Heute haben wir ein DDR4-Speicherkit im Test, welches sich seit seiner Veröffentlichung im Jahr 2014 bis heute großer Beliebtheit erfreut. Gemeint sind die Crucial Ballistix Sport DDR4 Module mit einem Takt von 2400 MHz, welche nicht nur im Low Profil Format gefertigt wurden, sondern auch über eine XMP 2.0 Zertifizierung verfügen. Wie sich das Kit mit dem silber-grauen Heatspreader geschlagen hat verraten euch die nachfolgenden Seiten.
Verpackung und Lieferumfang
Das Speicherkit wird in der von Crucial gewohnten, durchsichtigen Blisterverpackung ausgeliefert. Ein Aufkleber auf der Front verrät sofort alle wichtigen technischen Eckdaten wie Kapazität, Modulanzahl und Modulgröße sowie Taktrate. Tiefgreifende Details wie etwa die Latenzen können über die weißen Aufkleber auf den vier Arbeitsspeichermodulen entnommen werden. Auf der Rückseite der Verpackung wird lediglich ein innenliegendes Werbeklappheft sichtbar, welches keine wirklich verwendbaren Informationen enthält.
Crucial BallistiX Sport DDR4 2400MHz | |
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Bezeichnung | BLS4C4G4D240FSA |
Typ | DDR4 |
Preis | ca. 95 EUR |
Hersteller-Homepage | www.crucial.com |
Leistungsdaten | |
Taktrate | DDR4-PC4-19200 - 2400MHz |
Timings | CL 16-16-16-39 2T |
Module | 4x |
Modulgröße | 4GB |
Spannung | 1,2V |
XMP-Profil | Ja, XMP 2.0 |
Besonderheiten | lebenslange Garantie |
Detailbetrachtung
Das Speicherkit besteht aus vier identischen Modulen mit einer Kapazität von jeweils 4GB. Dadurch ergibt sich eine Gesamtkapazität von 16 GB, welche im Dual- oder Quad-Channel-Betrieb angesteuert werden können. Die von Crucial angedachten Standardsettings sehen einen Takt von 2400 MHz bei Timings von CL 16-16-16-39 2T und einer Betriebsspannung von 1,2V vor. Dieses Hauptsetting wurde ebenfalls für das Intel Extreme Memory Profile hinterlegt.
Optisch präsentiert sich der Speicher sehr elegant und zurückhaltend. Obwohl alle Riegel nur einseitig mit Speicherchips bestückt sind, findet man auf beiden Seiten voneinander getrennte Aluminium Heatspreader. Diese nehmen zur Mitte hin minimal in der Höhe zu ohne dabei die Gesamthöhe des Moduls von 30 mm zu verändern.
Zusätzlich werten auf jedem Kühlkörper einige silberne Elemente und ein mittig platzierter „Ballistix“ Schriftzug die sportliche Gesamtoptik auf. Insgesamt harmonisieren die silber-grauen Heatspreader sehr gut mit dem schwarzen PCB. Auch die Verarbeitungsqualität wirkt solide und wertig.
Gehen wir nun zum Praxistteil und der Vorstellung des Testsystems auf Basis von Intel's Skylake-S-Plattform über.
Unser Arbeitsspeicher Testsystem
Das gesamte Testsystem wird in einem Fractal Design Define R5 realisiert und durch die zu testenden Speicherriegel ergänzt. Der Untersatz unserer Skylake-Plattform bildet das Asus Maximus VIII Hero Mainboard. Bei der Stromversorgung wird auf ein Corsair RM650i gesetzt. Als CPU kommt das Top-Modell, ein Intel Core i7-6700K (Skylake) als Boxed-Version zum Einsatz. Das im 14nm Strukturgröße gefertigte Stück Silicium verfügt über einen offenen Multiplikator und wird mit einer TDP von 91 Watt spezifiziert. Der Standardtakt beträgt 4,0 GHz und wird im Turbo-Modus auf 4,2GHz angehoben.
Als Kühllösung agiert die AiO Wasserkühlung Corsair H110i GT. Als primärer Datenträger wird eine Corsair Neutron XT – 240 GB verwendet. Als Betriebssystem nutzen wir Windows 10 Professional in der 64-Bit Variante. Die genannte Konstellation wird auch künftig das feste Setup bilden, welches für alle nachfolgenden Arbeitsspeicher-Testberichte verwendet wird.
Intel (S. 1151) Skylake-Testsystem | ![]() ![]() ![]() | |
Prozessor: | Intel Core i7-6700K "Skylake" (Retail) | |
Mainboard: | Asus Maximus VIII Hero | |
Kühlung: | Corsair H110i GT | |
Storage: | Corsair Neutron XT - 240 GB | |
Netzteil: | Corsair RM650i | |
Grafikkarte: | Intel HD 530 (onboard) | |
Betriebssystem: | Windows 10 x64 | |
Testverfahren
Um die Stabilität des Speichers zu überprüfen, nutzen wir die Programme SiSoftware Sandra und AIDA Extreme Version 4.00. So bekommen die Leser einen groben Überblick über verschiedene Werte wie Durchsatz und Zugriffszeiten. Nur Einstellungen die alle beiden Tests fehlerfrei bestehen, werden als stabil berücksichtigt und aufgeführt. Darüber hinaus jagen wir jedes Speicherkit durch den integrierten Spielebenchmark von Bioshock Infinite und den neuen 3DMark-Benchmark von Futuremark. Bevor nun der eigentliche Testmarathon beginnen kann, wird noch die Übertaktungsfähigkeit des Speichers ausgetestet. So lassen sich die Ergebnisse dann auch im Test berücksichtigen.
Übertaktung | ||
2.666 MHz / 1,2 Volt – CL 14-14-14-28 2T | ||
2.800 MHz / 1,2 Volt – CL 16-16-16-28 2T | ||
3.000 MHz / 1.35 Volt – CL 14-14-14-29 2T | ||
> 3.000 MHz – Absturz |
Testergebnisse und Benchmarks
AIDA64 Extreme
Sandra SiSoftware
Wie zu erwarten war, hängen die Datenraten stark vom jeweiligen Speichertakt ab. Die Zugriffszeit hingegen wird von beiden Faktoren, der Latenz und dem Speichertakt bestimmt. So lässt sich auch der "Einbruch" bei 2800 MHz erklären.
Grafikbasierte Benchmarks
In diesem Abschnitt liegt der Fokus auf zwei grafikbasierte Benchmarks. Beim 3DMark 11 von Futuremark kommt der Physiktest im "Performance" Modus zum Tragen, da in diesem anspruchsvollen Testabschnitt relativ viel Rechenleistung benötigt wird. Im zweiten Schritt wird der integrierte Spielebenchmark von Bioshock Infinite mit minimalen Einstellungen gemessen, um einen Einfluss der internen Grafikkarte zu minimieren.
3DMark 11 (Basic - Performance) Physics Score
Bioshock Infinite Benchmark (Very Low, 1280x720px)
Auch hier zeigt sich eine Steigerung zwischen den verschiedenen Taktfrequenzen. Einen deutlichen Sprung gibt es zwischen den Standardsettings und 2.666 MHz sowie zwischen 2.800 und 3.000 MHz. Hier steigt die Leistung beim 3DMark 11 um 600 auf 11.411 Punkte bzw. um 500 auf 11.899 Punkte nach oben. Ein ähnliches und noch deutlicheres Bild zeigt sich beim Ego-Shooter Bioshock Infinite, welcher merklich von hohen Speichertaktfrequenzen profitiert. Kommen wir nun abschließend zum Fazit.
Fazit
Das Crucial Ballistix Sport DDR4-2400 Kit (BLS4C4G4D240FSA), bestehend aus vier Modulen zu je 4 GB, liefert hervorragende Leistungsergebnisse bei einer Betriebsspannung von lediglich 1,2V ab. Die im Low Profil produzierten und optisch ansprechenden Riegel besitzen eine exzellente Verarbeitung und Qualität. Durch die geringe Bauhöhe ergibt sich außerdem eine nahezu uneingeschränkte Kompatibilität zu allen CPU Kühlern, aber auch zu gängigen HTPC Modellen.
Die hohen Timings bei Standardsettings trübten zu Beginn das Bild etwas, konnten jedoch bei anschließender Übertaktung durch eigenhändige Einstellungen im BIOS zufriedenstellend verbessert werden. Unabhängig vom Test konnten wir die Timings bei unveränderter Taktfrequenz von 2.400 MHz auf CL 12-12-12-28 2T senken. Das 16 GB große DDR4-Speicherkit ist aktuell für 95,- EUR gelistet und kann alternativ auch bei Amazon gekauft werden.
Crucial Ballistix Sport DDR4 2400 MHz - 4x4GB (16 GB) | ||
Arbeitsspeicher Testberichte | Hersteller-Homepage | Bei Amazon kaufen |
Pro | Contra | |
+ gute Leistungswerte | - nur eine XMP Einstellung gespeichert |
Abschließend können wir sagen, dass Crucial mit dem Ballistix Sport Kit vieles richtig macht. Auch das Preis-Leistungsverhältnis stimmt. Aufgrund der hervorragenden Leistung, die die Ballistix Sport Module abgeliefert haben, können wir das Produkt uneingeschränkt weiterempfehlen.
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