Mit dem Cooler Master Silencio S600 will der Hersteller nicht auf die Gamer abziehlen, sondern, wie der Name eigentlich schon verrät, ein leisen Tower anbieten, welcher vor allem am Arbeitsplatz seine Vorteile ausspielen soll. Erreicht wird das durch eine Dämmung des Innenraums sowie einer durchdachten Luftführung.
So ganz in eine Sparte will sich das Silencio S600 aber dann doch nicht stecken lassen. Denn den Midi-Tower gibt es als Stahl-Variante sowie auch als Glas-Variante. Der Preisunterschied zwischen den beiden Modellen beträgt ~11€, wobei der Unterschied wirklich nur durch das linke Seitenteil gegeben ist. Das Gehäuse, dass also eigentlich im Office stehen könnte, kann auf wunsch also auch die verbaute Hardware präsentieren.
Das ist nicht ungewöhnlich. Als ähnlich ausgelegte Gehäuse kann man bspw. das Corsair Carbide 678C und Fractal Design Define S2 nennen, wobei nur das erstgenannte ebenfalls eine Tür in der Front bereithält.
Das Gehäuse im Überblick | ||
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Mainboard-Format(e) | Mini-ITX, Micro-ATX, ATX | |
Bezeichnung | Cooler Master Silencio S600 | |
Formfaktor | Midi-Tower | |
Preis-Gehäuse | ~76€ (Stahl) / ~87€ (Glas) | |
Hersteller-Homepage | www.bequiet.de | |
Sonstige Eckdaten | ||
Laufwerke | 1x 5,25 Zoll 4 x 3,5 Zoll 5 x 2,5 Zoll | |
Lüfter | Vorinstalliert Front: Heck: Optional Front: Top: | 1x 120mm (Silencio FP PWM; 800-1400 U/min) 1x 120mm (Silencio FP PWM; 800-1400 U/min) 2x 140mm/ 2x 120mm 2x 140mm/ 2x 120mm |
Radiator-Support | Front: Top: Rückseite: | 280mm, 240mm, 140mm, 120mm 240mm, 120mm 120mm |
max. CPU-Kühler-Höhe | 167 mm (Stahl) / 166 mm (Glas) | |
max. GPU-Länge | 398 mm | |
max. Netzteil-Länge | 180 mm | |
Material-Gehäuse | Stahl, Kunststoff, Glas | |
Gewicht | 7,8 kg | |
Maße | 209 x 478 x 470,5 mm (B x L x H) | |
Sonstiges | PWM-Spitter 3 in 1; komplett gedämmt; zwei Deckel-Abdeckungen | |
Farben | Schwarz |
Impressionen Außen
Schlicht ist beim Cooler Master Silencio S600 fast schon als Beschreibung untertrieben. Der Tower ist beinahe komplett mattschwarz beschichtet- Lediglich die Luftführungseingänge sind aus glänzendem Kunststoff gefertigt. Bis auf die Front hinter der Klappe kommt eigentlich nur Stahl zum Einsatz. Heißt, auch bei der Tür kommt Stahl zum Einsatz. Wie man schon mit montiertem Blech-Seitenteil erkennt, zieht sich der Netzteiltunnel auch ins Äußere des Gehäuses, sodass nur der Bereich der Hauptkammer geöffnet wird. Das wird bspw. auch beim NZXT H510 so umgsetzt und verleiht dem Case mit verbauter Scheibe einen sehr sauberen Look.
Die Tür wird ebenfalls aus Blech hergestellt und ist im inneren auch gedämmt. Hier kommt allerdings keine Bitumen-Matte wie in den Seitenteilen zum Einsatz, sondern eine Art Schaumstoff. Missfällt einem die Öffnugnsrichtung, lässt sich diese auch ändern. Dazu werden die beiden Scharnierplatten an der Tür einfach gedreht und die Scharniere auf der anderen Seite der Front angeschlagen. Auch dann liegt sie durch die Magnethalterung fest an. Der Staubfilter lässt sich einfach demontieren und reinigen. Auch hier hat der Hersteller etwas Geräuschoptimierung vorgenommen, indem die Stege etwas nach unten gekippt sind, Luft also mehr von unten angesaugt wird. Verbauen lassen sich hier entweder zwei 120mm oder 140mm Lüfter, wobei der oberste Ausschnitt etwas anderes suggeriert. Seltenheitswert hat der 5,25" Schacht. Diesen haben wir zuletzt beim Corsair Carbide 678C oder SilverStone RL08 gesehen.
Die andere Seite des Gehäuses wird komplett von einem Seitenteil abgedeckt. Rückseitig ist über den Schrauben der Erweiterungsplätze eine Blende verschraubt. Werkzeuglos kann hier also nichts montiert werden, oft werden hier sonst Rändelschrauben verwendet. Vielleicht soll diese Art der Blende einen Diebstahlschutz darstellen. Eine weitere Besonderheit ist beim Netzteileinbauplatz vorzufinden. Der Rahmen ist innen nämlich mit Schaumstoff umrandet, sodass der Energiespender komplett entkoppelt wird.
Im Top lassen sich ebenfalls optional zwei 120mm oder 140mm Lüfter verbauen. Nimmt man dies vor, muss man die gedämmte Abdeckplatte durch ein Gitter mit Magnetstreifen ersetzen. Ähnlich ist das auch beim be quiet! Pure Base 500 vorzufinden, nur, dass dort das Gitter in einen Rahmen eingefasst ist.
Da die Front mit einer Klappe abgeschlossen ist, findet man das Front-Panel im Deckel wieder. Eine Besonderheit ist hier der SD-Card-Reader. Auf eine TRRS-Buchse trifft man mittlerweile häufiger (z. B. NZXT H1 oder Corsair iCUE 465X). Leider findet man eine USB-C-Buchse nicht vor. Die beiden Typ-A Anschlüsse werden mit USB 3.2 Gen1 angebunden.
Was nicht abgebildet ist, aber nicht so gut gefällt, ist der Staubfilter unter dem Netzteil. Hier wird auf eher günstige Weise einfach ein Gitter eingeschoben (wie z. B. beim SilverStone Fara B1). Hier dürfte es schon gerne mit einem Rahmen erfolgen. Positiv sind hingegen die Standfüße zu beurteilen, die das Gehäuse gut entkoppeln und einen sicheren Stand vermitteln.
Impressionen Innen
Wie angesprochen, kommt in den Seitenteienl eine Art Bitumen-Matte zum Einsatz. Diese steift die Bleche deutlich aus und sorgt somit für eine Dämpfung der Geräusche. Der Deckel ist allerdings nicht verkleidet. Nur die eingesetzte Kunststoff-Klappe in der Lüfteröffnung verfügt über das selbe Material.
Wie angesprochen, bildet der Netzteiltunnel auch einen Teil der Außenwand. Bis auf die cleanere Optik hat das aber keine weitere Relevanz. Die Hauptkammer selbst präsentiert sich großzügig. Grafikkarten dürfen immerhin beinahe 400mm messen. CPU-Kühler dürfen beim Einsatz des Blech-Seitenteils 167mm hoch bauen, beim Einsatz der Glas-Scheibe steht ein Millimeter weniger zur Verfügung. Die Halterung für ein 5,25" Laufwerk ist verschraubt und kann also entfernt werden.
Verbaut sind ab Werk zwei Cooler Master Silencio FP 120mm PWM Lüfter in Front und Heck. Diese arbeiten in einem Drehzahlbereich von 800 bis 1400 U/min, was jetzt auf den ersten Blick nicht so richtig zum Silent-Konzept passt. Das Rotorblatt-Design sowie das FDB-Lager sollen aber für einen leisen Betrieb sorgen. Die Lüfter sind auch als Retail erhältlich und schlagen mit einem Preis von ~13€ zu Buche. Die runden Löcher auf dem Netzteiltunnel und im Mainboard-Tray sind für die Montage von Datenträgern vorgesehen. Wie das konkert erfolgt, wird auf der nächsten Seite aufgezeigt.
Für das Kabelmanagement stehen 18 bis 26mm zur Verfügung. Im tieferen Bereich lässt sich ein 3,5" Laufwerk anbringen, drei weitere können in einem Käfig auf entkoppelten Schienen Platz nehmen. Für die PWM-Lüfter ist bereits ein 3-in-1-Adapter vorhanden. Sonst gibt es hier nichts weiter erwähnenswertes.
Hardware-Einbau
Alle Laufwerke werden Werkzeuglos verbaut und sind, bis auf ein 5,25" Laufwerk, auch entkoppelt. Für die 2,5" und den vertikalen 3,5" Einbauplatz kommt das selbe Prinzip wie beim Cooler Master MasterCase SL600M zum Zuge. Die Datenträger werden also an der Unterseite mit kleinen Stiften versehen und anschließend nur in die Gummi-Ringe gesteckt. Diese muss man selbst platzieren. Aufpassen muss man bei den Stiften, dass sich die Gewinde zwischen 2,5" und 3,5" unterscheiden. Das lässt sich aber einfach am Kopf erkenne, da bei den 2,5" Gewindestiften Schlitz und bei den 3,5" Stiften Kreutz-Schlitz genutzt wird. Im Käfig werden die 3,5" Festplatten mit Schienen verbaut. Diese werden einfach nur aufgesteckt, woraufhin man die Datenträger auch schon einschieben kann. Die Schienen halten an der Festplatte selbst nicht wirklich, was sich ändert sobald man sie einschiebt. Das 5,25" Laufwerk wird in den Schacht einfach nur eingeschoben und rastet dort dann ein.
Der Einbau des Netzteils stellt kein großes Hindernis dar, aber der Platz ist schon knapp bemessen. An die Vorgaben des Herstellers (maximal 180mm) sollte man sich schon halten. Wie man erkennen kann, ist beim verwendeten be quiet! Straight Power 11 650W mit 160mm Tiefe schon nicht mehr viel Raum zum Käfig vorhanden. So oder so sollte man bei einem modularen Netzteil die Kabel schon vorher einstecken. Durch die beengten Platzverhältnisse wird es auch etwas schwierig zu lange Kabel sauber zu verstauen, ohne dass man den Festplatten-Käfig opfert. Mit etwas Geduld lässt sich das System aber schon gut verkabeln.
Im Innenraum zeigte sich schlussendlich ein sehr aufgeräumtes System, was auch an den gut platzierten Durchführungen liegt. Wie man erkennen kann, wird die Grafikkarte vom Front-Lüfter direkt angepustet, was sich schon positiv auswirken sollte.
Lüfter & Wasserkühlung
Die Öffnung im Netzteiltunnel ist natürlich dafür gedacht, dass man in der Front auch einen Wärmetauscher montieren kann. Wie man sehen kann, stellt ein Radiator mit 45mm Dicke kein Problem dar. In der Länge dürfen maximal 280mm, also für zwei 140mm Lüfter, verbaut werden. Man sollte hier aber auch eher auf AiO-Wasserkühlungen ausweichen, da der Platz zur Grafikkarte für einen Ausgleichsbehälter zu knapp sein dürfte.
Im Deckel lassen sich zwei 120mm oder 140mm Lüfter verbauen. Wie man dem folgenden Bild mit dem Cooler Master Sickleflow 120 ARGB entnehmen kann, ist der Abstand zum Mainboard dann aber schon sehr gering. Will man einen maximal 240mm messenden Radiator verbauen, dann muss nicht nur die Halterung des 5,25" Schachtes entfernt werden, die Komponenten auf dem Mainboard dürfen im oberen Bereich auch maximal nur 35mm hoch bauen, da dieses überlappt wird. Das zuletzt getestete ASUS ROG Strix X299-E Gaming II würde damit schon nicht mehr kompatibel sein.
Testsystem vorgestellt
Unsere Gehäusetests werden nach einem standardisierten Prinzip durchgeführt. Wie wir testen kann wie gewohnt in unserem Gehäuse-Testsystem nachgelesen werden. Auf diese Art und Weise ist eine Vergleichsmöglichkeit aller Testberichte im Bereich von Gehäusen gegeben.
AMD Ryzen ATX-Gehäuse Setup | ![]() ![]() ![]() | |
Prozessor: | AMD Ryzen 7 2700X | |
Mainboard: | MSI MPG X570 Gaming Edge WiFi | |
Storage: | OCZ Vector 180 - 240GB | |
Kühlung: | be quiet Dark Rock 4 | |
RAM: | 2x8GB HyperX Fury RGB DDR4-3200 | |
Netzteil: | be quiet! Straigt Power 11 650W | |
Grafikkarte: | MSI Radeon RX 5700 XT Gaming X | |
Betriebssystem: | Windows 10 | |
Grafiktreiber: | Adrenalin 19.11.1 | |
Temperaturmessung
Um Bild der thermischen Fähigkeiten eines Gehäuses aufzuzeigen haben wir zwei Lastszenarien, oder besser gesagt zwei Betrachtungsweisen derer dokumentiert. Grundlegend wird für die Tests die Kombination aus Furmark (@ 1024 x 768px – non Fullscreen) + Prime95 „Custom“ (mit 8 Threads weitere Einstellung siehe Screenshot) gleichzeitig betrieben, was im Umkehrschluss einen sehr guten Mix aus Systemauslastung und Praxisnähe darstellt.
- Messung 1: Maximale Drehzahl
- Messung 2: 800 U/min (wird im Mainboard-BIOS eingestellt der Wert)
Dieser Prozess wird jetzt 20 Minuten lang betrieben. Einmal erfassen wir dabei den Averange-Wert (AVG) über die 20 Minuten, sowie in einem separaten Ablauf den Delta T Wert, also die Differenz des Messwertes und der Raumtemperatur. Nach Abschluss der Messverfahren werden die Werte aus AIDA 64 abgelesen. Als Maßeinheit wird logischer Weise auf Grad Celsius gesetzt. Natürlich ist das angewandte Verfahren nicht vor Messtoleranzen gefeit, was also Schwankungen im Bereich von 0,5 Grad Celsius bei den gemessenen Temperaturen möglich macht.
Lautstärkemessung
Gemessen wird mit einem Schallpegelmessgertät "PCE 318". Dieses sitzt festgeschraubt auf einem Stativ und erfasst die Lautstärke 50cm entfernt von der linken Gehäuseseite. Der von uns genutzte Messraum liegt unter 30 Dezibel Grundlautstärke und ist subjektiv beurteilt, mit absoluter Stille zu bezeichnen. Um eine Ausgangsbasis zu haben, wurden zu Beginn die Werte des offenen Aufbaus gemessen, also auf einem Benchtable. Diese folgen später mit in den ersten Berichten und bleiben dauerhaft in der Übersicht bestehen.
Overall-Rating
Das Overall-Rating ist eine Zusammenfassung aller Temperaturen und Messwerte. In der Summe ergibt sich daraus ein Leistungsindikator hinsichtlich der Kühlleistung eines jeden Gehäuses. Wir sind aktuell bemüht die Vergleichsbasis aufzufüllen, so dass alle ermittelten Werte auch in Relation zueinander stehen.
Was die Bestückung mit Lüftern und das Belüftungskonzept angeht, misst sich das Cooler Master Silencio S600 mit dem SilverStone Fara B1. Sowohl bei 800 U/min, als auch bei voller Drehzahl wird das Fara B1 dabei im Overall-Rating leicht geschlagen. Zudem liegt man knapp auf dem Niveau des Sharkoon TG5 Pro RGB, welches drei 120mm Lüfter in der Front verbaut hat. Die etwas breiteren Spalte des S600, statt der schmalen Schlitze könnten hier etwas geholfen haben. Wichtig ist aber auch zu nennen, dass die CPU am Ende des Runs bei 800 U/min leicht gedrosselt hat. Statt 3,5GHz lagen nach 20min noch 3,4 bis 3,45GHz an. Ein zweiter Lüfter in der Front oder im Deckel wären sicherlich eine sinnvolle Investition.
Betrachtet man die Durchschnittswerte über die 20min, dann ergibt sich immer noch eine ähnliche Reihenfolge, wobei das Fara B1 bei voller Drehzahl zur Überholung ansetzt. Die Unterschiede zwischen dem Fara B1, TG5 Pro RGB und S600 sind hier aber sehr gering, die Gehäuse heizen sich also ähnlich schnell auf.
Lautstärkemessung
Die Lautstärke wird aus 50cm Entfernung gemessen, wobei der Mittelpunkt des linken Seitenteils anvisiert wird. Dabei wurde das Mesh-Top verwendet, da mit geschlossenem Top die Temperaturen erwartungsgemäß noch deutlich höher ausgefallen wären. Aufgrund des Messpunktes haben sich aber auch keine großen Unterschiede bei der Lautstärke ergeben.
Bei 800 U/min zeigt sich, warum das Gehäuse den Namen trägt. Sowohl im Idle, als auch unter Last stellt das Silencio S600 neue Bestwerte auf. Selbst das bereits sehr leise be quiet! Pure Base 500DX kann knapp geschlagen werden. Der Grund dürfte hier in den kleineren Lüftern liegen. Nochmal sol hier aber auch erinnert werden, dass die CPU leicht gedrosselt hat im Gegensatz zu den anderen Gehäusen.
Bei voller Drehzahl verliert das Gehäuse dann etwas seine Silent-Tugend, zumindest im Idle. Bei Last steigert sich die Lautstärke dann aber kaum noch weiter, sodass erneut ein Bestwert erreicht wird.
Temperaturmessung 800 U/min
Wie bereits erwähnt, drosselte die CPU bei 800 U/min am Ende des Messintervalls ein wenig. Insgesamt liegen die Temperaturwerte der anderen Komponenten wieder auf einem ähnlichen Niveau wie beim SilverStone Fara B1. Nur die SSD schneidet etwas besser ab, was für die bessere Overall-Wertung sorgt. Vor allem bei der GPU sieht man aber auch, dass mindestens ein weiterer Lüfter montiert werden sollte. Wie beim be quiet! Pure Base 500DDX ist ein weiterer Lüfter im Top vermutlich eine gute Wahl. Will man alternativ das gedämmte Top verwenden, bleibt einem in der Front ebenfalls ein weiterer Einbauplatz.
Bei den Durschschnittswerten zeigt sich auch im Detail, dass die Komponenten sich relativ schnell aufheizen, was man an den relativ hohen Werten ablesen kann. Die Konkurrenz zeigt sich wieder in den beiden anderen Gehäusen mit geschlossener Front.
Temperaturmessung max. U/min
Bei voller Drehzahl zeigt sich eigentlich kein groß verschiedenes Bild. Das S600 konkurriert weiterhin mit dem Fara B1, was aufgrund der Lüftungsöffnungen und Anzahl der Lüfter auch nicht weiter verwunderlich is, unterbietet die einzelnen Werte aber meistens leicht.
Schaut man sich die Avg-Werte an, dann erkennt man allerdings, dass die Temperaturen leicht schneller als im Fara B1 ansteigen.
Fazit
Das Cooler Master Silencio S600 wird seinem Namen wirklich gerecht. Der Tower ist mit langsam drehenden Lüfter wirklich kaum wahrnehmbar, zumindest mit dem verwendeten System. Wie auch beim be quiet! Pure Base 500 liefert der Hersteller zwei Optionen, was die Gestaltung des Tops angeht. Entweder man setzt auf mehr Entlüftung oder einen noch etwas leiseren Betrieb. Zweiteres funktioniert vermutlich aber nur dann adäquat, wenn man der Front einen weiteren Lüfter spendiert. Insgesamt ist die Kühlleistung nämlich eher mäßig. Dass es etwas besser als das SilverStone Fara B1 funktioniert könnte an den weniger verbauten Lufteinlässen an der Front liegen, oder aber auch den besseren Lüftern.
Formtechnisch erinnert das S600 ein wenig an die Gehäuse von NZXT, konkret dem H510(i). Auch, weil es das Gehäuse ebenfalls mit Glas-Seitenteil zu erwerben gibt. Zum Gamer-Gehäuse wird des dadurch aber trotzdem nicht. Funktionalität liegt eher im Fokus. So lassen sich alle Laufwerke ohne Werkzeug montieren und deren Anzahl ist auch als gut einzustufen. Zudem gibt es einen 5,25" Schacht, was heutzutage schon echt zur Seltenheit gehört. Praktisch ist auch, dass man die Front-Tür an beiden Seiten aufhängen kann. Etwas schade ist hingegen, dass man nur zwei USB-Ports am Frontpanel vorfindet. Dafür soll ein SD-Card-Reader entschädigen. USB-C dürfte es aber dennoch geben.
Fast man das Gesehene zusammen, ergibt sich eigentlich ein stimmiger Silent-Tower, welcher Abstriche bei der Kühlleistung verbucht. Das ist aber nicht ungewöhnlich und konnte bspw. auch beim Pure Base 500 festgestellt werden. Der Preis geht mit ~78€ bzw. 84€ in Ordnung, auch, weil die Verarbeitung wirklich solide ist.
Cooler Master Silencio S600