Fazit
Ausgehend vom beyerdynamic Amiron Wireless waren die Erwartungen an den Aventho Wireless natürlich sehr hoch. Enttäuschung hat sich nach der ausgiebigen Testphase in keinem Fall breit gemacht. Man muss aber auch sagen, dass On-Ear-Kopfhörer einen eher schweren Stand haben, zumindest nach einer kurzen Fragerunde im näheren Umfeld. Das vorliegende Exemplar meistert die Disziplin des Komforts allerdings zufriedenstellend. Der leichte Kopfhörer macht sich nach längerer Nutzung nicht auf dem Kopf bemerkbar, sondern an den Ohren. Verantwortlich ist hierfür die straffere Auslegung, welche jedoch für einen festen Sitz sorgt, was wiederum nach sich zieht, dass sich die sehr weichen Polster eng an den Kopf bzw. die Ohren schmiegen, wodurch eine hohe passive Abschirmung erreicht wird. In das Kapitel Komfort spielen auch die Verstellmöglichkeiten hinein, welche zudem zur coolen Optik des Gerätes beitragen. Der Hersteller bricht nämlich ein wenig mit dem sonst sehr einfachen Design und präsentiert den Aventho Wireless mit einem Hauch Retro-Feeling. Dies kommt vor allem bei der brauen Farbvariante zum Tragen, insgesamt wird es aber auch durch die Edelstahl- und Aluminium-Elemente hervorgerufen. Diese sorgen aber auch für Kritik, da sie die Kunststoff-Gehäuse zerkratzen, wenn man nicht richtig acht gibt.
Weniger klassisch geht es bei der Technik zu Werke. Dem Kopfhörer hat man die Tesla-Technologie spendiert, welche man ausschließlich den Premium-Produkten zukommen lässt. Merkmal ist eine besonders hohe Magnetfeldstärke, welche im Vergleich mit den DT-Treibern für mehr Dynamik und Effizienz sorgt. Dass der Klang damit phänomenal ausfällt, ist vorprogrammiert. Wie auch schon der große Bruder, können die Kopfhörer mit einem sehr hohen Detailgrad punkten, ohne dabei analytisch zu wirken und können dank der geschlossenen Bauweise auch böse tief zu Werke gehen. In allen belangen eine sehr gute Soundperformance. Zugespielt werden kann das Quellmaterial mittels Bluetooth 4.2, USB oder Klinke. Dass der ältere BT Standard zum Einsatz kommt, ist kein Nachteil. BT 5.0 ist nur effizienter, aptX HD wird auch bei der älteren Version unterstützt. Die Klinke-Buchse kann zudem als Notfall-Anschluss fungieren, sollte man den Akku leer gespielt haben. Da dies im Test erst nach ~25h der Fall war, ist so eine Situation vermutlich eher selten der Fall.
Gut gefallen hat auch beim Aventho Wireless die intuitive Bedienung, welche man schnell verinnerlicht hat. Notfalls kann man sich die Wisch-Ggesten in der App noch einmal Anschauen. Ihre Hauptaufgabe ist allerdings die Personalisierung des Klangs anhand eines Tests. Spürbar ist die Anpassung tatsächlich, ob sie wirklich besser ist, muss man für sich selbst entscheiden. Die Stärke des Profils lässt sich zudem auch regeln. Was evtl. dem ein oder anderen fehlt, ist ein Equalizer in der App. Der Hersteller vertraut einfach darauf, dass man direkt vom Werkssetting überzeugt ist.
Zieht man den Preis heran, kann man schon beinahe etwas positiv überrascht sein. Klar sind ~320€ kein Pappenstiel, aber vergleicht man den aufgerufenen Preis mit dem Amrion Wireless, welcher ab ~600€ erhältlich ist, klingt er schon beinahe fair. Abschließend lässt sich sagen, dass der Hersteller hier für die Bauart ein exzellentes Produkt abgeliefert hat.
beyerdynamic Aventho Wireless | ||
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+ extrem guter Klang | - zerkratzt sich selbst |