Auch mit längerer Verweildauer auf dem Markt will die Entwicklung von Kühlern für den mächtigen Sockel TR4 nicht richtig in Schwung kommen. Lediglich vier Luftkühler sind bislang mit passendem Montagekit erhältlich. Bei All in One Wasserkühlungen sieht etwas besser aus. Zwar gibt es hier auch nur drei Modelle die speziell für den großen IHS der Threadripper Prozessoren entwickelt wurden, jedoch lassen sich mehrere Modelle per optionalem Kit umrüsten. Um eine Entscheidung für den Kauf der richtigen Kühlung zu vereinfachen, haben wir uns ein paar Kühler geschnappt und gegeneinander antreten lassen.
Wie gesagt ist die Auswahl an passenden Kühlern etwas mau. Gerade bei Luftkühlern ist das Angebot doch wirklich sehr überschaubar. Lediglich Arctic mit dem Freezer 33 TR sowie Noctua mit der NH-U-Serie haben sich bislang getraut, einen Luftkühler zu entwickeln der mit der enormen Abwärme der Threadripper CPUs zurechtkommen will. Besagte Modelle mussten sich in einem Praxistest beweisen und die Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Zudem haben wir die be quiet! Silent Loop 360 mit aufgenommen, da diese mit ihrem Kupferradiator und der quadratischen Kühlfläche etwas spezieller am AiO Markt auffällt. Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir das Roundup noch um weitere Kühler ergänzen, insofern noch welche den Markt erreichen. Zudem haben wir als Vertreter der Asetek Wasserkühlungen die Corsair H115i durch den Parcours gejagt.
Folgend die Links direkt zu der Einzelbetrachtung der Kühler.
▪ Arctic Freezer 33 TR
▪ be quiet! Silent Loop 360
▪ Corsair H115i
▪ Noctua NH-U9 TR4-SP3
▪ Noctua NH-U12S TR4-SP3
▪ Noctua NH-U14S TR4-SP3
AMD Threadripper Testsystem
Da wir unser eigentliches Kühler-Testsystem nicht zerpflücken wollten, wurden die Tests der Threadripper-Kühler auf dem Benchtable, also im offenen Aufbau, durchgeführt. Nicht nur, dass uns dieses Vorgehen aktuell den Aufwand erspart hat, die gesamte Hardware aus dem Phanteks Enthoo Luxe auszutauschen, wir sind som mit auch in Zukunft etwas flexibler, sollte uns ein weiterer Kühler erreichen. Denn der offene Aufbau legt keinerlei Begrenzungen auf was Radiatorgröße oder Kühlerhöhe angeht, auch wenn unser Testgehäuse hier bereits sehr großzügig ist.
Man sollte dabei beachten, dass die Temperaturen nicht eins zu eins auf den Betrieb in einem Gehäuse übertragbar sind. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Abwärme in einem Gehäuse, bedingt durch den Luftstrom, teilweise sogar besser ausfällt, als auf einem offenen Aufbau. Der Aufbau wurde bei uns durch eine Reeven Four Eyes touch ergänzt, welche vier Lüfter steuern kann und zudem auch bei Bedarf per Temperaturfühler vier Temperaturmesswerte aufnehmen kann.
Bei der Hardware kommt das MSI X399 SLI Plus zum Einsatz. Durch den relativ hohen Spannungswandlerkühler können Kompatibilitäsprobleme gut demonstriert werden. Im restlichen Aufbau ist der Unterschied zu anderen Platinen der Plattform nicht sehr groß. Bei der CPU fiel die Wahl auf den AMD Ryzen Threadripper 1950X. Die TDP von 180W fällt zwar identisch zu den anderen Prozessoren des Sockels aus, jedoch sorgen die 16 Kerne für ordentlich Abwärme. Beim Speicher vertrauen wir wieder auf den Corsair Vengeance LPX DDR4-3200 als Quad-Kit, da der flache Heatspreader die beste Vorraussetzung für allerlei Luftkühler darstellt.
AMD TR4 Hardware Setup | ![]() ![]() ![]() | ||
Prozessor: | AMD Threadripper 1950X | ||
Mainboard: | MSI X399 SLI Plus | ||
Storage: | Samsung 850 Evo 250GB | ||
RAM: | 16GB Corsair Vengeance LPX | ||
Netzteil: | be quiet! Dark Power Pro 11 - 550W | ||
Grafikkarte: | MSI GTX 970 | ||
Betriebssystem: | Windows 10 Pro x64 |
Testverfahren / Einstellungen
Die Belastung des Prozessors übernimmt Prime 95 v29.3 (In-place large FFTs), ein forderndes Belastungsprogramm, welches eine recht gleichbleibende Belastung der CPU bietet. Der Prozessor wird 20 Minuten lang belastet, am Ende der Belastungszeit Temperatur der CPU durch den AMD Ryzen Master ausgelesen. Die Steuerung der Lüfter realisieren wir mit einem Reeven Four Eyes Touch. Die verbauten Lüfter (sei es Radiator oder Luftkühler) werden in zwei Stufen fixiert betrieben. Neben den üblichen 1.000 U/min haben wir uns auch für moderate 1.500 U/min entschieden.
Aus den in den Testläufen ermittelten Daten errechnen wir dann die Temperatur der CPU in Abhängigkeit zur Umgebungstemperatur. Um realistische Werte "wie man es gewohnt ist" zu bekommen, wurden in den Tabellen jeweils 22 Grad Celsius Umgebungstemperatur hinzugerechnet. Somit sind die Angaben in den Tabellen Grad Celsius Angaben. Natürlich ist auch eine solche Datenmenge nicht vor Messtoleranzen gefeit und so sind Schwankungen, im Bereich von 0,5 Grad Celsius bei den gemessenen Temperaturen möglich.
Temperaturen bei Basistakt
Wie bereits eine Seite zuvor geschrieben, wurden alle Kühler unter identischen CPU-Bedingungen getestet. Die ermittelten Testergebnisse entsprechen ausschließlich denen der Komponenten unseres Testsystems. Abweichende Konfigurationen dieser Hardware-Zusammenstellung haben unausweichliche Änderungen der von uns erzielten und dargestellten Messwerte zur Folge. Neben der Fixierung des Takts sowie der Spannung des Prozessors, wurde auch die Drehzahl der Lüfter an den CPU-Kühlern auf 1.000 U/min und 1.500 U/min fixiert, so ergibt sich eine ideale Vergleichsgrundlage aller Modelle. Um weitere Messerwerte zu erhalten, haben wir die Kühler, insofern möglich, immer auch mit einem zweiten baugleichen Lüfter betrieben. Diese Werte wurden dann mit Dual gekennzeichnet.
Bereits bei der minimalsten Belastung und der geringsten Drehzahl stellte sich ein Bild ein, welches auch bei den anderen Einstellungen in ähnlicher Form wiederfinden zu ist. Die größeren Luftkühler von Noctua dominieren das Testfeld, dicht gefolgt von der Corsair H115i. Die Silent Loop rieht sich zwischen diesen und dem Zweikampf von Noctua NH-U9 und Arctic Freezer 33 TR ein. So richtig bedenklich sind die Temperaturen hier eigentlich bei keinem Kühler, ma sollte sich nur vor Augen führen, dass der Threadripper bereits bei einer Temeperatur von 68°C anfängt zu drosseln. Da wir aber mit Prime95 für mehr Auslastung sorgen, als es im Alltag auftreten sollte, dürften die hier gezeigten Werte wirklich auch als Maximum verstanden werden.
Erhöht man die Drehzahl der Lüfter, so geht der Schritt auch ein gutes Stück weg von der magischen Grenze. Alle Kühler können die Temperatur des 1950X noch einmal um etwa 4°C senken. Hier beginnt dann auch die Corsair H115i ihre Stärken auszuspielen, wohingegen die Silent Loop nun sogar von dem Freezer 33 TR mit Dual-Bestückung geschlagen wird. Insgesamt lässt sich erkennen, dass die Dual-Bestückung bei erhöhter Drehzahl nicht mehr ganz so effektiv ist, wie bei geringer.
Temperaturen bei geringem OC
Wie bereits eine Seite zuvor geschrieben, wurden alle Kühler unter identischen CPU-Bedingungen getestet. Die ermittelten Testergebnisse entsprechen ausschließlich denen der Komponenten unseres Testsystems. Abweichende Konfigurationen dieser Hardware-Zusammenstellung haben unausweichliche Änderungen der von uns erzielten und dargestellten Messwerte zur Folge. Neben der Fixierung des Takts sowie der Spannung des Prozessors, wurde auch die Drehzahl der Lüfter an den CPU-Kühlern auf 1.000 U/min und 1.500 U/min fixiert, so ergibt sich eine ideale Vergleichsgrundlage aller Modelle. Um weitere Messerwerte zu erhalten, haben wir die Kühler, insofern möglich, immer auch mit einem zweiten baugleichen Lüfter betrieben. Diese Werte wurden dann mit Dual gekennzeichnet.
Mit leichter Übertaktung und geringer Drehzahl weitet sich dann die Spanne der Temperaturen enorm. Während der Nochtua NH-U14S mit doppeltem Lüfter immer noch an der Spitze wie festgenagelt sitzt, kommt der Freezer 33 TR richtig ins schwitzen. OC ist hier also auf keinen Fall zu empfehlen, auch nicht mit zweitem Lüfter. Wir raten hier sogar davon ab, auch wenn man den Lüfter noch einmal 800 U/min höher betreiben lassen würde. Gleiches gilt für den Noctua NH-U9, welche nun auch an seine Grenzen stößt. Bei diesem Test kann die Corsair H115i soagr bei geringer Drehzahl zum Spitzenreiter aufschließen, wohingegen sich die Silent Loop mit dem NH-U12S mit lediglich einem 120mm Lüfter duelliert.
Bei erhöhter Drehzahl scheint auhc das hintere Testfeld wieder in annehmbare Temperaturbereiche zu rutschen. Dennoch ist ein OC wirklich nicht zu empfehlen. Selbst die Silent Loop hat hier immer noch ein wenig zu kämpfen und liegt nur knapp unter der 68°C Grenze. Im Sommer könnte es hier schon knapp werden. Überraschend ist, dass der NH-U12S hier noch eine spur effektiver arbeitet und etwas mehr Spielraum hat, obwohl Noctua ihn nicht für OC freigibt. Zwischen NH-U14S und H115i gibt es wieder kaum einen Unterschied bei Serientbestückung. Mit zweitem Lüfter bildet der Noctua Luftkühler wieder den Referenzwert.
Analyse der Kontaktfläche zum IHS
Nicht nur die reine Kernzahl der AMD Threadripper-Prozessoren hat für Aufsehen gesorgt, sondern vor allem auch der riesige IHS. Während die meisten Kühler mit dem schon größeren IHS der Intel 2011-3 und 2066 CPUs zurechtkommen und diese noch abdecken, ist dies in der Regel beim IHS der TR4 CPUs nicht mehr der Fall. Um einen besseren Eindruch zu erhalten, zeigt das folgende Bild die Größenunterschiede noch einmal deutlich.
Während es bei den AiOs teilweise keine Anpassung gab und dennoch eine Freigabe erfolgte, gehen andere Hersteller einen anderen Weg. Eine vergrößerte Kontaktfläche soll die Abwärme der bis zu 16 Kerne begünstigen und einer thermischen Drosselung entgegenwirken. Da die DIEs unter dem IHS nicht mittig sitzen, ist eine gewisse Konstruktion des Kühlplatte notwendig. Um besser aufzeigen zu können, ob der Kotakt gut gelöst wurde, haben wir uns mittels Schaubild und Maßstabsumrechnungen eine Folie mit dem genauen Sitz der Kerne angefertigt. Diese weist auch den Lochabstand des Sockels auf, sodass man sie exakt auf die Böden der Kühler auflegen kann.
Arctic Freezer 33 TR
Arctic hat die direct touch Fläche der Heatpipes so angeordnet, dass sie eigentlich alle vier Dies abdecken müsste. Der Abgleich mit der Musterfolie untermauert diese Vermutung eindeutig. Im Endeffekt scheint die Lösung sogar eigentlich sehr clever zu sein, da somit je zwei Heatpipes direkt die Abwärme eines Dies abführen können.
be quiet! Sielnt Loop 360
Die Silent Loop hat als eine der wenigen AiO Wasserkühlung bereits einen quadratischen Kühlerboden, welcher zudem auch realativ groß ausfällt. Unsere Schablone verdeutlicht noch einmal, dass eine realtiv gute Abedckung stattfindet bzw. alle vier Dies unter der Bodenplatte verschwinden. Der Abdruck hingegen lässt darauf schließen, dass über die weite Distanz der Halterung kein gleichmäßiger Druck auf den IHS ausgeübt wird bzw. die Bodenplatte leicht konvex ist. Zu den Schrauben in den Ecken verliert sie deshalb etwas den Kontakt zum IHS. Dies wird auch vermutlich der Grund für das vergleichsweise "schlechte" abschneiden sein. Denn bei Prozessoren mit kleinem IHS reichte der Kontakt immer so weit aus, dass die AiO ihre Power gut demonstrieren konnte.
Noctua NH-UXX TR4-SP3
Die Noctua Kühler können hier alle drei gemeinsam betrachtet werden, da sie eine identische Bodenplatte besitzen. Diese ist so groß, dass der gesamte IHS abgedeckt wird. Der Abdruck zeigt auch, dass der Kontakt sehr gleichmäßig ist und keine Bereiche ausgespart werden. Besser kann man die Bodenplatte eigentlich nicht umsetzen. Denn zusätzlich sorgt die große Masse bereits dafür, dass der Temperaturanstieg eher träge abläuft, statt sprunghaft anzusteigen.
Corsair H115i bzw. "Asetek Kühlung"
Als Vertreter der Asetek Kühlungen haben wir die Corsair H115i mit in den Vergleich aufgenommen. Denn falls es nicht bekannt ist, in der Threadripper Box befindet sich ein Montagekit für Asetek AiO Wasserkühlungen. Passend ist der Montagering z. B. auch bei der Arctic Liquid Freezer, Corsair H100i v2 und Thermaltake Water 3.0. Die Bodenplatte ist augenscheinlich nicht ganz so groß, dafür ist sie sehr eben. Zudem sieht man, dass die runde Bodenplatte alle vier DIEs abdeckt. Für eine effektive Nutzung muss man aber den gesamten Boden mit Wärmeleitpaste bestreichen und nicht auf die kleine Fläche vertrauen, die die Hersteller zumeist ab Werk auftragen. Ob man eine noch bessere Kühlleistung erreicht, wenn man die Halterung um eine Nase versetzt, haben wir nicht ausprobiert, allerdings dürften sich dann auch keine Schraube obehalb der DIEs befinden.
Arctic Freezer 33 TR
Der Arctic Freezer 33 TR tauchte eigentlich sehr schnell nach Launch des Sockels auf. Auch bei der Verfügbarkeit war man einer der ersten. Woran dies liegt, ist relativ einfach erklärt. Die Basis des Kühlers stellt nämlich der bereits länger erhältliche Arctic Freezer 33 dar, welcher hier jedoch für die besonderen Voraussetzungen des Prozessors angepasst wurde. Am meisten Ähnlichkeit besteht hier wohl zu dem Arctic Freezer 33 eSport Edition. Denn im Gegensatz zu den meisten anderen Modellen der Serie, ist auch dieser mit der schwarzen, thermischen Beschichtung versehen, welche durch mikro Turbulenzen den Wärmeabtransport erhöhen soll.
Auch der verwendete Lüfter ist identisch. Zum Einsatz kommt hier der Arctic Bionix F120, welcher mit einem breiten Drehzahlbereich (200 - 1800 U/min) und dem leisen FDB Lager (Fluid Dynamic Bearing) besticht. Warum man jedoch nicht, ebenso wie beim eSports Modell, einen zweiten Lüfter zur Serienbestückung macht, ist uns nicht ganz ersichtlich geworden. Besonders an dem Lüfter ist nämlich auch, dass das Kabel sozusagen ein Y-Adapter für einen zweiten Lüfter beinhaltet.
Unverändert blieb auch die Anzahl und Diemensionierung der Heatpipes. Vier 6mm Wärmeröhren übertragen per direct touch die Wärme des Prozessors zu den Finnen. Dabei sind sie leicht versetzt angeordnet, um einerseits die Wärme gleichmäßig zu verteilen, aber auch um die Luftführung durch den Kühler zu verbessern. Die weitreichenste Änderung erkennt man an der Kontaktfläche. Denn die vier Heatpipes bilden nun eine große, rechteckige Fläche. Der Hersteller hat hierbei darauf geeachtet, wo die Dies unter dem IHS sitzen, damit deren Wärme direkt aufgenommen werden kann.
Insgesamt macht der Kühlkörper einen guten Eindruck. Die Beschichtung wertet ihn optisch auf und wir konnten keine Mängel an unserem Exemplar entdecken. Natürlich waren wir sehr gespannt auf die Leistung des Freezer 33 TR, da die maximale TDP mit 200W angegeben ist, was nur knapp über der TDP des AMD Threadripper 1950X liegt. Um vermeintliche Engpässe zu umgehen, haben wir den Kühler mit einem weiteren Bionix F120 betrieben. Dafür werden an dem zweiten Lüfter kleine Gummi-Puffer angebracht, damit der Ansaugbereich nicht direkt an den Finnen beginnt. Durch den symmetrischen Aufbau und das schlanke Design dürften sich eigentlich keine Komplikationen ergeben.
Lieferumfang / Technische Daten
Der Lieferumfang enthält ein Montagekit, welches nicht nur den Sockel TR4 bedient, sondern auch bei den Sockeln 2066, 2011-3 und AM4 eingesetzt werden kann. Zudem sind zwei Klammern enthalten, welche die Montage eines zweiten Lüftes erlauben. Passend dazu sind auch die vier angesprochenen Gummi-Puffern vorhanden. Die Wärmeleitpaste (Arctic MX-4) kommt in einer Tüte und leider nicht in einer Tube. Man kann sie also nur einmal verwenden und das Auftragen fällt etwas schwerer. Der Lieferumfang des Bionix F120 haben wir nicht abgebildet. Hier sind aber auch lediglich vier "normale" Schrauben enthalten. Die Antleitung fällt bei beiden Produkten ähnlich aus. Sie ist als QR Code vorhanden und kann somit nur mit einem Smartphone dargestellt werden.
Arctic Freezer 33 TR | |
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Kühler-Typ | Tower-Kühler |
Abmessungen | 123 x 155 x 89 mm (B x H x T) - Höhe inkl. Lüfter |
Gewicht | 705 g (inkl. Lüfter) |
Sockel | Intel: 2011-3, 2066 AMD: TR4, AM4 |
Material | Bodenplatte: Kupfer (direct touch) Finnen: Aluminium Heatpipes: Kupfer |
Lüfter | 1x 120 mm 4-Pin-PWM (117 m²/h) - 0,5 Sone |
Besonderheiten | 4 Heatpipes (6mm) schwarze, thermische Beschichtung Kompatibilität zu anderen Sockeln |
Garantie | 10 Jahre |
Homepage | www.arctic.ac |
Straßenpreis | ~38€ |
Montage des Kühlers
Um den Arctic Freezer 33 TR montieren zu können, muss dieser etwas vorbereitet werden. Dies umfasst auch eine Demontage des Lüfters, da man sonst nicht an alle Bereiche gelangt. Auf beiden Seiten der Strebe oberhalb der Kontaktfläche werden zwei Brücken angeschraubt. Diese halten dank einer Nut auch mit einer Schraube sehr gut an Ort und Stelle.
Auch der Sockel muss vorbereitet werden. Auf die beiden Bereiche mit den Gewindehülsen werden eigene Halter angebracht. Beide Halter sind identisch aufgebaut bzw. mit den gleichen Bohrungen versehen, sodass man diese nicht vertauschen kann. Die nun vorhanden Gewindehülsen sind nun rechteckig symetrisch aufgebaut, sodass man auch hier den Kühler in beliebiger Richtung montieren könnte.
Nach dem auftragen der Wärmeleitpaste auf der Unterseite des Kühlers, kann dieser bereits aufgelegt werden und mit dem Sockel verschraubt werden. Die WLP wird hier auf dem Kühler aufgetragen, da die Kontaktfläche kleiner ausfällt, als der IHS. Eigentlich fällt die Montage relativ einfach aus, allerdings sind die verschiedenen Schrauben in der Anleitung nur schwer auseinanderzuhalten. Zudem würden wir uns, wie auch bei allen anderen Kühlern, einen anderen Kopf wünschen. Bei Imbus oder Torx würde unserer Meinung nach das Werkzeug besser Halt finden und der Schraubenkopf nicht so leicht verschleißen. Es wird auch keine Auskunft darüber gegeben, wie der Anpressdruck ausfallen soll bzw. ob die Schrauben komplett versenkt werden sollen. Möglich ist dies auf jeden Fall.
Hat man den Kühler verschraubt, kann der Lüfter wieder montiert werden. Wie man sieht, ragt der Lüfter leicht über den ersten RAM-Slot. Bei einer Vollbestückung sollte man also auf flache Heatspreader achten. Beim Spannungswandlerkühler gibt es keine Probleme. Auch zum ersten PCIe x16 Steckplatz ist genügend Spielraum vorhanden.
Fazit
Unsere Erwartungen an den Arctic Freezer 33 TR waren nicht nur auf Grund des günstigen Preispunktes eher zurückhaltend. Vor allem war uns nicht ganz klar, wie die erhöhte Kühlleistung lediglich durch die größere Bodenfläche erfolgen soll. Denn nur weil man mehr Wärmeenergie gleichzeitig aufnehmen kann, heißt das ja nciht automatisch, dass diese auch wieder ebenso schnell abgegeben werden kann. Denn eigentlich handelt es sich hier um das identische Modell wie beim normalen Freezer 33, welche nur bis 150W TDP ferigegeben ist. Daher waren die Ergebnisse um so überraschender, dass sich der günstige Kühler so wacker gegen das Heizkraftwerk AMD Threadripper 1950X stemmen konnte.
Zwar ordnet er sich immer ans Ende des Feldes, aber für den Alltag sollte der Freezer 33 TR dennoch ausreichend sein. Vor allem mit zweitem Lüfter und Airflow sollte es keine Engpässe geben. Gut gefallen hat uns auch die Optik und Verarbeitung. Die schwarze Beschichtung wertet den Kühler auf und die roten Akzente des Lüfters machen ihn etwas auffälliger. Gerade im Vergleich mit den Noctua Kühlern eine willkommende Optik. Auch der Lüfter selber ist wirklich gut gelungen. Bei 1000 U/min ist er subjektiv gesehen nicht zu unterscheiden vom Noctua NF-F12. Und das soll schon was heißen. Nett ist auch der integrierte Y-Adapter, welche leicht einen weiteren Lüfter einbindet.
Arctic Freezer 33 TR Günstigster TR4 Kühler mit gutem Lüfter, aber keinen Reserven - 04.01.2018 | ||
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Pro | Contra | ![]() |
+ eigentlich simple Montage ... | - ... mit kaum unterscheidbaren, günstig |
Auf Grund der ausreichenden Leistung des Arctic Freezer 33 TR für den Serienbetrieb, wollen wir nicht von einem Kauf abraten. Natürlich bleibt es fraglich, wer seine 900€ CPU mit einem Kühler für unter 40€ betreiben möchte. Mit diesem Preis liegt er insgesamt aber auch bei weitem unter den Kontrahenten. Wir verleihen dem Freezer 33 TR daher den Preis-Leistungs-Award.
be quiet! Silent Loop 360
Was sofort nach dem Auspacken auffällt ist die wertige Verarbeitung die nicht nur angewandt wurde, sondern die auch das Produkt gegenüber dem Anwender vermittelt. Der Radiator, welcher aller Vermutung nach wieder ein Modell aus Alphacool`s NexXxos-Serie ist, wurde gründlich lackiert. Zwischen den Kühlfinnen blickt leicht das Kupfer durch. Eines der größten Unterschiede zu den üblichen All in One Lösungen sind die verschraubten und nicht festen Fittinge an der Pumpe und dem Wärmetauscher. Diese können ggf. auch getauscht oder das System erweitert werden. Der Hersteller gibt es offiziell aber nicht als Feature mit an. Viel mehr riskiert man damit einen Garantieverlust, umsetzbar ist es dennoch.
Um auch engere System-Builds zu realisieren, hat man präventiv einen Knickschutz um die gesamte Schlauchlänge gelegt. Optisch springt dieser wenig bis kaum hervor, da alles in Schwarz gehalten ist. Ist. Die Schläuche selbst weisen eine Gesamtlänge von 42 Zentimeter auf und lassen, auch auf Grund des o.g. Knickschutzes, enge Biegeradien zu. Der Schlauch selbst wirkt recht flexibel und kann optisch wohl nicht jedermanns Geschmack sein. Nochmal kurz zum Radiator, dieser hat eine Bauhöhe von 30mm wie auch alle anderen Ausführungen im Silent Loop-Lineup. Unser Testobjekt weist eine Dicke von 55mm auf, mit verbauten Lüftern versteht sich.
Das Gehäuse der Pumpe bzw. deren Formgebung ist uns ja bereits von der Silent Loop 280 bekannt. Aber auch bei der schon älteren Fractal Design Kelvin (S24 oder S36) kam dieses Chassis und vermutlich auch die Technik darunter zum Einsatz. Laut be quiet! verbirgt sich unter der Abdeckung aber eine Neuentwicklung, die bisher bei keiner anderen All-in-One-Lösung zum Einsatz kommt bzw. kommen wird, sondern nur bei den Silent Loop Modellen. Die Pumpe ist „entkoppelt“ und mit einem „Reverse-Flow-Design“ ausgestattet, dass in Summe einen vibrationsarmen und leiseren Betrieb als gegenüber anderen Modellen ermöglichen soll. Die kleinere Version konnte beim Ersttest in 2016 vollends überzeugen. Gespannt waren wir also ob in der 360er Ausführung Unterschiede preisgeben werden. Die Auflösung gibt’s auf der nächsten Seite im Praxistest.
Des Weiteren befindet sich an der Pumpe auch ein Nachfüllstutzen um die Kühlflüssigkeit entweder aufzufüllen oder abzulassen zu können, sofern dies einmal notwendig sein sollte. Die Auflagefläche und zugleich Bodenplatte besteht ebenfalls aus Kupfer, wurde aber hochwertig vernickelt und hochglanz poliert. Die Pumpe selbst wird mit einer Umdrehungsgeschwindigkeit von 2200 U/min spezifiziert. Auf Grund der geschraubten Anschlüsse lassen sich die Schläuche an der Pumpe nicht per Winkel verstellen. Wer dies brauch, der rüstet wohl eh selbst nach. Zur Funktionsweise der Pumpe nochmal: be quiet! selbst betitelt die Pumpe als „weltweit einzige rückwärts laufende Pumpe im All in One Wasserkühlungsbereich“. Wofür steht das nun: Das Wasser im Kreislauf wird nicht über die Kühlfläche gepresst, sondern abgesaugt. Dies soll in der Praxis dazu führen, dass weniger Turbolenzen im Kreislauf bzw. Schlauch entstehen und schlussendlich weniger Betriebsgeräusche erzeugt werden.
Lieferumfang / Technische Daten
Der Lieferumfang und die Kartonage sind wieder umfangreich und schick anzusehen ausgeführt. Neben der Kühlung selbst, befinden sich die drei angesprochenen 120mm Pure Wings 2 PWM Lüfter mit im Karton, sowie eine kleine Tube Wärmeleitmaste mit „be quiet! Sticker“. Darüber hinaus liegt auch noch ein Y-Kabel dabei mit dem sich beide 4-PIN-Lüfterstränge zu einem PWM-Signal zusammenlegen lassen. Wie schon im damaligen Test vor rund einem Jahr gilt auch hier wieder: Wer die Fractal Design Kelvin in der Vergangenheit schon mal verbaut hatte, der wird sich mit dem Montagematerial auskennen, dieses ist nämlich absolut identisch im Vergleich zur Silent Loop Serie. Eine farblich gut bebilderte Montageanleitung in mehreren Sprachen liegt ebenfalls bei.
be quiet! Silent Loop 360 | |
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Kühler-Typ | All-In-One Wasserkühlung |
Anschlüsse | verschraubt |
Pumpe | 12V |
Sockel | Intel: 775, 1150, 1155, 1156, 1366, 2011, 2011-3, 2066 AMD: FM1, FM2(+), AM2(+) AM3(+), AM4, TR4, SP3 |
Material | Kupfer vernickelt (Bodenplatte), Kupfer (Radiator) |
Lüfter | - 3x Silent Wings 2 120mm Lüfter - Lautstärke ~ 36,9 dB(A) - Luftdurchsatz: 111m³/h |
Schläuche | Länge: 326mm |
Garantie | 3 Jahre |
Homepage | www.bequiet.com |
Straßenpreis | ~144€ |
Montage des Kühlers
Die Montage sieht auch beim Sockel TR4 ein paar Voreingriffe am Kühler vor. Zunächst muss man die Halterung am Gehäuse befestigen. Dazu werden beide Hälften mit großem Kraftaufwand von beiden seiten in die Führung geschoben. Dabei verhaken sich die hälften zu einer stabilen Vernindung. Ist dieser Schritt erfolgt, werden die Schrauben an der Halterung passend vormontiert. Das Konstrukt besteht dabei aus Schraube, Feder und Unterlegscheibe und wird mit einer Mutter befestigt. Ärgerlich ist hierbei, dass keine Anweisung für das Sockel TR4 Kit vorliegt. Wir haben uns daher am üblichen Vorgehen orientiert.
Danach kann man den Kühler bereits montieren. Wir haben auch bei der Silent Loop die Wärmeleitpaste auf den Kühlerboden aufgetragen, da dieser kleiner ausfällt, als der IHS. Wie üblich bei Wasserkühlern, bietet auch die Sielnt Loop eine 100% Kompatibilität was Mainboards, Speicher oder Grafikkarten angeht. Dies ist ein immer noch ein klarer Pluspunkt. Denn Platzprobleme wie bei mächtigen Luftkühlern braucht man nicht zu befürchten.
Die flexiblen Schläuche ließen uns genügend Spielraum eine altbekannte Montagelösung für den Radiator zu wählen. Die Halterungen sind sicherlich schon über 10 Jahre alt und wurden fürher benutzt, um den Radiator auf dem Gehäuse zu platzieren. Hier halten sie den 360mm Radiator knapp über dem Boden. Darunter befinden sich pustend die Sielnt Wings 2 Lüfter und drücken die Luft nach oben.
Fazit
Wir wollen nicht veschweigen, dass wir bei diesem Test etwas von der be quiet! Sielnt Loop 360 enttäuscht sind. Denn nicht nur der große Radiator ließ vermuten, dass sie sich weiter vorne ins Testfeld absetzen würde, auch die Ergebnisse der bisherigen Tests ließen dies vermuten. Aber scheinbar ist der Boden einfach nicht für eine so große ebene Fläche ausgelegt. Wie sich feststellen ließ, ist die Auflagefläche zwar groß genug um alle DIEs abzudecken, aber an den Ecken zu den Schrauben hin, scheint sie leicht konvex. Dadruch werden die äußeren Bereiche der beiden DIEs nicht mehr direkt vom Kühler berührt - schade! Ansonsten ist die Silent Loop 360 natürlich eine echt gute AiO Wasserkühlung, welche die mächtigen 180W TDP auch ausreichend wegsteckt. Als Note wäre wohl befriedigend eher angebracht. Denn Lautstärke der Pumpe und Kompatibilität machen die mittelmäßige Kühlleistung wieder wett.
be quiet! Silent Loop 360 An sich gute AiO, welche aber nicht unbedingt für Threadripper die optimale Wahl ist - 04.01.2018 | ||
Luftkühlung Testberichte | Hersteller-Homepage | Bei Amazon kaufen |
Pro | Contra | ![]() |
+ hochwertige Verarbeitung / Materialwahl | - Lüfter bei 12V deutlich hörbar |
Dennoch wollen wir der Silent Loop in diesem Roundup keinen Award verleihen. Denn eine wirkliche Empfehlung ist sie auf Grund des konvexen Bodens für Threadripper nicht. Zudem kostest sie in diesem Vergleich am meisten, münzt den Kaufpreis aber nicht in Leistung um. Die Qualität ist an sich natürlich hervorragend, weshalb wir sie weiterhin für Intel Prozessoren mit konkaven IHS uneingeschränkt empfehlen.
Schlusswort nochmal: Das o.g. Fazit ist explicit in Verwendung einer AMD Threadripper CPU zu verstehen. In unsererem S.1155 Testsystem erzielte diese Kühlung Bestwerte.
Corsair H115i
Der Loop überzeugt optisch eher mit Understatement. Die Farbe Schwarz ist sehr dominant und wird nur durch zwei Silberne Kunststoff-Applikationen aufgelockert. Eine davon befindet sich jeweils an den Seiten des Radiators. Die Zierleiste befindet sich dort wie eine Art Inlay in einer passenden Bucht. Auch wenn der Radiator im Gehäuse verschwindet, finden wir es nett, dass Corsair auch hier einen optischen Tupfer setzt. Hierdurch wirken die Wärmetauscher auch nicht so billig, wie es bei anderen AiOs der Fall ist. Die Anschlüsse der Schläuche sind gerade ausgeführt und sind nicht modular.
Eine Nachfüllöffnung ist nicht vorhanden. Der Hersteller scheint also darauf zu vertrauen, dass während der fünf jährigen Garantiezeit keine Flüssigkeit durch Verdunstung verschwindet oder ein Wechsel der selbigen von Nöten wäre. Die Schläuche sind durch ein sehr engmaschiges Sleeve versehen. Auch wenn der Einsatz von Stoff hier Flexibilität suggeriert, sind die Schläuche eher steif und störrisch zu verlegen. Enge Radien sind damit nicht möglich. In Verbindung mit einer Schlauchlänge von ~37cm, könnte sich in kleinen Gehäusen damit das eine oder andere Problem ergeben. Wir nehmen an, dass die strapazierfähigen Schläuchen einer Absicherung vor Schäden und Knicken geschuldet sind.
Die Anbringung an der Kühler-Pumpen-Einheit spielt hier auch eine entscheidende Rolle. Denn während bei manchen Konkurrenzprodukten die Schläuche in drehbaren Anschlüssen münden, treffen sie hier geradlinig und fest auf den Kühler. Hinderlich ist dies nicht nur bei der Montage generell, sondern vor allem dann, wenn man den Kühler auf dem Sockel gemäß des Schriftzugs orientieren möchte. Wir konnten feststellen, dass für einen waagerechten Schriftzug eine Anbringung des Radiators im Deckel mit den Anschlüssen nach hinten gerichtet die optimalste Lösung ist. Die eigentlich runde Bauform wird von einem achteckigen Kunststoffgehäuse verborgen, welche auf dem Top eine weitere silberne Applikation vorweist. Hier ist auch die RGB-Beleuchtung untergebracht. Per Corsair Link lässt sich der Schriftzug und der Spalt darüber und darunter in verschiedenen Farben zum Leichten bringen.
Schaut man sich den Kühler von unten genauer an, so sieht man, dass das Gehäuse mit Schaumstoff gefüllt wurde. Wir nehmen an, dass dies etwaige Vibrationen auf das Gehäuse dämpfen soll. Das verwendete Material des Gehäuses wirkt etwas billig. Auch wird hier offensichtlich, warum dem Lieferumfang keine Wärmeleitpaste beiliegt. Denn diese ist bei beiden Wasserkühlungen bereits aufgetragen. Wir haben diese natürlich zwecks der Vergleichbarkeit entfernt und im Test durch die Arctic MX-4 ersetzt, auch, weil dioe angebrachte Flächedeutlich zu klein ist und wir den gesamten Boden ausnutzen wollten. Unter der Paste erwartet einem ein leicht geschliffener Kupferboden. Wir hätten uns an dieser Stelle eine Vernickelung gewünscht. Nicht wegen der Optik, sondern weil man dann einerseits auch Flüssigmetall Wärmeleitpaste verwenden könnte und vor allem, weil damit chemisch Prozesse zwischen dem Aluminium-Radiator und dem Kupfer-Boden vermieden werden könnten.
Lieferumfang / Technische Daten
Der Lieferumfang der Corsair H115i beinhaltet zwei Montagesätze für AMD und Intel Systeme. Diese Bestehen einerseits aus dem Montage-Ring und der Backplate sowie den zugeörigen Schrauben bzw. Rändelmuttern. Ansonsten sind noch die Schrauben samt Scheiben zur Befestigung des Radiators sowie Schrauben zur Befestigung der Lüfter enthalten. Natürlich sind auch zwei Lüfter vorhanden. Für den Corsair Link liegt auch ein USB Kabel bei zur internen Verbindung mit dem Mainboard. Das zusätzliche Retentionskit für Threadripper liegt verborgen in der Box des Prozessors.
Corsair H115i | |
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Kühler-Typ | All-In-One Wasserkühlung |
Anschlüsse | fest angebracht |
Pumpe | 12V |
Sockel | Intel: 1150, 1155, 1156, 2011, 2011-3, 2066 AMD: FM1, FM2(+), AM2(+) AM3(+), AM4, TR4, SP3 |
Material | Kupfer (Bodenplatte), Aluminium (Radiator) |
Lüfter | - 2x Corsair SP140 140mm Lüfter - Lautstärke ~ 40 dB(A) - Luftdurchsatz: 177,8m³/h |
Schläuche | Länge: 37cm |
Garantie | 5 Jahre |
Homepage | www.corsair.de |
Straßenpreis | ~125€ |
Montage des Kühlers
Die Montage ist denkbar einfach und fällt vergleichbar leicht und wenig umfangreich wie beim Noctua NH-U9 TR4-SP3 aus. Die Vorbereitung besteht darin, dass man das Retentionskit auf die Pumpeneinheit aufsteckt und dann ein wenig zur Siet dreht. Das war es schon. Danach bestreicht man am besten den Kühlerboden mit Wärmeleitpaste und kann den Kühler bereits auflegen. Dann braucht man nur noch die vier Schrauben mit einem Schraubendreher festziehen. Wie immer über Kreuz.
Wie auch bei der Silent Loop ist in alle Richtungen viel Platz vorhanden. Jedoch sind die Schläuche hier so steif, dass wir wieder auf unser bewähretes System mit der Montage am Benchtable ausgewichen sind. Umständlicherweise mussten wir auch wieder das USB Kabel für den Corsair Link verlegen, da wir die Pumpe immer im Performance Modus betreiben wollten. Die Lüfter haben wir hingegen wieder per Lüftersteuerung kontrolliert und nicht per AiO.
Fazit
Für uns ist die Corsair H115i eine der größten Überraschungen in diesem Test. Denn im regulären Kühlertest-System schnitt sie zwar gut ab, jedoch hätten wir auf Grund der klein wirkenden Bodenplatte nicht damit gerechnet, dass sie auf dem Threadripper auch gut performen würde. Sie wird zwar in der Regel durch den Noctua NH-U14S TR4-SP3 geschlagen, hat aber auch mehr als genug Reserven für die CPU. Auch im Sommer sollte es mit dieser Wasserkühlung keine Probleme geben dürfen. Nicht zu vergessen ist, dass das Montage-Kit für den Sockel TR4 beim Prozessor selber beiliegt und man es nicht extra bestellen muss. Die Montage an sich fällt wieder gewohnt einfach aus. Ein Vorteil ist auch durch die Freiheit um den Sockel gegeben. Arbeitsspeicher und Grafikkarte machen in keinem Fall Probleme. Als Repräsentant für die anderen Asetek Kühlungen macht tut sich die H115i optisch noch ein wenig hervor. Denn durch Sleeve an den Schläuchen, silbernen Kunstofflementen und der Beleuchtung bietet sie gleich drei Alleinstellungsmerkmale. Die Lüfter sind Lautstärketechnisch nicht besonders gut, jedoch erfüllen sie ihre Aufgabe sehr gut. Alles in allem kann man die Corsair H115i durchaus für den Sockel TR4 empfehlen.
Corsair H115i Bezwingt Threadripper zufriedenstellend trotz der nicht kompletten Abdeckung - 04.01.2018 | ||
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+ gute Kühleigenschaft | - starre Schläuche |
Die Corsair H115i AiO Wasserkühlung konnte bereits bei den gezeigten Drehzahlen sehr gut abschneiden. Nicht zu vergessen ist aber, dass die Lüfter auch Spiel nach oben haben, im Gegensatz zu den Noctua Derivaten. Daher vermuten wir hier auch noch etwas mehr Spielraum, welcher aber dann mit viel Lautstärke erkauft wird.
Noctua NH-U9 TR4-SP3
Der Noctua NH-U9 TR4-SP3 stellt das kleinste Modell des Noctua Trios dar. Der Kühler setzt auf Lüfter mit 92mm Rahmenbreite, dafür wird er aber auch gleich mit zwei Stück ausgeliefert. Der Kühlkörper selber kommt auf einen sehr kleinen Fußabdruck. Die Fläche des Finnen-Quaders ist annähernd so groß wie der Sockel AMD TR4. Auch mit seiner geringen Höhe von gerade einmal 125mm fällt er in in diesem Roundup besonders auf. Damit kann er auch in sehr kompakten Systemen und auch den meisten 4HE Gehäusen benutzt werden.
Erstaunlich ist dabei, dass der winzig erscheinende Kühler mit sechs 6mm Heatpipes versehen werden konnte. Wie man an der Oberseite sieht, wäre für mehr wirklich kein Platz vorhanden. Im Vergleich mit dem NH-U9S hat man also eine Wärmeröhre mehr untergebracht, aber im gleichen Zug auch auf die asymmetrische Bauweise verzichtet. Denn durch die Umrahmung des Sockels durch die RAM-Slots, würde der Kühler an anderer Stelle überstehen. In typischer Noctua-Manier sind die Aluminiumfinnen und Kupfer-Heatpipes natürlich vernickelt. Gleiches gilt für die neue Bodenplatte.
Hier liegt wohl die größte Veränderung vor. Denn um den IHS der AMD Threadripper Prozessoren komplett abzudecken, wurde die Bodenplatte auf 70x56mm vergrößert. Im Vergleich mit herkömmlichen Bodenplatten ist diese doppelt so groß. Die vernickelte Kupferbodenplatte weist noch leichte Spuren vom ausdrehen auf, wirkt aber dennoch sehr eben.
Bei den beiden Lüftern handelt es sich um die Noctua NF-A9 PWM Lüfter. Ausgestatt mit Entkopplern an den Ecken und dem selbststabilisierende Öldruck Lager (Self-Stabilising Oil-Pressure; kurz SSO-Lager) der zweiten Generation arbeiten sie extrem laufruhig und verursachen durch viele Optimierung auch bei hoher Drehzahl kaum Luftgeräusche.
Lieferumfang / Technische Daten
Im Lieferumfang ist kein Montagesystem vorzufinden, da alles Nötige bereits am Kühler befestigt ist. Damit man den Kühler aber verschrauben kann, ist ein Imbus-Schlüssel vorhanden. Weiterhin liegt eine Montageanleitung vor sowie ein Noctua Batch. Zudem ist ein Y-Adapter sowie zwei Low-Noise Adapter (Drehzal wird von maximal 2000 auf 1550 U/min gesenkt) enthalten. Fehlen darf auch die Noctua NH-H1 Wärmeleitpaste natürlich nicht, welche hier in einer großzügigen Tube vorliegt.
Noctua NH-U9 TR4-SP3 | |
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Kühler-Typ | Tower-Kühler |
Abmessungen | 95 x 125 x 120 mm (B x H x T) - Höhe inkl. Lüfter |
Gewicht | 895 g (inkl. Lüfter) |
Sockel | AMD: TR4, SP3 |
Material | Bodenplatte: Kupfer (vernickelt) Finnen: Aluminium (vernickelt) Heatpipes: Kupfer (vernickelt) |
Lüfter | 2x 92 mm 4-Pin-PWM (78,9 m²/h) - 22,8 db(A) |
Besonderheiten | 6 Heatpipes Zwei Lüfter enthalten sehr flache Bauweise |
Garantie | 6 Jahre |
Homepage | www.noctua.at |
Straßenpreis | ~65€ |
Montage des Kühlers
Das Montage-Prinzip nennt Noctua auch bei der TR4-SP3 Version noch immer SecuFirm2. Einfacher als bei diesem Kühler kann die Montage eigentlich nicht ausfallen. Denn es ist wirklich bereits alles vorbereitet. Die Schrauben zur Arretierung sind an den Brücken befestigt und verfügen über schwarze Federn. Man muss den Kühler lediglich mit Wärmeleitpaste versehen (oder die CPU), um ihn dann passend aufzusetzen.
Anschließend kann man bereits mit dem beiliegenden Imbus-Schlüssel die vier Schrauben fixieren. Dabei ist darauf zu achten, dass man kreuzweise vorgeht. Da der Kühler so kompakt ist, müssen dafür nicht einmal die beiden LKüfter demontiert werden. Ratsam ist es aber, den Arbeitsspeicher vorab einzustecken. Denn wie man sieht, überragen die beiden Lüfter sogar die ersten beiden Slots. Flacher Arbeitsspeicher ist bei diesem Kühler also Pflicht. Etwas Speilraum hat man zwar nach oben, indem man die Lüfter weiter nach oben versetzt, aber dann werden nicht mehr alle Finnen umströmt.
In alle anderen Richtungen sollte auf jedem beliebeigen TR4 Mainboard genügend Spielraum vorhanden sein. Ob Spannungswandlerkühler oder PCIe x16 Steckplatz, Kompatibilitätsprobleme dürfte es wirklich nicht geben. Etwas umständlich finden wir die Auslgeung der Kabel. Denn die realtiv steifen Kabel der Lüfter sind bereits sehr lang und können durch den Y-Adapter noch schlechter verlegt werden.
Fazit
Der kleine Noctua NH-U9 TR4-SP3 hat durch seine Größe bzw. geringe Höhe auf jeden Fall ein Alleinstellungsmerkmal. Ob sich noch andere Hersteller an einem Kühler versuchen, welcher lediglich auf 92mm Lüfter setzt, bleibt zu bezweifeln. Die Kühlleistung bleibt natürlich etwas auf der Strecke, sollte aber im Alltag ausreichend sein. Vor allem dann, wenn man einen leichten Airflow im Gehäuse vorfindet. Bedenkt man, dass Noctua selber von einem OC absieht, ist die Leistung genau in den Spektrum wo man es erwarten würde. Neben der geringen Höhe spricht aber auch die typisch gute Verarbeitung für den Kühler. Makel sind nicht aufzufinden und die komplette Vernicklung des Kühlers ist immer noch fast einzigartig. Auch die Lüfter gefallen sehr gut. Bei niedriegen Drehzahlen sind sind so gut wie nicht wahrzunehmen und können mit der passenden Lüftersteuerung für einen angenehmen Arbeitsalltag sorgen.
Die Kritik bei der Farbgestaltung können wir uns aber auch hier nicht verkneifen. Das Ocker und Braun ist einfach immer noch gewöhnungsbedürftig. Sollte der Kühler in einem 4HE Gehäuse verschwinden, was durchaus möglich ist, sollte diese Kritik aber nicht gewichtet werden. Die Montage ist beinahe so leicht zu erledigen, wie bei den getesteten AiO Wasserkühlungen, da man vollen Zugriff auf die Schrauben hat. Für Laien eine perfekte Umsetzung! Der Preis ist allerdings ein leichter Knackpunkt. Denn ist man nicht auf die Größe angewiesen stellt der NH-U12S die bessere Wahl zum selben Preis dar.
Leistungstechnisch liegt der Noctua NH-U9 zwar nicht im vorderen Feld, dennoch beeindruckt die Leistung des Zwergs. Dadurch, dass es vermutlich der einzige Kühler für TR4 Kühler bleibt, welcher auf eine so geringe Bauhöhe vertraut, verleihen wir ihm den Innovations-Award.
Noctua NH-U9 TR4-SP3 Sehr kleiner Kühler mit genug Leistung für den Alltag - 04.01.2018 | ||
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+ ausreichende Kühlleistung ... | - ... aber keine Reserven |
Noctua NH-U12S TR4-SP3
Beim Noctua NH-U12S TR3-SP3 sind die Änderungen im Vergleich zur "normalen" Variante wesentlich weniger umfangreich, als dies beim NH-U9 der Fall ist. Man könnte sagen, dass es eigentlich bis auf die Bodenplatte und die Montage keine Unterschiede gibt. Das Threadripper-Modell baut also auch auf einem schlanken Finnen-Block auf, welcher von fünf 6mm Heatpipes mit der Abwärme der CPU versorgt wird. Natürlich sind auch hier die Aluminium-Finnen, die Kupfer-Heatpipes sowie die Kupfer-Bodenplatte allesamt vernickelt. Auch die Verlötung der Finnen und Röhren wurde selbstredentd nicht eingespart.
Bei der Seitenansicht sieht man, dass der Bereich der Finnen kaum breiter als ein 25mm Lüfter ist. Für mehr Heatpipes wäre also kaum Platz vorhanden gewesen. Zudem hat man diese bereits versetzt untergebracht, da nebeneinander technisch nicht möglich gewesen wäre. Zusätzlich soll diese Anordnung aber auch die Wärmeverteilung begünstigen. Zur Seite hin sind die Finnen wie üblich auch abgedichtet, sodass der Luftstrom zwangsläufig die gesamten Finnen umströmen muss.
Das vormontierte Befestigungsmaterial ist eigentlich identisch zu den beiden anderen Noctua Kühlern, jedoch werden im Gegensatz zum NH-U9 die "oberen" Schrauben etwas überdeckt. Da der Imbus über einen runden Kopf verfügt, gelingt die Montage aber dennoch gut. Als Lüfter wird ein Noctua NF-F12 PWM Lüfter in der markentypischen Farbe eingesetzt. Mit einem Drehzalband von 300 bis 1500 U/min deckt er einen großen Bereich ab. Bekannterweise arbeiten die Lüfter des Herstellers sehr laufruhig. Etwaige Schwingungen werden von den Gummi-Ecken gedämpft.
Lieferumfang / Technische Daten
Der Lieferumfang des NH-U12S TR4-SP3 unterscheidet sich kaum zum NH-U14S TR4-SP3, aber ein wenig zum NH-U9 TR4-SP3. Gemeinsam haben sie alle eine ausführliche Anleitung, die Wärmeleitpaste NH-H1, den Sticker sowie den Imbus-Schlüssel. Auch Low-Noise Adapter sind immer vorhanden, hier und beim größeren Modell aber nur einer. Gemeinsam haben der U12S und U14S auch die zusätzlichen Lüfterklammern sowie dickere Gummi-Ecken für einen weiteren Lüfter.
Noctua NH-U12S TR4-SP3 | |
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Kühler-Typ | Tower-Kühler |
Abmessungen | 125 x 158 x 71 mm (B x H x T) - Höhe inkl. Lüfter |
Gewicht | 870 g (inkl. Lüfter) |
Sockel | AMD: TR4, SP3 |
Material | Bodenplatte: Kupfer (vernickelt) Finnen: Aluminium (vernickelt) Heatpipes: Kupfer (vernickelt) |
Lüfter | 1x 120 mm 4-Pin-PWM (93,4 m²/h) - 22,4 db(A) |
Besonderheiten | 5 Heatpipes vernickelt Low Noise Adapter Sandwich Betrieb möglich |
Garantie | 6 Jahre |
Homepage | www.noctua.at |
Straßenpreis | ~65€ |
Montage des Kühlers
Das Montage-Prinzip nennt Noctua auch bei der TR4-SP3 Version noch immer SecuFirm2. Einfacher als bei diesem Kühler kann die Montage eigentlich nicht ausfallen. Denn es ist wirklich bereits alles vorbereitet. Die Schrauben zu arretierung sind an den Brücken befestigt und verfügen über schwarze Federn. Man muss den Kühler lediglich mit Wärmeleitpaste versehen (oder die CPU), um ihn dann passend aufzusetzen.
Wie man im Hintergrund leicht erkennen kann, werden die beiden oberen Schrauben etwas von den Finnen überragt. Dennoch fällt die Montage auch hier sehr simpel aus. Als Vorbereitung muss man jedoch den Lüfter entfernen, da man sonst kein Chance hat, an die Schrauben zu gelangen. Bei der Kompatibilität gibt es eigentlich auch nichts zu bemängeln.
Denn selbst der hohe Spannungswandlerkühler des MSI X399 SLI Plus stellt kein Hindernis dar. Sollte in dieser Hinsicht trotzdem irgendein Problem vorliegen, lässt sich der gesamte Kühler in zwei Stufen noch um ein paar Millimeter versetzen. Dazu muss man die beiden Brücken mit zwei Schrauben lösen und kann diese dann umsetzten. Dann liegt aber die Bodenplatte ggf. nicht mehr komplett auf dem IHS auf.
Aber auch im Bezug auf den Platz zwischen der Grafikkarte und dem Kühler wäre dieses Vorgehen möglich. Tatsächlich ist hier genügend Platz vorhanden, auch wenn der Pixelbeschleuniger über eine Backplate verfügen würde. Das schlanke Design wirkt sich so aus, dass mit moniteren Lüfter lediglich der erste RAM-Slot überragt wird. Dies sollte man im Hinterkopf behalten, möchte man eine Vollbestückung realisieren. Denn nicht nur, dass man die nahen Riegel nicht einstecken könnte, man muss zwangsläufig auf flache Heatspreader setzen. Zwar kann man auch hier den Lüfter etwas nach oben versetzen, aber auch hier würden dann nicht mehr alle Finnen umströmt werden. Mit zweitem Lüfter wird es zudem noch etwas kanpp zum zweiten Slot, da der Lüfter mit den dickeren Gummi-Ecken montiert werden sollte.
Fazit
Durch die größere Fläche und auch den größeren Lüfter kann sich der Noctua NH-U12S TR4-SP3 schon ein gutes Stück vom kleineren Bruder absetzen. Auch wenn Noctua selber auch hier kein OC empfielt, scheinen die Leistungsreserven allerdings schon wesentlich höher auszufallen. Und das, obwohl eine Heatpipe weniger zum Einsatz kommt. Erstaunlich. Ansonsten bleibt auch bei diesem österreichischem Kühler zu sagen, dass die Verarbeitung auf einem Top Niveau ist. Die Montage ist auch hier gut umgesetzt und stellt auch ungeübte Hände nicht auf die Probe. Der Lüfter gefällt auch sehr gut. Bei knapp 1000 U/min läuft er an der Grenze zum Silent-Betrieb. Etwas weiter unten wird auch er beinahe unhörbar. Schnallt man einen weiteren optionalen Lüfter auf, so erhält man einen leisen und dennoch starken Kühler. Wir denken, sieht man von OC ab, erhält man bereits hier einen sehr ordentlichen Kühler, welcher jede Alltagssituation bewältigen sollte. Preislich liegt man auch im noch vertretbaren Rahmen. Die Kühlleistung ist nicht weit vom etwas teurerem NH-U14S entfernt, liegt aber z. B. weit unterhalb von AiO Wasserkühlungen mit denen er teilweise auch gut mithält.
Die gute Kühlleistung ist zwar wichtig bzw. der wichtigste Punk eines Kühlers, aber auch die Lautstärke spielt in den meisten Systemen eine sehr wichtige Rolle. Und hier kann der NH-U12S besonders glänzen. Denn der Lüfter läuft sehr ruhig und ist bei niedrigen Drehzahlen kaum zu hören. Daher erhält er den Silent-Award.
Noctua NH-U12S TR4-SP3 Ein guter Kompromiss aus Größe und Leistung - 04.01.2018 | ||
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+ gute Kühlleistung | - |
Noctua NH-U14S TR4-SP3
Wie auch beim NH-U12S TR4-SP3, fallen die Veränderung des NH-U14S TR4-SP3 gegenüber der regulären Variante sehr gering aus. Lediglich die Bodenplatte und das Befestigungsprinzip sind nicht identisch. Man könnte Noctua natürlich vorwerfen, dass das einfallslos ist, aber auf der anderen Seite wäre es auch quatsch den Stuhl neu zu erfinden. Denn der NH-U14S ist bereits ein sehr guter Kühler. Vergleicht man ihn mit dem kleineren Modell, sind die Unterschiede nicht nur durch den größeren Lüfter und die zusätzliche Heatpipe gegeben.
Der Kühler ist noch eine Ecke gewaltiger und kommt insgesamt auf eine Finnenfläche von mehr als 6000cm². Natürlich hängt das damit zusammen, dass er in der Breite und Tiefe etwas größer ausfällt. Deshalb wächst auch der Lüfter etwas an. Zum Einsatz kommt der Noctua NF-A15. Es handelt sich dabei um einen 140mm Lüfter, welcher jedoch auf die Bohrungen eines 120mm Lüfters setzt. Somit ist der Rahmen insgesamt nicht so wuchtig.
Durch die größeren Ausmaße ist auch mehr Raum vorhanden Heatpipes unterzubringen. Sechs Heatpipes finden hier also ihren Weg von der großen Bodenplatte zu den Finnen. Mit diesen sind sie verlötet und sind durch die Vernicklung nicht nur vor Korrosion geschützt, sondern auch schick anzusehen. Schaut man sich die Bodenplatte an, scheint es so, als ob ein noch größerer Ausbau nicht zu realisieren wäre.
Lieferumfang / Technische Daten
Der Lieferumfang des NH-U14S TR4-SP3 unterschiedet sich kaum zum NH-U12S TR4-SP3, aber ein wenig zum NH-U9 TR4-SP3. Gemeinsam haben sie alle eine ausführliche Anleitung, die Wärmeleitpaste NH-H1, den Sticker sowie den Imbus-Schlüssel. Auch Low-Noise Adapter sind immer vorhanden, hier und beim kleineren Modell aber nur einer. Gemeinsam haben der U14S und U12S auch die zusätzlichen Lüfterklammern sowie dickere Gummi-Ecken für einen weiteren Lüfter.
Noctua NH-U14S TR4-SP3 | |
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Kühler-Typ | Tower-Kühler |
Abmessungen | 150 x 165 x 78 mm (B x H x T) - inkl. Lüfter |
Gewicht | 1,03 kg (inkl. Lüfter) |
Sockel | AMD: TR4, SP3 |
Material | Bodenplatte: Kupfer (vernickelt) Finnen: Aluminium (vernickelt) Heatpipes: Kupfer (vernickelt) |
Lüfter | 1x 140 mm 4-Pin-PWM (140,2 m²/h) - 24,6 db(A) |
Besonderheiten | 6 Heatpipes komplett vernickelt zweiter Lüfter möglich |
Garantie | 6 Jahre |
Homepage | www.noctua.at |
Straßenpreis | ~73€ |
Montage des Kühlers
Das Montage-Prinzip nennt Noctua auch bei der TR4-SP3 Version noch immer SecuFirm2. Einfacher als bei diesem Kühler kann die Montage eigentlich nicht ausfallen. Denn es ist wirklich bereits alles vorbereitet. Die Schrauben zu arretierung sind an den Brücken befestigt und verfügen über schwarze Federn. Man muss den Kühler lediglich mit Wärmeleitpaste versehen (oder die CPU), um ihn dann passend aufzusetzen. Bei der Verschraubung muss der Lüfter demontiert sein, da dieser ein Erreichen verhindert. Ansonsten klappt die Montage auch hier gewohnt einfach.
Im Gegensatz zu den anderen Noctua Kühlern wird es hier zum ersten mal richtig eng. Die nach Außen verlaufenden Heatpipes laufen knapp am MOSFET-Kühler entlang und auch die Finnen ragen knapp über diesen. Auf der anderen Seite geht der Kühler in Tuchfühlung mit der Grafikkarte. Eine Berührung findet zwar nicht statt, aber es geht kaum noch ein Blatt Papier durch den Spalt. Hier sollte man nach der Montage genau hinschauen, dass es nicht zu Kurzschlüssen kommt. Ansonsten evtl. den Kühler über die angesprochene Verstellung leicht umsetzen. Eng wird es auch beim Arbeitsspeicher. Der erste Steckplatz wird vom Lüfter überragt und verhindert ausladende Heatspreader. Auch hier kann man Anmerken, dass der Lüfter weiter nach oben montiert werden könnte.
Mit zweitem Lüfter erhält man einen sehr mächtigen Kühler, der auch ein solzes Gewicht auf die Waage bringt. Ob Noctua diese Konstruktion durch einen Dual-Tower noch toppen will, wissen wir nicht. Da aber auch hier bereits der RAM leicht im Weg ist, dürfte das das geringeste Problem darstellen.
Fazit
Der Noctua NH-U14S TR4-SP3 stellt aktuell den Platzhirsch der Luftkühler für den AMD Threadripper dar. Der gewaltige Kühler mit extrem viel Kühlfläche und großem 140mm Lüfter, glänzt dabei nicht nur durch die sehr gute Kühlleistung, sondern natürlich auch durch die gewohnt hohe Verarbeitungsqualität. Nickelschicht und Lüfter lassen bei unserem Testsample keinerlei Grund zur Beanstandung zu. Die Montage fällt bei diesem Modell ebenso leicht, wie auch beiden kleineren Kühlern. Insgesamt steht einem jedoch wesetnlich weniger Platz zur Verfügung. Montage-Schritte sollten also mehr oder weniger geplant werden.
Durch die schiere Größe muss man zudem darauf achten, dass genügend Platz zu anderen Bauteilen besteht. Das von uns genutzte MSI X399 SLI Plus stellt unserer Meinung nach aber platztechnisch eine eher schlechtere Basis dar. Insgesamt lässt sich sagen, dass man mit dem Kauf des Kühlers keinen Fehler macht. Auch AiO Wasserkühlungen braucht er nicht wirklich fürchten, zumindest die bereits getesteten. Der Preis ist mit knapp 73€ zwar relativ hoch für einen Luftkühler, aber Leistung sowie Produktqualität lassen lassen ihn angemessen erscheinen.
Der Noctua NH-U14S stellt aktuell die Referenz unseres Threadripper Kühler-Roundups dar. Auch wenn es mit dem mächtigen Kühler schon eng werden kann, verleihen wir ihm den Gold-Award. Denn die Qualität des Kühlers und Lüfters, das Montage-Kit in Kombination mit der hervorragenden Kühlleistung sind das rundeste Gesamtpaket.
Noctua NH-U14S TR4-SP3 Die Luftkühlungs-Referenz für Threadripper, die auch ein wenig OC zulässt - 04.01.2018 | ||
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Pro | Contra | ![]() |
+ riesiger Kühler ... | - ... welcher für Platzprobleme |
Schlusswort / Zusammenfassung
Unser Roundup hat bislang gezeigt, dass Luftkühler immer noch ihre Berechtigung haben. Dabei bleibt zu sagen, dass die Anpassung an die hohe Anforderung des AMD Threadripper 1950X nicht nur durch eine große Bodenplatte getan sind, sondern das Basisprodukt bereits eine hohe Abwärme abführen muss. Bei den AiO Wasserkühlungen hat sich ein ähnliches Bild offenbart. Nicht nur die Größe der Bodenplatte ist entscheiden, sondern vor allem die ebene Fläche. So konnte sich die Wasserkühlung mit einem 280mm Aluminium-Radiator vor die Ausführung mit 360mm Kupfer-Radiator setzen. Wir hoffen, dass wir durch den Test bereits einige offene Fragen klären konnten und werden versuchen weitere Testmuster zum Vergleich zeitnah aufzunehmen.