Neben den erst vor kurzem getesteten Dominator Platinum DDR4 Enthusiastspeicher hat uns heute ein weiteres leistungsstarkes Speicherkit von Corsair erreicht. Das Corsair Vengeance LPX (CMK16GX4M2B3000C15) kommt mit 3000 MHz bei CL 15-17-17-35 und 1,35 V daher. Wir werden in unserem Test einen kritischen Blick auf das preisgünstige 16 GB große DualChannel-Speicherkit werfen.
Verpackung und Lieferumfang
Das aus zwei Modulen bestehende Speicherkit wird in einer einfach gehaltenen Kartonage ausgeliefert. Diese ist in den Farben schwarz weiß und gelb gehalten und verrät bereits einige technische Eckdaten über das beinhaltete Kit wie Speichertyp, Modulanzahl, Kapazität und Geschwindigkeit. Über zwei kleine Ausschnitte auf der Rückseite lassen sich weitere technische Spezifikationen über die Modulaufkleber entnehmen. Beide Riegel sind zusätztlich in einer Blisterverpackung eingepfercht und so vor äußeren Einflüssen geschützt. Das Zubehör fällt spartenüblich nicht sonderlich umfangreich aus und so muss sich der Käufer allein mit den Modulen zufrieden geben.
Die DDR4 Vengeance LPX RAM Serie bietet Dual- und Quad-Channel Kits. Unser Testmuster CMK16GX4M2B3000C15 besteht aus zwei 8 GB Modulen, die im Dual-Channel betrieben werden. Bei der Vengeance LPX DDR4 Serie von Corsair lassen sich zwischen den Heatspreader Farben Schwarz, Blau, Rot und Weiß variieren, wobei Kit-Kapazitäten von bis zu 128 GB (Schwarz), 64 GB (Rot), 64 GB (Weiß) 32 GB (Blau) möglich sind. Unser schwarzes Speicherkit zählt dabei mit 3000 MHz nicht zu den leistungsstärksten seiner Serie, da die schwarzen und roten LPX auch mit brachialen 4266 MHz angeboten werden. Beim weißen LPX Speicher sind es hingegen nur maximal 3200 MHz und bei den blauen 3000 MHz. Alle Spezifikationen lassen sich auf der Hersteller-Homepage nachlesen. Das vorgestellte schlägt mit rund 80,- EUR zu Buche.
Corsair Vengeance LPX RAM DDR4 3000MHz | |
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Bezeichnung | CMK16GX4M2B3000C15 |
Typ | DDR4 |
Preis | ca. 80,- EUR |
Hersteller-Homepage | http://www.corsair.com/ |
Leistungsdaten | |
Taktrate | DDR4-PC4-24000 - 3000 MHz |
Timings | CL 15-17-17-35 2T |
Module | 2x |
Modulgröße | 8 GB |
Spannung | 1,35 V |
XMP-Profil | Ja, XMP 2.0 |
Besonderheiten | low-profile, lebenslange Garantie |
Detailbetrachtung
Das uns vorliegende Kit CMK16GX4M2B3000C15 hört auf den Namen Vengeance LPX und ist vom Hersteller mit einen Grundtakt von 3000 MHz, bei Latzenzen von CL 15-17-17-35 2T spezifiziert. Die Gesamtkapazität von 16 GB verteilen sich auf zwei Speichermodulen deren Spannung bei 1,35 V liegt.
Das Speicherinterface des Corsair Vengeance LPX bringt den XMP 2.0 Standards mit. Dadurch lassen sich unterschiedliche Standardsettings samt passenden Spannungen auf einem Intel Mainboard ganz bequem im UEFI/BIOS laden. Bei unserem Kit können wir durch Aktivieren des XMP Profils über das ASUS BIOS, problemlos 3000 MHz bei 1,35 V an die Module anlegen.
Das Heatspreader-Design der Vengeance LPX DDR4 Riegel hebt sich durch neugestaltete Fasseten von der gleichnamigen DDR3 Generation ab. Die Gestaltung der Kühlelemente wirkt sehr aufgeräumt und nicht verspielt. Ins Auge stechen neben den vielen vertikalen Lamellen, auch ein mittig platzierter VENGEANCE LPX Schriftzug. Der darunter liegender DDR4 Schriftzug rundet das Gesamtbild am Ende ab.
Auf der Rückseite der Module wurde ein Typenaufkleber angebracht, der die selbe Form des Produktschriftzugs auf der Vorderseite besitzt und technische Informationen in sehr kleingedruckten Buchstaben wiedergibt. Mit einer Bauhöhe von 34mm können die Module außerdem uneingeschränkt in jedem herkömmlichen (Gaming)-PC verbaut werden.
Um die Speicher auf den versprochenen 3000 MHz zu betreiben, reicht das aktivieren des XMP-Profils im UEFI/BIOS meist aus. Im nun folgenden Performancetest wollen wir untersuchen, wie sich das Kit bei diesen Settings in unserem Testsystem schlägt. Vorher aber stellen wir euch dieses im nächsten Abschnitt erst einmal vor und überprüfen dabei gleich noch die Übertaktungsfreudigkeit der Module.
Unser Arbeitsspeicher Testsystem
Das gesamte Testsystem wird in einem Fractal Design Define R5 realisiert und durch die zu testenden Speicherriegel ergänzt. Der Untersatz unserer Skylake-Plattform bildet das Asus Maximus VIII Hero Mainboard. Bei der Stromversorgung wird auf ein Corsair RM650i gesetzt. Als CPU kommt das Top-Modell, ein Intel Core i7-6700K (Skylake) als Boxed-Version zum Einsatz. Das im 14nm Strukturgröße gefertigte Stück Silicium verfügt über einen offenen Multiplikator und wird mit einer TDP von 91 Watt spezifiziert. Der Standardtakt beträgt 4,0 GHz und wird im Turbo-Modus auf 4,2GHz angehoben. Zur grafischen Unterstützung verbauen wir eine Palit GTX 970 Jetstream.
Als Kühllösung agiert die AiO Wasserkühlung Corsair H110i GT. Als primärer Datenträger wird eine Corsair Neutron XT - 240 GB verwendet. Als Betriebssystem nutzen wir Windows 10 Professional in der 64-Bit Variante. Die genannte Konstellation wird auch künftig das feste Setup bilden, welches für alle nachfolgenden Arbeitsspeicher-Testberichte verwendet wird.
Intel (S. 1151) Skylake-Testsystem | ![]() ![]() ![]() | |
Prozessor: | Intel Core i7-6700K "Skylake" (Retail) | |
Mainboard: | Asus Maximus VIII Hero | |
Kühlung: | Corsair H110i GT | |
Storage: | Corsair Neutron XT - 240 GB | |
Netzteil: | Corsair RM650i | |
Grafikkarte: | Palit GTX 970 Jetstream | |
Betriebssystem: | Windows 10 x64 | |
Testverfahren
Um die Stabilität des Speichers zu überprüfen, nutzen wir die Programme SiSoftware Sandra und AIDA Extreme Version 4.00. So bekommen die Leser einen groben Überblick über verschiedene Werte wie Durchsatz und Zugriffszeiten. Nur Einstellungen die alle beiden Tests fehlerfrei bestehen, werden als stabil berücksichtigt und aufgeführt. Darüber hinaus jagen wir jedes Speicherkit durch den integrierten Spielebenchmark von Bioshock Infinite und den neuen 3DMark-Benchmark von Futuremark. Bevor nun der eigentliche Testmarathon beginnen kann, wird noch die Übertaktungsfähigkeit des Speichers ausgetestet. So lassen sich die Ergebnisse dann auch im Test berücksichtigen.
Um den Vengeance LPX DDR4 RAM CMK16GX4M2B3000C15 mit den angegebenen Settings stabil zu betreiben, waren keine zusätzlichen Anpassungen, wie das erheben der VCCIO und VCCSA Spannung, notwendig. Sofort nach der Aktivierung des XMP Profils im BIOS unseres ASUS Maximus VIII Hero, liefen die Module stabil mit den versprochenen 3000 MHz bei CL 15-17-17-35 2T und 1,35 Volt. Für unseren nun folgenden Testmarathon wollten wir aber wissen, welche Potenzial in diesem Kit steckt und haben es an seine Timing- und Taktgrenzen mit folgendem Ergebnis gebracht:
Übertaktung | ||
3.200 MHz / 1,35 V - CL 16-18-18-36 2T | ||
3.333 MHz / 1.35 V - CL 16-18-18-36 2T | ||
3.600 MHz / 1,35 V - CL 18-19-19-39 2T | ||
> 3.600 MHz - Absturz |
Bemerkung:
Da das Übertaktungspotenzial besonders von der Güte der Speicherchips und vom restlichen System abhängt, sind unsere Ergebnisse nicht unbedingt auf andere Systeme übertragbar, sondern sind eher als Tendenzen bzw. Richtwerte zu verstehen.
Testergebnisse und Benchmarks
AIDA64 Extreme
Sandra SiSoftware
Das Corsair RAM Kit CMK16GX4M2B3000C15 kann sich Dank der hervorragenden Übertaktungseigenschaften teilweise deutlich von unseren anderen Testkandidaten absetzen. Der auf 3600 Mhz hochgezüchtete Vengeance LPX RAM muss sich lediglich den übertakteten Corsair Dominator Platinum mit 3806 MHz geschlagen geben. Das ist aus unserer Sicht ein ausgesprochen gutes Ergebnis.
Grafikbasierte Benchmarks
In diesem Abschnitt liegt der Fokus auf zwei grafikbasierte Benchmarks. Beim 3DMark 11 von Futuremark kommt der Physiktest im "Performance" Modus zum Tragen, da in diesem anspruchsvollen Testabschnitt relativ viel Rechenleistung benötigt wird. Im zweiten Schritt wird der integrierte Spielebenchmark von Bioshock Infinite mit minimalen Einstellungen gemessen, um einen Einfluss der Palit Jetstream GTX 970 Grafikkarte zu minimieren.
3DMark 11 (Basic - Performance) Physics Score
Bioshock Infinite Benchmark (Very Low, 1280x720px)
Auch im 3D-Test konnte das CMK16GX4M2B3000C15 Kit überzeugen und schneidete dort mit maximal 12.194 Punkten im 3DMark 11 und 363,2 FPS im Bioshock Infinite Benchmark sehr gut ab.
Fazit
Das 16 GB große Dual-Channel Kit Corsair Vengeance LPX DDR4 3000 MHz CL15 zählt mit einem Preis von aktuell 84,- EUR zu den günstigeren Arbeitspeicherkits in diesem Kapazitäts- und Geschwindigkeitsbereich. Der RAM überzeugt durch seine hochwertige Verarbeitung, der Übertaktungsfreudigkeit und dem sehr niedrigen Heatspreader. Verzichten muss man bei diesen Modulen lediglich auf Beleuchtung oder andere ausgefallene Designelemente. Zusätzlich lässt sich beim Corsair Vengeance LPX mit seinen kleinen Heatspreader eine sehr hohe Effektivität feststellen. Im Overclocking ließen sich Geschwindigkeiten von 3600 MHz bei CL 18-19-19-39 ohne erhöhen der VCCIO und VCCSA Spannung feststellen. Zu kaufen gibt es das CMK16GX4M2B3000C15 DDR4-Kit auch bei Amazon.
Abschließend können wir sagen, dass das Corsair Vengeance LPX DDR4 Arbeitsspeicherkit CMK16GX4M2B3000C15 ein absolut zuverlässiges und edles Gesamtpaket zum fairem Preis darstellt. Außerdem lassen sich die im schlichten schwarz gehaltenen Module in jedem System unauffällig integrieren.
Corsair Vengeance LPX RAM DDR4 3000MHz - 2x8GB (16GB) | ||
Arbeitsspeicher Testberichte | Hersteller-Homepage | Bei Amazon kaufen |
Pro | Contra | |
+ geringer Preis | - keine |
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