Welches Mainboard ist erforderlich?
Wir haben uns natürlich auch gefragt, was der neue Chipsatz für Vorteile für Zen+ mit sich bringt. Klar ist, dass die neuen Boost Modi nur auf dem AMD X470 bzw. Mainboards mit eben diesem Chipsatz funktionieren. Daher haben wir eine weitere kurze Testreihe durchgeführt. Dazu platzierten wir den AMD Ryzen 7 2700X und den AMD Ryzen 7 1700X noch einmal auf einem "älteren" Mainboard, und zwar dem ASUS Prime B350-Plus.
Klar hätten wir auch bspw. zum MSI X370 XPower Gaming Titanium greifen können, allerdings wollten wir hier zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Denn wem brannte nicht die Frage unter den Fingernäglen, ob der neue Prozessor mit 105W TDP nicht auch auf einem Budget Mainboard vernünftig läuft? Im folgenden ist daher der Vergleich zwischen den Prozessoren und Chipsätzen dargestellt.
Corona 1.3
Cinebench R15 ST / MT
POV-Ray
Super Pi
HEVC Decode Benchmark
AIDA64 Extreme
In den reinen CPU Disziplinen sieht man, dass der Ryzen 7 2700X auf dem MSI X470 Gaming M7 AC immer eine Spur besser abschneidet als auf dem ASUS Prime B350-Plus. Wirklich enorm ist der Unterschied nicht und wir mussten auch einige Schwankungen sehen, jedoch ist es schon Signifikant erkennbar. Zudem ist der Ryzen 7 1700X auf beiden Mainboards in etwa gleich schnell. Dies ist ein weiteres Indiz dafür, dass die Boost Mechanismen hier also greifen.
Video-Benchmarks
Firestrike (DX11)
Time Spy (DX12)
Ashes of the Singularity (Vulkan)
Bei den Video Benchmarks zeichnete sich das gleiche Bild ab. Der Zen+ Prozessor kann auf dem X470 Mainboard etwas höher boosten und erzielt damit eine gesteigerte Leistung. Aber noch einmal, der Unterschied ist wirklich sehr gering. Wer bereits ein B350 oder X370 Mainboard besitzt, der kann dies guten Gewissens auch weiterverwenden.