightning Node Core ablegt. Danach könnte man iCUE auch wieder deinstallieren, sollte man weiter nichts mehr einstellen wollen.
Testsystem vorgestellt
Unsere Gehäusetests werden nach einem standardisierten Prinzip durchgeführt. Wie wir testen kann wie gewohnt in unserem Gehäuse-Testsystem nachgelesen werden. Auf diese Art und Weise ist eine Vergleichsmöglichkeit aller Testberichte im Bereich von Gehäusen gegeben.
Intel Z97 ATX-Gehäuse Setup | ![]() ![]() ![]() | |
Prozessor: | Intel Core i7-4770K - Turbo off | |
Mainboard: | MSI Z97 Gaming 6 | |
Storage: | OCZ Vector 180 - 240GB | |
Kühlung: | be quiet Dark Rock Pro 3 | |
RAM: | 2x2GB Exceleram DDR3 (ERB300A) | |
Netzteil: | be quiet! Dark Power Pro 11 - 850W | |
Grafikkarte: | 2x MSI GTX 970 4G (SLI) | |
Betriebssystem: | Windows 8 x64 | |
Grafiktreiber: | 359.06 WHQL | |
Overall-Rating
Das Overall-Rating ist eine Zusammenfassung aller Temperaturen und Messwerte. In der Summe ergibt sich daraus ein Leistungsindikator hinsichtlich der Kühlleistung eines jeden Gehäuses. Wir sind aktuell bemüht die Vergleichsbasis aufzufüllen, so dass alle ermittelten Werte auch in Relation zueinander stehen.
Kurze Auswertung
Wie man den Graphen entnimmt, trägt das Corsair iCUE 220T RGB Airflow den Namen nicht umsonst. In beiden Rankings übernimmt es die erste Position hinter dem offenen Testsystem, dicht bzw. realtiv dicht vom Corsair Crystal 680X gefolgt. Da die drei Corsair SP120 RGB Pro Lüfter bei 7V mit ~1000U/min und bei 12V mit ~1400U/min zu Werke gehen, befördern sie in beiden Situationen viel Frischluft ins Gehäuse. Die Ergebnisse würde unserer Meinung sogar noch deutlich gesteigert werden, wenn man im hinteren Bereich des Deckels sowie im Heck einen weiteren Lüfter anbringt. Ein leichter Wärmesatu konnte in beiden Fällen festgestellt werden. Da das Top allerdings auch so schon relativ luftig ist, hat sich dieser weniger deutlich ausgebildet als bspw. beim Corsair Carbide 678C. Kompakt und leistungsstark muss sich also nicht ausschließen.
Lautstärkemessung
Gemessen wird mit einem Schallpegelmessgertät "PCE 318". Dieses sitzt festgeschraubt auf einem Stativ und erfasst die Lautstärke 50cm entfernt von der Gehäusefront. Der von uns genutzte Messraum liegt unter 30 Dezibel Grundlautstärke und ist subjektiv beurteilt, mit absoluter Stille zu bezeichnen. Um eine Ausgangsbasis zu haben, wurden zu Beginn die Werte des offenen Aufbaus gemessen, also auf einem Benchtable. Diese folgen später mit in den ersten Berichten und bleiben dauerhaft in der Übersicht bestehen.
Kurze Auswertung
Wie man sieht, erkauft sich das Corsair iCUE 220T RGB Airflow die guten Leistungswerte über die Lautstärke. Das ist aber relativ einfach erklärt. Auch wenn die Lüfter in der Front grundsätzlich die Verursacher sind, ist im Vergleich mit den anderen Gehäusen ein anderer Aspekt entscheidend und zwar das Airflow-Design. Denn das Corsair Crystal 680X hat zwar auch drei Lüfter in der Front verbaut, deren Schall wird allerdings durch die verbaute Glasscheibe etwas gedämpfgt bzw. gelangt nicht auf direktem Weg in Richtung Messgerät. Schaut man sich jedoch die Lautstärke des offenen Aufbaus an, so findet bei 7V keine Verschlechterung statt. Bei 12V wird der Effekt der offenen Front noch deutlicher. Hieran sieht man sehr deutlich, dass eine gedämmte Front mit indirekter Luftführung wie beim Corsair Carbide 678C oder Fractal Design Define S2 einen deutlichen Geräuschvorteil mit sich zieht. Dass die Lautstärke des Carbide 678C mit offener Front bei fast dem selben Wert landet, unterstützt diese These noch einmal deutlich.
Temperaturmessung
Um unser Testsystem auf Temperatur zu bringen, kommen die Tools AIDA64 (5.50), Furemark (1.17.0) und Prime95 (v28.5) zum Einsatz. Prime95 läuft im "Maximum-Heat-Test", jedoch aber nur mit vier Threads, da sonst die Haswell-CPU einen thermischen Reißaus erleben würde. Des Weiteren ist der Turbo-Modus im UEFI-BIOS deaktiviert worden. Furmark 1.17.0 wird im Custom-Modus (1280x720 - non Fullscreen) betrieben. Die beiden zuletzt genannten synthetischen Last-Tools laufen parallel 30 Minuten lang.
Nach Abschluss der Messverfahren werden die Werte mittels AIDA 64 notiert. Aus den in den Testläufen ermittelten Daten wird dann die Temperatur der CPU, in Abhängigkeit zur Umgebungstemperatur, die zuvor mit Hilfe eines separaten Thermometers gemessen wurde, ermittelt und dokumentiert. Um realistische Werte "wie man es gewohnt ist" zu bekommen, haben wir in unseren Tabellen jeweils 22 Grad Celsius Umgebungstemperatur hinzugerechnet. Als Maßeinheit wird dann logischer Weise auf Grad Celsius gesetzt. Natürlich ist das angewandte Verfahren nicht vor Messtoleranzen gefeit, was also Schwankungen im Bereich von 0,5 Grad Celsius bei den gemessenen Temperaturen möglich macht.
Temperaturmessung 7V
Natürlich ist auch eine solche Datenmenge nicht vor Messtoleranzen gefeit und so sind Schwankungen im Bereich von 0,5 Grad Celsius bei den gemessenen Temperaturen möglich. Diese Temperaturmessung haben wir auch bei einem offenen Aufbau angewandt, um die Kühlleistung mit dem des verbauten Zustandes vergleichen zu können.
Kurze Auswertung
Die CPU Temperatur fällt bei verringerter Lüfterdrehzahl im hinteren Bereich wieder. Dass das Corsair Carbide 678C bei offenem Deckel etwas besser abschneidet, ist dem Lüfter im Heck geschuldet. Auch beim Crystal 680X RGB wird der obere Gehäusebereich aktiv entlüftet. Der Kühler steht damit etwas weniger in der "Wärmewolke". Gleiches gilt für das Fractal Design Define S2, welches zudem drei 140mm Lüfter einsetzt. Die guten Werte bei den Grafikkarten wurden erreicht, da die Front-Lüfter sehr nah an diesen sitzen. Die Frischluft wird sozusagen zwischen die beiden GPU hindruchgeschoben. Bemerkbar macht sich das auch am Heck, wo die heiße Abluft aktiv entweicht. Hier können auch Parallelen zum Corsair Crystal 680X RGB gezogen werden. Vorteilhaft könnte eventuell sein, dass Netzteil mit Lüfter nach oben zu drehen, wodurch man den Luftstrom etwas anregen würde bzw. die Wärme aktiver aus dem Gehäuse befördern würde.
Temperaturmessung
Um unser Testsystem auf Temperatur zu bringen, kommen die Tools AIDA64 (5.50), Furemark (1.17.0) und Prime95 (v28.5) zum Einsatz. Prime95 läuft im "Maximum-Heat-Test", jedoch aber nur mit vier Threads, da sonst die Haswell-CPU einen thermischen Reißaus erleben würde. Des Weiteren ist der Turbo-Modus im UEFI-BIOS deaktiviert worden. Furmark 1.17.0 wird im Custom-Modus (1280x720 - non Fullscreen) betrieben. Die beiden zuletzt genannten synthetischen Last-Tools laufen parallel 30 Minuten lang.
Nach Abschluss der Messverfahren werden die Werte mittels AIDA 64 notiert. Aus den in den Testläufen ermittelten Daten wird dann die Temperatur der CPU, in Abhängigkeit zur Umgebungstemperatur, die zuvor mit Hilfe eines separaten Thermometers gemessen wurde, ermittelt und dokumentiert. Um realistische Werte "wie man es gewohnt ist" zu bekommen, haben wir in unseren Tabellen jeweils 22 Grad Celsius Umgebungstemperatur hinzugerechnet. Als Maßeinheit wird dann logischer Weise auf Grad Celsius gesetzt. Natürlich ist das angewandte Verfahren nicht vor Messtoleranzen gefeit, was also Schwankungen im Bereich von 0,5 Grad Celsius bei den gemessenen Temperaturen möglich macht.
Temperaturmessung 12V
Natürlich ist auch eine solche Datenmenge nicht vor Messtoleranzen gefeit und so sind Schwankungen im Bereich von 0,5 Grad Celsius bei den gemessenen Temperaturen möglich. Diese Temperaturmessung haben wir auch bei einem offenen Aufbau angewandt, um die Kühlleistung mit dem des verbauten Zustandes vergleichen zu können.
Kurze Auswertung
Lässt man den Lüftern freies Spiel, verbessert sich die Performance der Kühlleistung noch einmal, beim Prozessor sogar deutlich. Hier liegt man nur knapp hinter dem Corsair Crystal 680X RGB und Carbide 678C mit "offenem Deckel" und lässt das Fractal Design Define S2 hinter sich. Auch wenn die Temperatur der SSD bisher eigentlich bei jedem Gehäuse unbedenkllich war, kann man an dieser aber immer gut eine Verbesserung der Innentemperatur des Gehäuses ablesen. Von 7V auf 12V gab es beim iCUE 220T RGB Airflow zumindest einen Drop von ~4,1°C, obwohl sich der Datenträger nicht annähernd im Luftstrom befindet. Was die Temperatur der Grafikkarten angeht, bewegt man sich weiterhin im vorderen Feld. Das Crystal 680X RGB hat hier etwas die Nase vorne, was auch an der höheren Drehzahl der Lüfter liegen könnte.
Fazit
Mit der neuen iCUE-Gehäuse-Serie hat der Hersteller den Fokus noch einmal mehr Richtung kunterbunter Beleuchtung verschoben. Dass dabei die Qualität der Gehäuse nicht auf der Strecke bleiben muss, zeigt das Corsair iCUE 220T RGB Airflow unserer Meinung nach sehr gut. Der kompakte Midi-Tower weiß durch ein schlichtes, aber auch cooles Design zu überzeugen. Die gradlinige Grundstruktur wird durch das Muster in der Front aufgelockert, welches nicht nur optische Gründe hat, sondern auch dem Airflow zugute kommt. Die drei verbauten Corsair SP120 RGB Pro Lüfter können insgesamt recht frei atmen, wodurch sich das Gehäuse beim Kapitel der Temperaturen einen sehr guten Rang sichert. Gut ist auch die Verarbeitung sowie die Wahl der Materialien. Bis auf den Rahmen der Front sowie die Standfüße, kommt kein Kunststoff zum Einsatz. Das dominierende Stahl-Blech wird in stabiler Dicke verwendet oder zumindest durch Abkantungen stabil gemacht. Einzig die Gewinde bzw. Schrauben sind zum Teil etwas hakelig (z. B. rechtes Seitenteil). Lässt man seine Kräfte nicht sinnlos walten, ist aber auch das kein Problem.
Ist das Interesse für das 220T RGB Airflow geweckt, sollte man sich aber auch im klaren sein, dass das Gehäuse relativ beengt ist. In der Hauptkammer macht sich dies dadurch bemerkbar, dass 140mm Lüfter im Top bei manchen Mainboards schon zum Problem werden können. Zudem können Grafikkarten "nur" maximal 300mm in der Länge messen. Und dies auch nur dann, wenn man keinen Radiator in der Front verbaut. Triple-Fan-Modelle könnten dann aus dem Raster fallen. Mit verbautem Luftkühler, welcher bis 160mm messen darf, oder einer 240mm AiO im Deckel wäre man aber auch schon gut aufgestellt. Wirklich eng wird es im Netzteil-Tunnel. Corsair gibt an, dass man Geräte bis 180mm verbauen kann und man sollte sich auch daran richten, insofern man den Festplattenkäfig auch nutzen möchte. Auch der Einbau ist durch den schmalen Zugang etwas fummelig. Für Kabel bleibt hinter dem Seitenteil ebenfalls nicht sehr viel Spielraum. Das 24-Pin Kabel dürfte dicker nicht sein. Dennoch lässt sich das Kabelmanagement so gestalten, dass man durch das 4mm dicke Glas-Seitenteil ein aufgeräumtes System erblicken kann.
In der Summe erhält man mit dem Corsair iCUE 220T RGB Airflow einen stylischen Midi-Tower, welcher auch für potente Hardware gerüstet ist, insofern diese nicht allzu ausladend dimensioniert ist. Unserer Meinung nach hätten dem Gehäuse ein paar Millimeter in alle Richtungen nicht geschadet, sodass es mehr Platz für das Netzteil, die Kabelführung hinter dem Tray und Lüfter im Top gegeben hätte. Geht man beim Hardware-Kauf und -Einbau clever vor, sollte man aber eigentlich nicht vor Platzprobleme gestellt werden. Für ~100€ (UVP) bekommt zwar auch bereits andere Gehäuse mit RGB-Beleuchtung bzw- RGB-Lüftern, allerdings ist uns keins bekannt, welches bereits einen Software-gesteuerten-Controller enthält. Wer Fan der bunten Beleuchtung ist und sich bei der Individualisierung ausleben möchte, wird mit iCUE sicherlich auf seine Kosten kommen. Etwas Kritik gibt es dafür, dass kein USB Typ-C Anschluss am Frontpanel vorzufinden ist.
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