Das be quiet! Pure Base 500DX ist nicht nur als Airflow-Variante des Pure Base 500 zu deuten, sondern soll auch optisch noch eine ordentliche Schippe drauflegen. Erreicht wird das durch eine neue Front, welche nicht nur einen direkte Luftströmung ermöglichen soll, sondern auch mit adressierbaren Leuchtstreifen bestückt ist. Gleiches gilt für den Innenraum. Haben wir hier einen neuen Preis-Leistung-König?
Das be quit! Pure Base 500 soll schon durch einen serh guten Preispunkt überzuegen, auf der Habenseite stehen dort zwei 140mm Lüfter sowie eine Auskleidung mit Dammmatten. Wie bspw. auch das Silent Base 601 und Dark Base Pro 900 Rev.2 ist das Case optisch aber insgesamt auch etwas zurückhaltend. Das macht das be quiet! Pure Base 500DX schon anders. Das DX in der Bezeichnung steht u.a. für eine adressierbare RGB-Beleuchtung in der Front und im Innenraum sowie generell für die überarbeitete Version des Grundkonzepts.
Nachfolgend wollen wir natürlich nicht unseren Wasserkühlungs-Speed-Build vorenthalten, welchen wir bereits an anderer Stelle präsentiert haben:
Zudem entfernt es sich etwas von der Silent-Schiene indem die gedämmte Front gegen eine mit direkter Luftführung getauscht wurde. Im gleichn Zug wird die Anzahl der verbauten Pure Wings 2 140mm auf drei erhöht. Trotz kompakter Maße sollte man hier also gute Temperaturen erwarten können, was es dann auch für uns zu testen galt. Die Änderungen sorgen nur für wenig Änderungen an den grundlegenden Spezifikationen des Gehäuses. Es lassen sich also bspw. immer noch bis zu fünf 2,5" und zwei 3,5" Laufwerke verbauen. Und auch für CPU-Kühler stehen weiterhin beeindruckende 190mm Raum zur Verfügung.
Das Gehäuse im Überblick | ||
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Mainboard-Format(e) | Mini-ITX, Micro-ATX, ATX | |
Bezeichnung | be quiet! Pure Base 500DX | |
Formfaktor | Midi-Tower | |
Preis-Gehäuse | ~100€ | |
Hersteller-Homepage | www.bequiet.de | |
Sonstige Eckdaten | ||
Laufwerke | 2 x 3,5 Zoll 5 x 2,5 Zoll | |
Lüfter | Vorinstalliert Front: Top: Heck: Optional Front: Top: | 1x 140mm (be quiet! Pure Wings 2) 1x 140mm (be quiet! Pure Wings 2) 1x 140mm (be quiet! Pure Wings 2) 2x 140mm/ 3x 120mm 2x 140mm/ 2x 120mm |
Radiator-Support | Front: Top: Rückseite: | 1x 360mm, 280mm, 240mm, 140mm, 120mm 1x 240mm, 120mm 1x 140mm, 120mm |
max. CPU-Kühler-Höhe | 190 mm | |
max. GPU-Länge | 369 mm | |
max. Netzteil-Länge | 258 mm | |
Material-Gehäuse | Stahl, Kunststoff, Glas | |
Gewicht | 7,8 kg | |
Maße | 232 x 450 x 463 mm (B x L x H) | |
Sonstiges | ARGB-Beleuchtung Front und Innenrraum | |
Farben | Schwarz |
Impressionen Außen
Wie angesprochen, nutzt das be quiet! Pure Base 500DX als Basis das Pure Base 500. Für den Laien ist das eventuell nicht direkt ersichtlich, da die Front einen Großteil des Designs ausmacht. Und eben diese wurde beim 500DX komplett abgeändert. Ansonsten bleibt es außen aber eigentlich gleich, außer, dass auch die Wahlmöglichkeiten eingeschränkt wurden. So ist das 500DX immer nur mit Glas-Seitenteil erhältlich, was in Anbetracht der Innenraum-Beleuchtung sinnvoll erscheint. Zudem kann man nur zwischen dem hier gezeigtem schwarzen und dem im Video (Link zum Timelapse-Video) vorgestellten weißem Gehäuse wählen. Die Graue Variante bleibt dem Pure Base 500 vorenthalten.
Die Front lässt sich ohne Werkzeug von außen entfernen. Dazu braucht es jedoch viel Mut und Kraft, denn sie sitzt bombenfest. Bei den vorliegenden Samples ist beim mehrfachen "Abreißen" allerdings nichts kaputt gegangen. Einfach unten in die Front greifen und kräftig ziehen. Hat man es geschafft, erwartet einen ein neuer, deutlich größerer Staubfilter. Er ist auf einer Seite eingehakt und hält sonst per Magnet am Stahlrahmen. Im Endeffekt wesentlich benutzerfreundlicher als beim Pure Base 500. Das neue Prinzip braucht es, da die Front von zwei ~60x360mm große Öffnungen unterbrochen wird. Im Vergleich mit den seitlichen Schlitzen des Pure Base 500 ein enormer Zuwachs. Zudem ist die Luftführung widerstandsärmer. Die beiden Gitter sind in der Mitte durch zwei Diffusoren ergänzt. Die LEDs dahinter sind adressierbar und an einem integrierten Controller angeschlossen, lassen sich aber auch mit dem Mainboard synchronisieren. Der Kontakt erfolgt über gefederte Pins. Ein Abreißen eines Kabels braucht man also auch nicht. Gut gemacht.
Am Deckel hat sich insofern etwas geändert, als das man nur das Mesh-Top beilegt. Beim Pure Base 500 ist noch eine Blende mit Dämmmatte enthalten. Die darunter befindlichen Einbauplätze für zwei 120mm oder 140mm messende Lüfter bleiben natürlich erhalten. Im Gegensatz zu schlichten Variante ist hier auch ein weiterer 140mm Pure Wings 2 verbaut.
Das Front-Panel befindet sich an der selben Stelle, wurde aber überarbeitet. eine der beiden USB 3.2 Gen.1 Typ-A Buchsen wurde durch eine USB 3.2 Gen.2 Typ-C ausgetauscht. Ja, das ist schon ein Fortschritt und wird begrüßt, aber nur eine Typ-A Buchse ist schon etwas wenig. Platz hätte der Hersteller auch sparen können, wenn man die getrennten Mikrofon- und Kopfhörer-Klinke-Buchsen zu einer vierpoligen zusammenführen würde. Neben diesem wurde ein weiterer Taster verbaut, welcher durch die hinterlegten Beleuchtungs-Effekte des ARGB-Controllers schaltet.
Auf der Rückseite und am zweiten Seitenteil hat sich nichts geändert. Es gibt sieben Erweiterungs-Slots, das Netzteil wird per Hilfsrahmen montiert, es ist ein 140mm Pure Wings 2 verbaut und das Seitenteil ist von innen mit einer Dämmmatte beklebt. Änderungen brauchte es hier eigentlich auch nicht.
Impressionen Innen
Im Innenraum zeigt sich das Pure Base 500DX genauso geräumig wie das Pure Base 500. Verwunderlich ist das natürlich nicht, wird der selbe Rahmen genutzt. Das Gehäuse bzw. die Gehäuse zeichnen sich durch einen recht kompakten Aufbau aus, welcher aber eine sehr große Tiefe bietet. So können Lüftkühler bspw. bis zu 190mm in die Höhe bauen. In dieser Größenklasse liegt die Grenze sonst eher bei 160-165mm. Die große Tiefe wird zudem bei der Wahl der Lüfter zum Vorteil. Selsbt neben der I/O-Blende des Mainboards bleibt Platz für einen 140mm Lüfter. In der Länge unterliegt man Beschränkungen bei der Wahl des Mainboards (bis ATX). Grafikkarten dürfen ohne interne Lüfter oder Wärmetauscher bis zu 369mm lang sein, was eigentlich kaum Beschränkungen nach sich zieht.
Beim Blick von innen durch die Front, wird deren Offenheit noch einmal deutlicher. Zwar ist in der Mitte ein Steg vorhanden, aber hier liegen eh die Naben der bzw. des verbauten Lüfters. Die Hauptkammer oberhalb des Netzteilstunnels zeigt sich insgesamt schon recht offen. Zudem lassen sich die drei verbauten Pure Wings 2 140mm durch zwei weitere ergänzern oder alternativ bis zu sechs 120mm Lüfter verbauen. Ob die Serien-Bestückung schon für wirbel sorgt, zeigt natürlich der Test.
Auf der Rückseite des Gehäuses hat der Hersteller zwei weitere Montage-Plätze für 2,5" Laufwerke vorgesehen, welche die beiden im Innenraum ergänzen. Das stellt erneut keine Änderung zum Pure Base 500 dar, ebenso wenig wie der Käfig für zwei 3,5" und ein 2,5" Datenträger. Am Kabelmanagement hat sich ebenfalls nichts getan, sodass der Spalt zum Innenraum weiterhin etwas knapp ausfällt. Vor allem bei steiferen Kabeln kann das schon ggf. zum Problem werden, aber nichts, das man nicht irgendwie lösen kann.
Praktisch ist beim Zusammenbau des Rechners, dass sich das Gehäuse durch ein Entfernen der Käfige und Blenden etwas luftiger machen lässt. Vor allem das Entfernen der Blenden im Tray sorgt für mehr Bewegungsfreiraum. Der Festplatten-Käfig lässt sich zudem um eine Position nach hinten verlegen, was eventuell erforderlich wird, wenn man eine große AiO-Wasserkühlung verbauen möchte. Das erfährt man aber auch noch einmal auf der folgenden Seite.
Hardware-Einbau
Der Einbau der Laufwerke erfolgt beim be quiet! Pure Base 500DX über Hilfsrahmen oder direkt im Käfig. Da sich alle Elemente entfernen lassen, gestaltet sich das ziemlich simpel. Bei den 2,5" Laufwerken liegen allerdings "nur" 12 zugehörige Schrauben bei, sodass nicht alle fünf Einbauplätze mit voller Befestigung genutzt werden können. Aus Erfahrung kann aber gesagt werden, dass SATA-SSDs auch mit nur zwei Schrauben sicher gehalten werden. 3,5"-Festplatten werden mit anderen Schrauben im Käfig fixiert und dabei über Gummi-Aufnahmen entkoppelt. Das ist aktuell auch nicht mehr bei allen Gehäusen die Regel. Die Einbauplätze im Innenraum können optisch etwas her machen, allerdings ist der Ausschnitt für die Kabel etwas knapp bemessen. Man braucht hier eigentlich flache, gerade SATA-Stromstecker, diese kolliedieren dann aber ggf. mit den Steckern des zweiten Laufwerks und sind an Netzteilen immer nur am Ende eines Strangs vorzufinden.
Beim Rest der Hardware gibt es eigentlich nicht wirklich etwas zu beachten. Einzig die Kabeldurchführung zum Innenraum hin kann je nach Kabel etwas hakelig sein. Wenn man die SSD-Blende aber erst im Nachgang montiert, ist auch hier eine Hürde genommen. Wie die Hardware seinen Weg in das Gehäuse findet kann auch im Video zum Gehäuse genauer mitverfolgt werden. Dort allerdings mit Wasserkühlung.
Die Beleuchtung des Gehäuses lässt sich über den internen Controller bzw. mit der Taste am Front-Panel einstellen. Alternativ kann man die Beleuchtung auch mit einem Mainboard oder anderem Controller syncronisieren. Erforderlich ist hierfür ein 3-Pin, 5V Anschluss. Die vrohandenen Effekte könnten aber auch schon ausreichend sein.
Lüfter & Wasserkühlung
Die Kompatibilität zu Wasserkühlungen wird in der Anleitung eigentlich schon sehr ausführlich geklärt. Hier noch einmal Ratschläge dazu. Im Top lassen sich bis zu 240mm Radiatoren verbauen, allerdings sollte man bei der Dicke nicht übertreiben. Ansonsten kann es schon zu Problemen mit hohem RAM kommen. Der hohe VRM-Kühler des ASUS ROG X299-E Gaming II macht hier zumindest keine Probleme, sodass dies auch bei anderen Boards fast schon ausgeschlossen werden kann.
Die Front bietet da schon mehr Freiheiten, wobei man natürlich die Länger der Grafikkarte beschränkt. Bei einem 45mm Radiator bleiben so z. B. noch 324mm für den Pixelbeschleuniger übrig. Praktisch ist dabei in jedem Fall, dass die Lüfter in der Front verschwinden können. findet man einen Wärmetauscher mit maximal 25mm Dicke, könnte man auch diesen dort verbauen. Bei größerem Querschnitt kann man den Staubfilter nicht mehr montieren. Bei 240mm und 280mm Radiatoren braucht man an der Position des Laufwerk-Käfigs übrigens auch nichts ändern, insofern man den Radi weit nach oben montiert. Mit einem 240er sieht man das folgend, ein 280er wurde im weißen 500DX im Video genutzt.
Soll es doch ein 360mm Radiator werden, dann muss man den Käfig zwangsweise nach hinten verschieben. Dann darf der Wäremtauscher aber auch nur 30mm dick sein. Soll es mehr sein, muss man den Käfig entfernen. Theoretisch lassen sich dann Wärmetauscher bis 85mm oder Kombinationen mit Sandwich-Lüftern verbauen. Problematisch kann es allerdings mit der Montage einer Pumpe bzw. einem Ausgleichsbehälter werden, da einfach Tiefe fehlt. Entweder man braucht eine kompakte Lösung oder die Grafikkarte darf nicht sehr lang sein. Daher musste im Video zum 500DX auch eine eher kreative Lösungegefunden werden.
Testsystem vorgestellt
Unsere Gehäusetests werden nach einem standardisierten Prinzip durchgeführt. Wie wir testen kann wie gewohnt in unserem Gehäuse-Testsystem nachgelesen werden. Auf diese Art und Weise ist eine Vergleichsmöglichkeit aller Testberichte im Bereich von Gehäusen gegeben.
AMD Ryzen ATX-Gehäuse Setup | ![]() ![]() ![]() | |
Prozessor: | AMD Ryzen 7 2700X | |
Mainboard: | MSI MPG X570 Gaming Edge WiFi | |
Storage: | OCZ Vector 180 - 240GB | |
Kühlung: | be quiet Dark Rock 4 | |
RAM: | 2x8GB HyperX Fury RGB DDR4-3200 | |
Netzteil: | be quiet! Straigt Power 11 650W | |
Grafikkarte: | MSI Radeon RX 5700 XT Gaming X | |
Betriebssystem: | Windows 10 | |
Grafiktreiber: | Adrenalin 19.11.1 | |
Temperaturmessung
Um Bild der thermischen Fähigkeiten eines Gehäuses aufzuzeigen haben wir zwei Lastszenarien, oder besser gesagt zwei Betrachtungsweisen derer dokumentiert. Grundlegend wird für die Tests die Kombination aus Furmark (@ 1024 x 768px – non Fullscreen) + Prime95 „Custom“ (mit 8 Threads weitere Einstellung siehe Screenshot) gleichzeitig betrieben, was im Umkehrschluss einen sehr guten Mix aus Systemauslastung und Praxisnähe darstellt.
- Messung 1: Maximale Drehzahl
- Messung 2: 800 U/min (wird im Mainboard-BIOS eingestellt der Wert)
Dieser Prozess wird jetzt 20 Minuten lang betrieben. Einmal erfassen wir dabei den Averange-Wert (AVG) über die 20 Minuten, sowie in einem separaten Ablauf den Delta T Wert, also die Differenz des Messwertes und der Raumtemperatur. Nach Abschluss der Messverfahren werden die Werte aus AIDA 64 abgelesen. Als Maßeinheit wird logischer Weise auf Grad Celsius gesetzt. Natürlich ist das angewandte Verfahren nicht vor Messtoleranzen gefeit, was also Schwankungen im Bereich von 0,5 Grad Celsius bei den gemessenen Temperaturen möglich macht.
Lautstärkemessung
Gemessen wird mit einem Schallpegelmessgertät "PCE 318". Dieses sitzt festgeschraubt auf einem Stativ und erfasst die Lautstärke 50cm entfernt von der linken Gehäuseseite. Der von uns genutzte Messraum liegt unter 30 Dezibel Grundlautstärke und ist subjektiv beurteilt, mit absoluter Stille zu bezeichnen. Um eine Ausgangsbasis zu haben, wurden zu Beginn die Werte des offenen Aufbaus gemessen, also auf einem Benchtable. Diese folgen später mit in den ersten Berichten und bleiben dauerhaft in der Übersicht bestehen.
Overall-Rating
Das Overall-Rating ist eine Zusammenfassung aller Temperaturen und Messwerte. In der Summe ergibt sich daraus ein Leistungsindikator hinsichtlich der Kühlleistung eines jeden Gehäuses. Wir sind aktuell bemüht die Vergleichsbasis aufzufüllen, so dass alle ermittelten Werte auch in Relation zueinander stehen.
Schaut man sich die Höchsttemperaturen an, so konkurriert das be quiet! Pure Base 500DX mit dem Cooler Master MasterCase SL600M mit horizontaler Grafikkarte. Nicht schlecht, denn das größere Gehäuse setzt auf zwei 200mm Lüfter. Besonders interessant ist hier natürlich auch der Vergleich mit dem SilverStone Fara B1, dass bei ähnlicher Größe weit abgeschlagen ist, da diesem einfach Lüfter fehlen.
Schaut man sich den Temperatur-Durchschnitt über das gesamte Zeitintervall an, liegt das Pure Base 500DX weiterhin gleich auf mit dem SL600M. Die Kühlungs-Kapazität ist auf den ersten Blick also ziemlich identisch.
Lautstärkemessung
Die Lautstärke wird aus 50cm Entfernung gemessen, wobei der Mittelpunkt des linken Seitenteils anvisiert wird.
Dass das SilverStone Fara B1 im Idle leiser als das be quiet! Pure Base 500DX ist, liegt an dem Vorhandensein eines einzigen 120mm Lüfters im Heck. Die be quiet! Pure Wings 2 140mm fördern bei gleicher Drehzahl mehr Luft, sind aber auch einfach etwas lauter. Zudem summiert sich die Geräuschkulisse leicht. Dass größere Lüfter bei gleicher Drehzahl lauter sind, zeigt auch das Cooler Master MasterCase SL600M. Das Pure Base 500DX hat aber auch gute Schalldämpfungseigenschaften, was die geringe Lautstärke bei Last beweist.
Bei maximaler Drehzahl zeigt sich das Pure Base 500DX weiterhin relativ leise. Die Lüfter drehen hier auch nur mit knapp über 900 U/min, also nicht viel schneller als beim vorherigen Test. Immerhin bleibt man auch leiser als das SL600M, bei welchem die Lüfter aber auch schon zuvor auf Anschlag liefen.
Temperaturmessung 800 U/min
Die CPU kann im Pure Base 500DX regelrecht aufatmen und das schon bei der Messung mit 800 U/min. Dass sie kühler als im SL600M bleibt liegt daran, dass die erwärmte Luft effektiver abgeführt wird, aber auch, da der Kühler nicht von der warmen Luft der Grafikkare angepustet wird. Das Fara B1 hat einfach zu wenig aktive Entlüftung. Insgesamt kann man sagen, dass das Pure Base 500DX besser als das SL600M abgeschnitten hätte, wenn der Wert "Mainboard" nicht vorhanden bzw. einbezogen worden wäre. Der Sensor befindet sich auf Höhe der PCIe Slots auf der linken Seite, also quasi unterhalb der Grafikkarte. Dass das SL600M hier punkten kann, ist nur logisch.
Die Durchschnittswerte weichen nicht stark von den Maximal-Werten ab, was so gedeutet werden kann, dass sich die Temperaturen recht schnell einpendeln bzw. gehalten werden. Insgesamt legt das 500DX hier auch eine sehr solide Leistung an den Tag.
Temperaturmessung max. U/min
Die Erhöhung der Drehzahl von 800 U/min auf ~900 U/min entlockt dem Gehäuse keine großen Temperatur-Veränderungen, was aber auch nicht vermutet wurde. Die Leistung bleibt auch im Vergleich immer noch ziemlich identisch.
Gleiches gilt auch für die Durchschnitts-Temperaturen. Große Veränderungen im Vergleich zu Messung mit langsamer drehenden Lüftern sind hier nicht auszumachen. Macht aber nichts, da die Leistung auch schon vorher passte. Insgesamt nähert man sich dem SL600M ein wenig an, was aber zu vernachlässigen ist.
Fazit
Neuer Preis-Leistungs-Sieger? Ja, könnte man schon so sagen. Zumindest macht das optisch gepimpte und Luftoptimierte Gehäuse es in dieser Preisklasse so manchem anderen Gehäuse bestimmt das Leben schwer. RGB-Beleuchtung hat be quiet! zwar auch schon beim Dark Base 700 verbaut, dort aber nicht adressierbar. Das be quiet! Pure Base 500DX ist in diesem Punkt also eine Spur moderner bzw. fügt sich dem weiterhin andauernden Trend der individualisierbaren Beleuchtung. Aus subjektiver Sicht gefällt das 500DX auch optisch ein wenig besser als das Pure Base 500, da die Front nicht gebürstet ist, was dort irgendwie nicht ganz stimmig mit dem Rest wirkt. Das muss aber natürlich nicht jeder so empfinden.
Ohne subjektive Einflüsse lässt sich aber sagen, dass die Performance des 500DX besser als die des 500 ist. Das liegt schlicht daran, dass man mehr Fläche zum Atmen anbietet und zudem auch einen weiteren Lüfter verbaut. Selbst mit potenter Hardware sollten sich Temperaturen im Rahmen halten lassen, was auch daran liegt, dass man in Sachen Lüfter und Kühler viele Optionen an die Hand gegeben bekommt. Auch wenn es durch die Anpassungen etwas an Dämmung verliert, bleibt das Case dennoch eins der ruhigeren. Hier spielt die begrenzte Drehzahl der Pure Wings 2 140mm eine wichtige Rolle.
Beim Einbau der Hardware haben sich kaum Probleme ergeben. Einzig die Kabeldruchführung ist etwas knapp und die innere 2,5"-Halterung könnte Probleme mit den Kabeln haben. Ansonsten ist das Gehäuse gut nutzbar.
Aktuell bekommt man das be quiet! Pure Base 500DX in beiden Farben für knapp unter 100€. Das einzige Gehäuse, was uns hier als Alternative mit ähnlicher Auslegung und Ausstattung einfällt, ist das Phanteks Eclipse P400A Digital. Die meisten anderen Gehäuse in der Preisklasse haben sonst weniger Lüfter (z. B. Lian Li Lancool II) oder nur einen indirekten Luftstrom (z. B. Sharkoon TG5 Pro RGB). Kaufen kann man das gehäuse in den Farben Weiß und Schwarz u.a. bei Amazon.
be quiet! Pure Base 500DX