Corsairs Arbeitsspeicher-Flaggschiff stellt jeher die Dominator Produktreihe dar. Die für seine besondere optik und Overclocking-Potenzial bekannte Dominator Platinum Module dürfen auch für den DDR4-Standard nicht fehlen. Wir haben dazu ein potentes 16 Gigabyte Kit mit 3000MHz Basistakt und CL 15 in den Testparcour geschickt. Wie sich das CMD16GX4M4B3000C15 Kit in der Praxis geschlagen hat und welche Übertaktungsergebnisse erzielt worden, haben wir nachfolgende dokumentiert.
Mit den Dominator Platinum Speichermodulen erweitert Corsair auch Ihre DDR4-Produktfamilie um ein vielfältiges Angebot. Dieser Speicher richtet sich besonders an anspruchsvolle Nutzer und verspricht ein freudiges Übertaktungspotenial. Um den hohen Anforderungen gerecht zu werden, setzt der Hersteller auf die patentierte Dual-Path DHX-Kühl-Technologie, die auch in anspruchsvollen Umgebungen zuverlässig seinen Dienst verrichten soll. Um das Maximum an Leistung aus den Modulen zu kitzeln, sorgt der integrierte XMP-2.0-Support für ein ausreichendes, automatisches und störungsfreies Übertakten. Corsairs eigenes Überwachungstool namens Corsair Link System dient zusätzlich als Temperaturüberwachung. Im Portfolio des Herstellers befinden sich insgesamt 63 verschiedene Ausführungen der Platinum-Riegel mit Taktraten von 2133 bis hin zu 4000 Mhz und Gesamtkapazitäten von acht bis 128 Gigabyte.
Verpackung und Lieferumfang
Das uns vorliegende CMD16GX4M4B3000C15 Kit kommt mit einer Geschwindigkeit von 3000 Mhz bei Latenzen von CL 15-17-17-35 und einer Spannung von 1,35 Volt daher. Verpackt wird das Kit in einer verzierten Kartonage, die auf ein großflächiges schwarz-weiß Design setzt und durch seine vielen silbernen Elemente wie Schriftzug und Seitenteil einen sehr wertigen Eindruck hinterlässt. Ein kleiner Ausschnitt in der Front ermöglicht zudem einen ersten Blick auf den Kühlkörper von einem der beinhalteten Riegel. Über technische Details hält sich die äußere Verpackung eher bedeckt. Erst durch das öffnen und auspacken der Riegel lassen sich über die Modulaufkleber technische Informationen wie Latenzen und Spannung ablesen.
In zwei voneinander getrennten Schaumstoffelementen sind jeweils zwei Module festsitzend eingebettet. Eine zusätzliche Blisterverpackung sorgt zudem für einen ausreichenden Schutz jedes Moduls. Auf weiteres Zubehör hat Corsair bei den Dominator Platinum DDR4 verzichtet.
Corsair Dominator Platinum DDR4 3000MHz | |
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Bezeichnung | CMD16GX4M4B3000C15 |
Typ | DDR4 |
Preis | ca. 160 EUR |
Hersteller-Homepage | http://www.corsair.com |
Leistungsdaten | |
Taktrate | DDR4-PC4-24000 - 3000MHz |
Timings | CL 15-17-17-35 2T |
Module | 4x |
Modulgröße | 4GB |
Spannung | 1,35V |
XMP-Profil | Ja, XMP 2.0 |
Besonderheiten | lebenslange Garantie, DHX-Kühl-Technologie, weiße LED Beleuchtung |
Detailbetrachtung
Das Speicherquartett CMD16GX4M4B3000C15 verrichtet seine Arbeit ab Werk mit 3000 MHz und Latenzen von CL 15-17-17-35, wofür eine Spannung von 1,35 Volt nötig ist. Die vier Speichermodule besitzen eine Kapazität von jeweils vier Gigabyte und können im Quad- oder Dual-Channel betrieben werden. Das Speicherinterface wurde sehr sauber programmiert und beinhaltet über den XMP-2.0-Standard verschiedene JEDEC-Voreinstellungen, welche unser Testsystem ohne Probleme korrekt erkannte und laden konnte.
Beim Aufbau der Dominator Platinum DDR4 lassen sich, bis auf den Schriftzug mit dem Zusatz DDR4, kaum Modifikationen zu den vorherigen DDR3 Modulen erkennen. Bei der Fertigung der Heatspreader hat man sich viel Mühe gegeben, denn diese bestehen aus einem schwarzen Grundkonstrukt und einem nach oben hin begrenzenden, silbernen Rahmen.
Unterhalb davon verläuft eine indirekte weiße LED-Beleuchtung. Nicht nur diese sogenannte Light Pipe soll austauschbar sein, Corsair bietet auch das abnehmen und wechseln des silbernen Rahmen (auch "Top Bar" genannt) an. Wie aus anderen Speichermodulen von Corsair bekannt kommt auch hier wieder eine Dual-Path DHX-Kühl-Technologie zum Einsatz, die für das markante zackige Design der Dominator Riegel sorgt.
Die Kühlkörper selbst bestehen aus massivem Aliminium und haben sich zum Vorgänger nicht verändert, schlagen sich aber merklich auf das Gewicht der Module nieder. Als Nachteil ist bei dieser Konstrukt die Bauhöhe von 55 mm zu nennen, wodurch eine Kollosionen mit ausladenden CPU-Kühlern nicht ausgeschlossen werden kann.
Über einen kleinen 5-poligen Anschluss am Rand der Platine jedes Speichermoduls lässt sich das Kit über die Corsair Link Software überwachen. Voraussetzung dafür ist allerdings der Erwerb von separater Hardware, wie einem digitalen AX-Netzteil. Kommen wir nun zu Vorstellung unseres Testsystem und der von uns erreichen Übertaktungswerte des CMD16GX4M4B3000C15-Kits.
Unser Arbeitsspeicher Testsystem
Das gesamte Testsystem wird in einem Fractal Design Define R5 realisiert und durch die zu testenden Speicherriegel ergänzt. Der Untersatz unserer Skylake-Plattform bildet das Asus Maximus VIII Hero Mainboard. Bei der Stromversorgung wird auf ein Corsair RM650i gesetzt. Als CPU kommt das Top-Modell, ein Intel Core i7-6700K (Skylake) als Boxed-Version zum Einsatz. Das im 14nm Strukturgröße gefertigte Stück Silicium verfügt über einen offenen Multiplikator und wird mit einer TDP von 91 Watt spezifiziert. Der Standardtakt beträgt 4,0 GHz und wird im Turbo-Modus auf 4,2GHz angehoben. Zur grafischen Unterstützung verbauen wir eine Palit GTX 970 Jetstream.
Als Kühllösung agiert die AiO Wasserkühlung Corsair H110i GT. Als primärer Datenträger wird eine Corsair Neutron XT – 240 GB verwendet. Als Betriebssystem nutzen wir Windows 10 Professional in der 64-Bit Variante. Die genannte Konstellation wird auch künftig das feste Setup bilden, welches für alle nachfolgenden Arbeitsspeicher-Testberichte verwendet wird.
Intel (S. 1151) Skylake-Testsystem | ![]() ![]() ![]() | |
Prozessor: | Intel Core i7-6700K "Skylake" (Retail) | |
Mainboard: | Asus Maximus VIII Hero | |
Kühlung: | Corsair H110i GT | |
Storage: | Corsair Neutron XT - 240 GB | |
Netzteil: | Corsair RM650i | |
Grafikkarte: | Palit GTX 970 Jetstream | |
Betriebssystem: | Windows 10 x64 | |
Testverfahren
Um die Stabilität des Speichers zu überprüfen, nutzen wir die Programme SiSoftware Sandra und AIDA Extreme Version 4.00. So bekommen die Leser einen groben Überblick über verschiedene Werte wie Durchsatz und Zugriffszeiten. Nur Einstellungen die alle beiden Tests fehlerfrei bestehen, werden als stabil berücksichtigt und aufgeführt. Darüber hinaus jagen wir jedes Speicherkit durch den integrierten Spielebenchmark von Bioshock Infinite und den neuen 3DMark-Benchmark von Futuremark. Bevor nun der eigentliche Testmarathon beginnen kann, wird noch die Übertaktungsfähigkeit des Speichers ausgetestet. So lassen sich die Ergebnisse dann auch im Test berücksichtigen.
Übertaktung | ||
3.200MHz / 1,35V - CL 17-17-17-35 2T | ||
3.466MHz / 1.35V - CL 18-18-18-35 2T | ||
3.806MHz / 1,35V - CL 19-22-22-37 2T | ||
> 3.806MHz - Absturz |
Bemerkung:
Da das Übertaktungspotenzial besonders von der Güte der Speicherchips und vom restlichen System abhängt, sind unsere Ergebnisse nicht unbedingt auf andere Systeme übertragbar, sondern sind eher als Tendenzen bzw. Richtwerte zu verstehen.
Testergebnisse und Benchmarks
AIDA64 Extreme
Sandra SiSoftware
Grafikbasierte Benchmarks
In diesem Abschnitt liegt der Fokus auf zwei grafikbasierte Benchmarks. Beim 3DMark 11 von Futuremark kommt der Physiktest im "Performance" Modus zum Tragen, da in diesem anspruchsvollen Testabschnitt relativ viel Rechenleistung benötigt wird. Im zweiten Schritt wird der integrierte Spielebenchmark von Bioshock Infinite mit minimalen Einstellungen gemessen, um einen Einfluss der internen Grafikkarte zu minimieren.
3DMark 11 (Basic - Performance) Physics Score
Bioshock Infinite Benchmark (Very Low, 1280x720px)
Unsere erhöhten Taktraten zeigten Wirkung, so konnte das Corsair Kit in fast allen Disziplinen sehr gute Ergebnisse liefern. Dies funktionierte auch überwiegend mit den vom Hersteller vorgesehenen Ausgangswerten. Die Spannung musste für die erzielten Taktfrequenzen nicht angehoben werden. Kommen wir auf der nächsten Seite abschließend zum Fazit.
Fazit
Mit den Dominator Platinum DDR4 konnte Corsair erneut unter Beweis stellen, weshalb diese Produktreihe von Overclockern und Enthuriasten bevorzugt zum Einsatz kommt. Für das CMD16GX4M4B3000C15 Kit sprechen die sehr guten Übertaktungsergebnisse, die hochwertige Verarbeitung und massive sowie funktionelle Heatspreader. Als Plus-Punkt ist ebenfalls das edle anmutende Design zu nennen, welches durch die schicke Light Pipe respektive der indirekten Beleuchtung für eine ansprechende Optik im PC sorgt. Auch die Kompatibiltät zu Corsairs Link-Technologie und den damit verbundenen Überwachungsmöglichkeiten bietet unter allen Speichern ein Alleinstellungsmerkmal. Besonders das ausgesprochen gute OC-Potenzial konnte uns begeistern. Mit unserem ASUS Maximus VIII Mainboard konnten wir dank des Leistungsstarken Skylake Prozessors i7 6700K die Speicherchips gut ausreizen und kamen so zu einem Overclocking-Ergebnis von 3806 MHz bei humanen 1,35 V.
Günstig sind die Speichermodule nicht wirklich. Corsair lässt die vier Module mit einem aktuellen Straßenpreis von circa 160 EUR ordentlich entlohnen. Der Gegenwert dafür ist eine hohe und edle Produktqualität, welche wie zuvor geschrieben auch noch reichlich Übertaktungspotential nach oben hin bietet Ein Blick ins Gehäuse bzw. um den CPU-Sockel herum sollte vor dem Kauf kann ebenfalls vollzogen werden, um Kompatibilitätsprobleme aufgrund der Modulhöhe auszuschließen.
Letztendlich bleibt es dem Interessent selbst überlassen, ob er den recht hohen Preis für dieses Produkt bezahlt oder aber zu einer günstigeren Alternative greift. Corsair ist, wie wir finden, mit dem Dominator Platinum DDR4-3000 Kit ein absolut überzeugendes Gesamtpaket gelungen, das Enthusiasten und Übertakter gleichermaßen begeistern wird. Daher vergeben wir eine Redaktionsempfehlung für das vorliegende Dominator-Platinum-Speicherkit CMD16GX4M4B3000C15. Das Kit ist auch direkt bei Amazon erhältlich.
Corsair Dominator Platinum DDR4 3000MHz - 4x4GB (16GB) | ||
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Pro | Contra | ![]() |
+ sehr hohes Übertaktungspotential | - Bauhöhe kann Probleme bereite |
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