Aluminium für die Premium-Klasse - Thermaltake brachte im Oktober 2018 das TT A500 TG auf den Markt. Das Gehäuse hat neben zwei großzügigen Tempered-Glas-Elemente eine Front aus sandgestrahltem Aluminium, welche sich auf dem Top fortführt. Farblich lehnt man sich an die bereits erschienen Modelle der "Level" Serie an, sodass diese Case in "Space Gray" erhältlich ist. Das Gehäuse soll problemlos viele Festplatten sowie große WaKü-Systeme aufnehmen können. Die Größe des Mainboards darf jedoch ATX nicht überschreiten...
Das Thermaltake A500 TG ist eines der ersten Gehäuse des Herstellers, welches mal wieder mit viel Aluminium bestückt ist. Leider wird das Gewicht dadurch nicht reduziert, es erhöht sich sogar: stolze 14.82kg wiegt es und ist damit so schwer wie z. B. das Cougar Panzer Evo RGB, welches mit deutlich mehr Tempered-Glas ausgestattet ist. Ein wenig erinnert das sandbestrahlte Aluminium an Handheld-Geräte von Apple, die einen ähnlichen Farbton haben. Ob das Gehäuse in noch weiteren Farben, Formen oder gar weitere Gehäuse der "A"-Serie geben wird ist noch nicht bekannt. Ob der Rest des Gehäuses mindestens genau so modern gestaltet ist wie die Optik ist auf den nächsten Seiten zu sehen. Preislich bewegt man sich auf jeden Fall im oberen Preissegment (Straßenpreis aktuell rund 220,- EUR) und bewegt sich in Gefilde, in der Nuancen bei der Kaufentscheidung ausschlaggebend sein können.
Lieferumfang & Technische Daten
Das Gehäuse kommt mit einer bebilderten Anleitung, drei Aufklebern, einem Speaker, einem Päckchen mit unterschiedlichen Schrauben und zehn Kabelbindern zum Fixieren beim Kunden an. Etwas unklar ist, warum man in heutiger Zeit noch immer Speaker mit ausliefert. Klar, schaden tut es nicht, jedoch könnten dies die Mainboard-Hersteller ebenso tun. Statt dem Speaker hätte man der Beilage lieber mehrere Tütchen für die unterschiedlichen Schrauben beilegen können. Ein Sortieren der Schrauben wäre dann nämlich bereits geschehen und muss nicht beim Zusammenbauen erfolgen. Diese Umstände findet man auch bei den aktuellen Level 20-Gehäusen vor, wie z. B. dem Thermaltake Level 20 VT.
Thermaltake A500 TG | ||
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Mainboard-Format(e) | Mini-ITX, Micro-ATX, ATX | |
Bezeichnung | A500 Aluminium TG | |
Formfaktor | Midi-Tower | |
Preis-Gehäuse | 269,99 EUR UVP, 215 EUR Straße (07.01.2019) | |
Hersteller-Homepage | de.thermaltake.com | |
Sonstige Eckdaten | ||
Laufwerke | 4 (+2) x 3,5 Zoll 1 (+2) x 2,5 Zoll | |
Lüfter | Vorinstalliert Rückseite: Front: Optional Front: Deckel: Rückseite: | 1x 120mm (1000 U/min)
|
Radiator-Support | Front: Deckel: Rückseite: | 1x 360mm, 1x 420mm 1x 360mm, 1x 280mm 1x 120mm |
max. CPU-Kühler-Höhe | max. 160 mm | |
max. GPU-Länge | max. 420mm (295mm mit HDD Käfig) | |
max. Netzteil-Länge | 220mm | |
Material-Gehäuse | Blech, Kunststoff, Glas, Aluminium | |
Gewicht | 14.82 kg | |
Maße | 560 x 236 x 510 mm (B x L x H) | |
Sonstiges | Tempered Glass an beiden Seiten sandbestrahlte Aluminium-Elemente | |
Farbe | Space Gray |
Impressionen Außen
Die Front besteht aus einem großen Aluminium-Element, welches sandgestrahlt wurde. Dadurch hat es eine leicht raue Oberfläche, die als Matt-Grau bzw. Space Gray interpretiert wird. Das Element hat unten eine Öffnung für die Hand, sodass es einfach abgenommen werden kann. Etwas darüber befindet sich der Schriftzug von Thermaltake. Zu den Füßen sowie zum Top hin ist das Element abgerundet. Beide Seitenteile sind mit Schanieren versehen, sodass diese sich einfach zur Seite aufklappen lassen. In die "Tür" sind zwar Magnete eingelassen, für einen sichereren Transport jedoch lassen sich die Elemente mit einem Mechanismus verriegeln. Dieser Mechanismus ist bereits vom Cooler Master H500P bekannt, der dieselbe Funktion hat. Während das "Hauptfenster" nur leicht rauchig gefärbt wurde, hat man bei der Hinterseite einen Spritzer grün mit in die Mischung gegeben. Dadurch ist es etwas schwerer, die Kabel durch das Glas zu sehen. Die ästhetische Erscheinung bleibt jedoch erhalten und sollten zufälligerweise auch beleuchtete Komponenten wie Netzteil oder SSD verbaut werden, so können auch diese Farbenfroh hindurchleuchten. Das hat das Corsair Obsidian 500D RGB bereits gezeigt, wenn es hat ebenfalls grün gefärbte Tempered-Glas Elemente.
Der Schriftzug ist auf das Gehäuse "gedruckt" und leider nicht eingefräst. Das hätte eine noch besser Optik und Beständigkeit gehabt. Dafür punktet das I/O-Panel, denn es sind vier USB-Buchsen, je zwei USB 3.0 sowie USB 2.0 und eine USB 3.1 Typ C Buchse vorhanden. Somit sind zumindest für die heutige Zeit alle gängigen USB Typen abgedeckt. Auf der linken Seite sind die typischen Nachbarn wie 3.5mm Klinken-Buchsen, eine Load-Anzeige sowie ein Reset-Button zu finden. Getrennt werden die beiden Lager durch den beleuchteten Power-Button.
Zu den Aluminium-Elementen gehören auch die Schwarzen Metall-Streifen, die direkt an das gehärtete Glas angrenzen. Dies ist nämlich nicht der Rahmen, sondern ist fest mit dem Aluminium verbunden und dient als Staubfilter. Hinter den länglichen Öffnungen verstecken sich fein-löchrige Blech-Streifen. Lüfter sollte man jedoch trotzdem nicht außerhalb des Rahmens bzw. unter dem Aluminium montieren, diese könnten durch den geringen Abstand im Betrieb beeinflusst werden. Thermaltake hat an dieser Stelle mitgedacht und das Innere sowie den minimal nötigen Platz optimal zusammengestellt, sodass Lüfter mit Radiatoren optimal Innen verbaut werden können.
Ein Blick auf Rück- und Hinterseite ergeben, dass das Netzteil mit einem Bracket verbaut werden muss (bzw. kann). Man kann also eine nicht zu geräumige Netzteil-Abdeckung erwarten. Um die eigene Grafikkarte mit Beleuchtung oder Wasserkühlung optimal zur Schau stellen zu können, ist eine Halterung zur vertikalen Montage vorhanden. Das fehlende Riser-Kabel muss aber auch beim A500 TG optional erworben werden.
Der Boden wird von einem großzügigen Staubfilter abgedeckt, somit auch das Netzteil. Dieser kann zur Hinterseite des Gehäuses herausgezogen werden. Lüfter oder Radiatoren lassen sich trotz der großen Fläche nicht verbauen. Der "Aluminium-Rahmen" wird am Boden weitergeführt, sodass die vier großen, gummierten Standfüße ebenfalls im modernen Look daherkommen und zusätzlich die wertige Anmutung weiter erhöhen.
Impressionen Innen
Beide Tempered-Glas-Elemte, die die Seitenteile bilden, lassen sich ganz einfach aus den "Türangeln" heben, ähnlich wie man es von Phanteks Gehäusen her kennt. Dies ist besonders für dein Einbau sinnvoll, da so wesentlich mehr Platz vorhanden und das Gehäuse leichter ist.
Front und Top können nacheinander vom Rahmen gelöst werden. Nun ist die Montage der Lüfter bzw. Radiatoren möglich. Das I/O-Panel kann ebenfalls abgeschraubt werden, es besteht aus einem Kunststoff-Korpus. Jetzt aber zu einem großen Manko, hinter der Front befindet sich kein Staubschutzgitter. In den Preisbereichen wo man sich mit diesem Gehäuse tummelt, darf das eigentlich passieren.
Der Innenraum wird durch ein großes Mainboard-Tray und die Netzteil-Abdeckung aufgeteilt. Im vorderen Bereich sind zwei Festplatten-Käfige vorhanden, die jeweils zwei 3.5" Laufwerke aufnehmen können. Ebenso sind diese mit zwei Schrauben an der Front befestigt. Löst man diese, können die Käfige entweder ganz herausgenommen oder in der Höhe verändert werden. Mehrere, teilweise gummierte Kabel-Durchführungen befinden sich in der Mitte des Chassis und weiter oben. Zwei weitere sind auf der Netzteil-Abdeckung, sodass hier Kabel vom I/O-Panel und für die Grafikkarten-Stromversorgung einen kurzen Weg haben. Eine große Aussparung ermöglicht die Sicht auf das Netzteil.
Auf der Rückseite werden die Kabel-Durchführungen bereits von Kabeln verdeckt, welche von Klettstreifen fixiert sind. Auf dem Mainboard-Tray ist eine Halterung für zwei 2.5" Laufwerke vorhanden, die mit dem beigelegten Zubehör entkoppelt werden können. Innerhalb des unteren Bereichs, dass durch die Netzteil-Abdeckung verdeckt ist, befindet sich ein weiterer Festplatten-Käfig. Dieser kann sogar beide Laufwerks-Typen aufnehmen, sodass bis zu vier SSD's verbaut werden können.
Die verbauten Lüfter, zwei davon in der Front und einer an der Rückseite, sind zunächst keinem verkäuflichen Modell von Thermaltake zuzuordnen. Feststellen konnte man jedoch, dass diese bei 12V Spannung etwa 1000 U/min drehen, so wie es der Hersteller auch angibt. Bei einer anliegenden Spannung von 7V sind es noch etwa 650 U/min.
Die Lüfter werden anhand der Spannung reguliert, da es sich um DC Lüfter handelt. Das Kabel ist ca. 30cm lang und die Lüfter messen 120x120mm. Es hätten es auch gut und gern 140mm Lüfter sein dürfen, die letztlich auch mehr Luftmenge in den Innenraum schaufel können. Unverständlich warum man hier den Sparteufel herauskommen lässt (...)
Hardware-Einbau
Auf den ersten Blick ist der deutliche Abstand vom Mainboard zum Top zu erkennen, sodass hier auch ein Radiator mit innen-liegenden Lüftern verbaut werden kann. Alle Kabel können ideal und auf kurzem Wege aus der Hauptkammer geführt werden. Außerhalb befindet sich an der Front bereits unsere Lüftersteuerung, die dank einiger Durchlässe an der Front selbst nicht mehr im Gehäuse untergebracht werden musste (ausschließlich zu Testzwecken).
Die Rückseite ist ebenfalls sehr aufgeräumt, leider sind beim Fixieren der Kabel zwei von vier Klett-Verschlüssen an derselben Stelle gerissen. Glücklichweise sind dem Zubehör mehrere Kabelbinder beigelegt, sodass sich der Schaden in Grenzen hält. Wirklich schön ist es dennoch nicht, wer direkt auf die Verschlüsse verzichten möchte, kann dieser abschrauben. Thermaltake sollte hier etwas auf die Qualität achten und nach Möglichkeit einzelne "Velcro-Straps" wie beim be quiet! Silent Base 601 beilegen. Genügend Ösen zum Fixieren sind allerdings vorhanden. Trotz des SLI-Systems und der großen Menge an Lüfter-Kabeln, konnte der Festplatten-Käfig im unteren Bereich bestehen bleiben. Die Glas-Türen konnten problemlos und mit genügend Abstand zu den Kabeln geschlossen werden.
Bei den Halterungen der Festplatten hat man ein neues Modell verbaut, zumindest ähnelt es denen der Level und View Serie in keinster Weise. Durch das Zusammendrücken der zwei Hebel kann das Laufwerk aus dem Schacht gezogen bzw. fixiert werden. An der Unterseite befindet sich ein Kunststoff-Clip, der den Rahmen in seiner Breite fixiert. Das Lösen ermöglicht das Einlegen eines 3.5" Laufwerks, richtig positioniert kann es ebenso einfach zusammengeschoben werden. Hört man ein leises Klicken, ist das Laufwerk fixiert und kann wieder in den Schacht eingeschoben werden. SSD's werden von unten mit Schrauben fixiert.
Auf der Rückseite des Mainboard-Trays ist eine kleine Halterung für 2.5" Laufwerke vorhanden. Mit dem Zubehör kann das innen verbaute Laufwerk entkoppelt montiert werden, eignet sich also vorallem für HDD Laufwerke. Bei den großen Laufwerken ist die Entkopplung mit den haltenden Stiften nur minimal gegeben.
Einbau von WaKü-Komponenten
Das Thermaltake A500 kommt mit der Hersteller eigenen Zertifizierung "LCS - Liquid Cooling Support" daher und soll daher neben AiO-Wasserkühlungs-Systemen, auch Custom-Systeme aufnehmen können. Daher hat man bei den typischen Positionen für einen Radiator, also Front und Top, besonders auf die Abmessungen geachtet.
Front-Montage
Besonders bei der Front können sehr dicke Radiatoren in einer Sandwich-Konstellation verbaut werden. Zuvor müssen jedoch, je nach Länge des Radiators, die Festplattenkäfige ausgebaut werden. Die Aussparung der Netzteil-Abdeckung ist ca. 82mm lang - eine wirklich extreme und selten gesehene Größe.
Für einen optimal Airflow und der Nutzung aller Festplattenkäfige kann dieser 240mm lange und 60mm dicke Radiator direkt in das Gehäuse eingebaut werden.
Für einen 360mm langen Radiator ist es erforderlich, alle Festplattenkäfige herauszunehmen. Die Kabel der Lüfter können über zwei Durchlässe am Rahmen verlegt werden.
Neben 120mm breiten Radiatoren kann auch ein 280mm Radiator in die Front einziehen. Die Lüfter passen mit etwas Luft noch in die Front, die Kabel sollten beim Anlegen des Lüfters bereits verlegt sein.
Top-Montage
Die Abmessung im Top von Rahmen zu Mainboard beträgt ca. 60mm und ist damit ebenfalls recht groß ausgelegt. Für gängie AiO-System ebenfalls wie die Front unproblematisch und für leise, einfache Custom-System mehr als ausreichend.
Dass nun der 60mm dicke Radiator nur mit etwas mit dem Mainboard kollidiert ist ersichtlich, allerdings lassen sich auch keine Lüfter mehr montieren. Eine Lösung wäre in diesem Fall wohl die "Versetzung" des Wärmetauschers, wobei dann aber nicht mehr vollendes auf die Wabenöffnungen zurückgegriffen werden kann, um ggf. die Temperaturen schlechter werden könnten. Sehr viel Konjunktiv an dieser Stelle (...)
Der 360mm Radiator mit 45mm Höhe bietet nur noch ca. 15mm Zwischenraum für Lüfter. Man könnte Notfalls auf Low-Height Lüfter, wie den Noctua NF-A12x15 umsteigen.
Mehr Luft bleibt mit einem 140mm breiten und 280mm langen Radiator. Seine Dicke beträgt ca. 30mm, sodass insgesamt 10mm Abstand zum Mainboard vorhanden ist.
Testsystem vorgestellt
Unsere Gehäusetests werden nach einem standardisierten Prinzip durchgeführt. Wie wir testen kann wie gewohnt in unserem Gehäuse-Testsystem nachgelesen werden. Auf diese Art und Weise ist eine Vergleichsmöglichkeit aller Testberichte im Bereich von Gehäusen gegeben.
Intel Z97 ATX-Gehäuse Setup | ![]() ![]() ![]() | |
Prozessor: | Intel Core i7-4770K - Turbo off | |
Mainboard: | MSI Z97 Gaming 6 | |
Storage: | OCZ Vector 180 - 240GB | |
Kühlung: | be quiet Dark Rock Pro 3 | |
RAM: | 2x2GB Exceleram DDR3 (ERB300A) | |
Netzteil: | be quiet! Dark Power Pro 11 - 850W | |
Grafikkarte: | 2x MSI GTX 970 4G (SLI) | |
Betriebssystem: | Windows 8 x64 | |
Grafiktreiber: | 359.06 WHQL | |
Nicht wundern, das Gehäuse wurde natürlich ohne die RGB-Lüfter in's Rennen geschickt. Dank der Tempered-Glas-Seitenteile kann auch beleuchtete Hardware eingebaut werden.
Overall-Rating
Das Overall-Rating ist eine Zusammenfassung aller Temperaturen und Messwerte. In der Summe ergibt sich daraus ein Leistungsindikator hinsichtlich der Kühlleistung eines jeden Gehäuses. Wir sind aktuell bemüht die Vergleichsbasis aufzufüllen, so dass alle ermittelten Werte auch in Relation zueinander stehen.
Kurze Auswertung
Sowohl bei der 12V Messung als auch bei 7V Lüfterspannung erzielt das Gehäuse nur einen Platz in der unteren Hälfte. Dies ist unter anderem den falsch positionieren Lüftern in der Front geschuldet. Der untere Lüfter versorgt nämlich den Raum unterhalb der Netzteil-Abdeckung mit Luft. Jedoch geht auch dies eher weniger gut, denn die drei verbauten Festplatten-Käfig fangen die gesamte Luft ab. Grafikkarten und Prozessor werden deshalb nur schlecht mit Frischluft versorgt. Fazit: mit kleinen Anpassungen ließe sich hier aber das Ergebnis merklich verbessern, OHNE das man extra Geld ausgeben muss.
Lautstärkemessung
Gemessen wird mit einem Schallpegelmessgertät "PCE 318". Dieses sitzt festgeschraubt auf einem Stativ und erfasst die Lautstärke 50cm entfernt von der Gehäusefront. Der von uns genutzte Messraum liegt unter 30 Dezibel Grundlautstärke und ist subjektiv beurteilt, mit absoluter Stille zu bezeichnen. Um eine Ausgangsbasis zu haben, wurden zu Beginn die Werte des offenen Aufbaus gemessen, also auf einem Benchtable. Diese folgen später mit in den ersten Berichten und bleiben dauerhaft in der Übersicht bestehen.
Kurze Auswertung
Eine ganz andere Welt hingegen ist die Lautstärke der Lüfter: Im 12V Betrieb ist maximal ein Luftzug der Lüfter zu hören, bei 7V ist das Gehäuse sehr leise und im Alltag nicht mehr wahrzunehmen. Die Lüfter drehen dabei mit maximal 1000 U/min und bei niedriger Spannung mit etwa 600 U/min. Unverständlich bleibt jedoch, warum Thermaltake dem Gehäuse drei Lüfter spendiert hat, wenn es sowieso für Wasserkühlungen ausgelegt ist. Und ohne RGB Beleuchtung fehlt dem Gehäuse das gewisse etwas - sodass die Lüfter prinzipell unbrauchbar sind.
Temperaturmessung
Um unser Testsystem auf Temperatur zu bringen, kommen die Tools AIDA64 (5.50), Furemark (1.17.0) und Prime95 (v28.5) zum Einsatz. Prime95 läuft im "Maximum-Heat-Test", jedoch aber nur mit vier Threads, da sonst die Haswell-CPU einen thermischen Reißaus erleben würde. Des Weiteren ist der Turbo-Modus im UEFI-BIOS deaktiviert worden. Furmark 1.17.0 wird im Custom-Modus (1280x720 - non Fullscreen) betrieben. Die beiden zuletzt genannten synthetischen Last-Tools laufen parallel 30 Minuten lang. Für einen optimalen Airflow ist die Lüfter-Steuerung draußen untergerbracht. Wie zuvor erwähnt, lässt sich durch den Spalt zwischen Rahmen und Tempered-Glas-Element die Kabel verlegen. Einen 5,25" Schacht besitzt das Gehäuse dennoch nicht.
Nach Abschluss der Messverfahren werden die Werte mittels AIDA 64 notiert. Aus den in den Testläufen ermittelten Daten wird dann die Temperatur der CPU, in Abhängigkeit zur Umgebungstemperatur, die zuvor mit Hilfe eines separaten Thermometers gemessen wurde, ermittelt und dokumentiert. Um realistische Werte "wie man es gewohnt ist" zu bekommen, haben wir in unseren Tabellen jeweils 22 Grad Celsius Umgebungstemperatur hinzugerechnet. Als Maßeinheit wird dann logischer Weise auf Grad Celsius gesetzt. Natürlich ist das angewandte Verfahren nicht vor Messtoleranzen gefeit, was also Schwankungen im Bereich von 0,5 Grad Celsius bei den gemessenen Temperaturen möglich macht.
Temperaturmessung 7V
Natürlich ist auch eine solche Datenmenge nicht vor Messtoleranzen gefeit und so sind Schwankungen im Bereich von 0,5 Grad Celsius bei den gemessenen Temperaturen möglich. Diese Temperaturmessung haben wir auch bei einem offenen Aufbau angewandt, um die Kühlleistung mit dem des verbauten Zustandes vergleichen zu können.
Kurze Auswertung
Der Prozessor, die Grafikkarten und das Mainboard ersticken wortwörtlich an der heißen Luft und nach kurzer Zeit beginnt der Prozesser mit dem Throttling. Einzig die SSD, die auf der Rückseite des Mainboard-Trays verbaut ist, erwärmt sich nur wenig. Dies hängt, wie zuvor angesprochen, definitiv mit der Positionierung der Lüfter und der Festplatten-Käfige zusammen. Packt man die Lüfter etwas nach oben und entfernt zumindest die zwei Festplatten-Käfig in der Hauptkammer, so sollten sich wesentlich bessere Ergebnisse erzielen lassen.
Temperaturmessung
Um unser Testsystem auf Temperatur zu bringen, kommen die Tools AIDA64 (5.50), Furemark (1.17.0) und Prime95 (v28.5) zum Einsatz. Prime95 läuft im "Maximum-Heat-Test", jedoch aber nur mit vier Threads, da sonst die Haswell-CPU einen thermischen Reißaus erleben würde. Des Weiteren ist der Turbo-Modus im UEFI-BIOS deaktiviert worden. Furmark 1.17.0 wird im Custom-Modus (1280x720 - non Fullscreen) betrieben. Die beiden zuletzt genannten synthetischen Last-Tools laufen parallel 30 Minuten lang. Für einen optimalen Airflow ist die Lüfter-Steuerung draußen untergerbracht. Wie zuvor erwähnt, lässt sich durch den Spalt zwischen Rahmen und Tempered-Glas-Element die Kabel verlegen. Einen 5,25" Schacht besitzt das Gehäuse dennoch nicht.
Nach Abschluss der Messverfahren werden die Werte mittels AIDA 64 notiert. Aus den in den Testläufen ermittelten Daten wird dann die Temperatur der CPU, in Abhängigkeit zur Umgebungstemperatur, die zuvor mit Hilfe eines separaten Thermometers gemessen wurde, ermittelt und dokumentiert. Um realistische Werte "wie man es gewohnt ist" zu bekommen, haben wir in unseren Tabellen jeweils 22 Grad Celsius Umgebungstemperatur hinzugerechnet. Als Maßeinheit wird dann logischer Weise auf Grad Celsius gesetzt. Natürlich ist das angewandte Verfahren nicht vor Messtoleranzen gefeit, was also Schwankungen im Bereich von 0,5 Grad Celsius bei den gemessenen Temperaturen möglich macht.
Temperaturmessung 12V
Natürlich ist auch eine solche Datenmenge nicht vor Messtoleranzen gefeit und so sind Schwankungen im Bereich von 0,5 Grad Celsius bei den gemessenen Temperaturen möglich. Diese Temperaturmessung haben wir auch bei einem offenen Aufbau angewandt, um die Kühlleistung mit dem des verbauten Zustandes vergleichen zu können.
Kurze Auswertung
Die 12V Messung zeigt, dass sich die Temperaturen etwas reduzieren, jedoch der Weg für ein potentes System ohne weiteres Eingreifen an der Lüfterkonstellation ist eher nicht zu empfehlen ist. Hier sollte man selbst nochmal Optimierungen realisieren.
Fazit
Das Thermaltake A500 TG ist das erste und bisher einzige Gehäuse der neuen "Aluminium"-Premium-Serie. Aluminium deshalb, weil Front und Top mit dem sandgestrahltem Nicht-Metall bestückt sind. Zwei große, X-förmige Tempered-Glas-Seitenteile stoßen direkt daran an und ergeben einen modernen Look. Lufteinlässe befinden sich an den Elementen, die Seitenteile verdecken diese teilweise. Im Inneren sind mehrere Festplatten-Käfige sowie drei Lüfter vorzufinden. Allerdings ist die Position derer eher ungünstig gewählt, selbst wenn man das Gehäuse für Wasserkühlungen auslegt, sind diese in den meisten Fällen überflüssig. Optimierte Festplatten-Käfige sind u. a. beim be quiet! Dark Base 900 Pro rev. 2 zu finden. Auch hätten es gern 140mm Lüfter sein dürfen, an Stelle von 120mm Ventilatoren.
Genau das zeigt auch der Performance-Test. Alle Komponenten, die in der großen Hauptkammer verweilen, erhitzten sich auch bei 12V Lüfterspannung sehr schnell. Allerdings können, und das ist sehr positiv, die Festplatten-Käfige herausgenommen oder in der Höhe verändert werden. Das macht auch den Einbau von Laufwerken besonders einfach, denn die Festplatte muss nicht mehr aufwändig in das Gehäuse positioniert, festgehalten und womöglich mit zwei Fingern festgeschraubt werden. Die Festplatten-Halterungen haben ein Schnell-Fixierungs-System, mit dem der Einbau sehr vereinfacht wird. Allerdings eignen sich die Halterungen nicht für eine Entkopplung der Laufwerke, es fehlt an gummierten Aufnahmen. Ein großes Manko stellt auch der gänzlich fehlende Staubschutzfilter hinter der Front dar, hier darf bei diesem Preisgefüge welches das Gehäuse abruft, sehr wohl dieses Feature erwarten.
Nichtsdestotrotz ist das A500 TG ein absoluter Hingucker, auch ohne Beleuchtung. Das moderne Design sowie die Aufmachung mit sandgestrahltem Aluminium erinnert etwas an Apple-Produkte - und erhöht damit die Wertigkeit. Wasserkühlungen kann das Case übrigens sehr gut aufnehmen, der Platz für Radiatoren- und Lüfterkombinationen ist defintiv gegeben. Auch die Gehäuse der neu aufgelegten Level 20 Serie eignen sich optimal für extreme Wasserkühlungen. Insgesamt haben wir ein optisch sehr ansprechendes Gehäuse angetroffen, bei dem die Aufteilung des Innenraums sowie das Kabelmanagement anderen Gehäusen überlegen ist. Allerdings bewegt man sich in einem Preisbereich von 200 EUR aufwärts in einem Segment, wo sich u.a. ein be quiet! Dark Base Pro 900 (Rev.2) oder ein Phanteks Evolv X (~200,- EUR) tummeln, und die Konkurrenz um so größer ist. Letztlich entscheidet aber wohl das subjektive Empfinden eines jenen. Kaufen kann man das Thermaltake A500 TG auch bei Amazon.
Thermaltake A500 TG | ||
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+ einfache Montage / Demontage der Seitenwände | - nur ausreichende Kühl-Perfomance |