Reinigungsleistung und Erfahrungen
Sobald der Sauger seine Karte fertig eingelesen hat, arbeitet das Modell effizient nach seinem Auftraggeber und macht was er soll. Die Fähigkeiten, Dreck und Schmutz zu beseitigen, konnte der Roboter im Test durchschnittlich gut erbringen. Es war ihm möglich, Katzenstreu und große Staubflusen zu beseitigen. Das Saugen über einen Teppich ist u.a. mit der Boost-Funktion gut möglich gewesen. Wir erinnern uns, das Gerät bietet insgesamt vier Saugstärken an (Pure, Power, Turbo und Maximalmodus), welche je nach Einsatzzweck angewendet werden können. Es war ihm im Test möglich, mit vollständig geladenem Akku im Pure Modus rund 87 qm in 103 Minuten zu reinigen. Der Akkustand betrug nach diesem Durchgang noch ca. 40 Prozent. Leider trat während des Saugens ein leicht hochfrequentes Geräusch in Erscheinung, was ein Roborock S5 beispielsweise nicht vorzuweisen hat. Dies kann schon etwas nervig sein, je nach dem wie anfällig man auf solche Töne reagiert.
Im Zweiten Durchlauf wurden 73 m² im Maximalmodus und mit voller Saugkraft von 4000 Pa bzw. vollem Akku, effektiv gereinigt. Dies wurde in 84 Minuten erfüllt. Der Akkustand betrug nach diesem Durchlauf noch circa 25 %. Die Saugleistung ist in diesem Zusammenhang als intensiv und gründlich, aber auch als laut zu bezeichnen. Die Zimmerreinigung, Stellenreinigung sowie das Zurückkehren an die Ladestation erfolgten ohne Einschränkungen oder dergleichen. Mittels einer Laser-Navigation bzw. „Rotationslaser“ auf der Oberseite des Gehäuses, zieht das Gerät strukturiert seine Reinigungsbahnen (wie auch eine Seite zuvor in den Screenshots dargestellt). Hindernisse werden von ihm leider nicht so gut erkannt, sodass er manchmal sehr „grob“ mit diesen umging und auch gegen diese fest stieß. Beispielsweise musste leider das abgehangene WC als No – Go Zone gekennzeichnet werden, da sich der X8 Hybrid dort festfuhr, sodass er kleine Kratzer an seinem schwarz glänzenden Design bekam bzw. im Zweifel auch das teure Keramik-Edelörtchen zerkratzen könnte…
Im Modellvergleich - der etwas "ältere" Roborock S5 (links) und der Eufy X8 Hybrid (rechts)
Der Schmutzbehälter ist mit 400 ml groß und ausreichend dimensioniert. Der abnehmbare Wischtank mit 250 ml Inhalt so ausgelegt, um 80 - 90 qm² reinigen zu können. Diese Wischfunktion ist ganz nett, aber kein top Feature mehr. So findet man bspw. keine Einstellungen über die App zur Wischfunktion. Auch kann der Tank bei der Fahrt über dem Teppich nicht (automatisch) angehoben werden. Der Eufy RoboVac X8 Hybrid ist also mit einer passiven Wasserzufuhr ausgestattet. Der Sauger wischt leicht feucht hinter dem Gesaugten her. Dadurch ist das Wischtuch zu Beginn oftmals genau richtig feucht und am Ende des Wischvorgangs eher leicht feucht. Eine kontinuierliche Befeuchtung des Bodens wie man es sich im klassischen Sinne wünscht, ist auch hier leider nicht zu 100 Prozent gegeben. Es ist nice to have, ersetzt jedoch nicht das gründliche Bodenwischen mit einem „analogen System“ oder anderen Wischalternativen.
Kurzer Abriss der Saugleistung bei hartnäckigem Katzenstreu - hier leistet der Sauger gute Arbeit
Innerhalb der App kann man sich einfach zurechtfinden, denn diese ist gut durchdacht und übersichtlich gestaltet. Sollte der Roboter sich kurz "verloren" haben, findet er sich durch eine Positionierung schnell wieder und kann effizient weiter saugen. Innerhalb der Eckenreinigung zeigte der X8 Hybrid eine durchschnittlich gute Leistung. Seine vier Absturzsensoren arbeiten effizient, sodass er beispielsweise nicht Gefahr lief an der Treppe abzustürzen. Es empfiehlt sich unbedingt die Sensoren reinigen, da sonst der Roboter Gefahr läuft in der kommenden Reinigung unkoordiniert hin und her zu (Kreuz und Quer) fahren und somit eine gründliche Reinigung nicht mehr gegeben sein könnte.
Die Reinigung des Schmutzbehälters lässt sich ebenfalls leicht entnehmen. Ganz einfach: Taste drücken, Deckel öffnen (Achtung: Mülleimer drunter!), Dreck rausschütteln, fertig. Beim Herausnehmen des Saugbehälters aus dem Roboter aufpassen, dass der Staub nicht gleich wieder auf den Boden fällt. Die Öffnung neigt nach unten und da eine Rückfallklappe fehlt, kann der gesaugte Staub schnell wieder herausfallen.
Keinesfalls schön anzusehen - zeigt aber wie effektiv der Sauger agiert
Das Ganze ist auch, ohne vorheriges Studium des Handbuches kein Problem. Anschließend einfach trocken mit dem Finger oder dem beiliegenden Pinsel reinigen. Wünschenswert ist auch ein Check mit der Rotationsbürste, darin können sich Harre verfangen. Weiterhin sollte das Gerät über das Menü Einstellungen – Zubehör Service regelmäßig gecheckt werden. Kommen wir abschließend zum Fazit.