Detailansicht
Die offensichtlichste Änderung am Monitor ist der Standfuß, der im Vergleich zu den Vorgängergenerationen abermals überarbeitet wurde. Der größte Benefit soll dabei sein, dass man das Gerät jetzt möglichst dicht an die Wand positionieren kann, ohne dabei rückwärtigen Platz zu verschenken. Ebenfalls überarbeitet wurde auch die „Unity Hexagon Beleuchtung“, die weiterhin frei definierbar ist und zahlreiche Effekte innehat. Zudem wird in sehr dunklen Räumen hinter dem Panel eine angenehme Leuchtatmosphäre erzeugt. Eine Kabelführung ist in Form einer Öffnung am Standfuß vorhanden. Das Gehäuse selbst hat einen leichten Lila-Farbton erhalten, was an die Zielgruppe gerichtet sein soll.
Beim Thema Ergonomie ist der Monitor auch wieder gut aufgestellt. So lässt sich das Gerät dank des flexiblen Standfußes vielfältig verstellen. Er kann 120 mm in der Höhe verstellt werden und kann auch einen Neigungswinkel von 10° nach vorn bzw. 15° nach hinten darbieten. Eine Pivot-Funktion gibt es nicht, dafür kann man das Panel aber leicht seitlich um jeweils 10° drehen, da an der Halterung ein Gelenkkopf integriert ist. Der Vesa-Standard ist mit 100 x 100 mm definiert. Der Aufbau ist ein Kinderspiel, wie gehabt wird dieser in die Halterung eingeklickt. Der untere Sockel wird dann final mit einer Handschraube ohne Werkzeug festgedreht – einfacher geht es nicht. Am Fuß selbst gibt es rückwärtig noch einen kleinen Halter für die angeschlossenen Kabel, um jene besser leiten zu können.
Höhenverstellbar um bis zu 120 mm
Neigung nach vorn bis zu 10° und nach hinten um bis zu 15°
Apropos Sockel, in der Vergangenheit hat LG hier immer eine Art Zwei- oder Dreibein verwendet. Jetzt bekommt man eine „Platte“ auf der auch Dinge abgelegt werden können und der Platz unter dem Panel effektiver genutzt werden kann, was man ggf. schon aus dem B2B-Bereich von LG kennt.
Flacher Sockel bietet Platz für Ablagen oder einer kleinen Mini-Soundbar
Das Panel ist wieder sehr gut und zugleich rahmenlos eingefasst. Das sieht nicht nur schick aus und vermittelt Wertigkeit, sondern nutzt den verwendeten „Raum“ auch effektiv aus. Zudem hat LG hier eine „Anti-Glare-Beschichtung“ aufgetragen, was Spiegelungen entgegenwirken oder besser gesagt, in hellen Räumen für deutlich mehr Nutzbarkeit sorgen soll. Bereits an dieser Stelle können wir sagen, dass man nicht mehr vom Konjunktiv spricht, sondern das Unterfangen des Herstellers als erfolgreich ansehen kann. Äußerer Lichteinfall wird merkbar reduziert. Wenn man jetzt den Umstand von einem anderen Standpunkt aus betrachtet, verlieren die selbstleuchtenden OLED-Pixel aber ein wenig ihre Brillanz, welche eben so einzigartig ist für Panel dieser Art. Hier kann man es je nach eigenem Anspruch betrachten.
Um auch bei den technischen Daten nochmal etwas konkreter zu werden: Wir sprechen hier von der zweiten Generation der WOLED-Panels bei der LG die MLA+ Technologie als Buzzword in den Raum wirft. Wie konkret die Eckdaten um diese Begrifflichkeit aufgestellt sind, ließ der Hersteller aber bisweilen unbeantwortet. Wer sich nach Monitoren mit den hier aufgelisteten Keyfacts umschaut, der wird unweigerlich auf den ASUS ROG Swift PG34WCDM stoßen, der im Kern baugleich erscheint. Auch kommt die Frage nach einem Burn-In-Schutz wieder auf. Hier bietet LG eine 24-monatige Garantie auf Einbrennen an.
800R als Radius - wirkt auf den Bildern gar nicht so intensiv wie in natura
So wie das Gerät aufgestellt ist, ist der Monitor eine super Alternative zum Zocken. Das gekrümmte Panel mit einem 800R Radius wirkt immersiv und zugleich aber auch ein wenig „radikal“. Deutlich homogener erscheinen hier 1800R-Geräte – aber das kann durchaus auch eine subjektive Einstellung sein. Im Gehäuse gibt es im Übrigen keine aktive Kühlung! Das Gleiche gilt leider auch für Lautsprecher, die scheinbar bei den Herstellern keinerlei Bedeutung mehr erfahren. Ein Kritikpunkt könnte für viele auch die vermeintlich geringe Pixeldichte von 110 dpi darstellen, die sich aus der Panelgröße und der vergleichsweisen geringen Auflösung von 3440 x 1440 Pixel ergibt. Die 240 Hz Bildwiederholrate und die OLED typischen kräftigen Farben sowie perfekten Schwarzwerte sollen dies aber in gewisser Weise kompensieren.
Anders als bei der letztjährigen OLED-Generation aus dem Monitor-Segment von LG, bekommt der Anwender wieder die bekannte Joystick-Steuerung am Gerät. Diese ist gewissermaßen auf der Rückseite angebracht, lässt sich aber komfortabel erreichen. Etwas unverständlich ist aber, warum man die Fernbedienung jetzt weggelassen hat. Klar, man hat hier im übertragenen Sinne selbst einen Bedarf kreiert, der aber bei dem hier angesetzten Preis sicher auch noch gestillt hätte werden können und der komfortableren Nutzung zuträglich gewesen wäre.
"Joystick" an der Unterseite - sowie ein 3,5mm Klinkenstecker
Nochmal kurz zu den Lautsprechern: Eine gewisse Grundbeschallung hätte es schon sein können. Den Trend, hier dauerhaft darauf zu verzichten können wir nicht gutheißen, auch wenn die Zielgruppe ganz sicher auf externe Audio-Geräte setzen wird. Stattdessen können Nutzer den DTS:X Headphone-Port verwenden, den aktuell nur sehr wenige Kopfhörer überhaupt unterstützen.
Nach unten ausgeführte Display-Ausgänge und USB-Ports
Das Anschlusspanel ist in diesem Fall nach unten ausgerichtet, was beim Anstecken der Kabel nicht wirklich von Vorteil ist. Selbst mit aufgesteckter Abdeckung sieht man zum Teil die Kabelenden am unteren Panelrand, was ggf. die Optik stören könnte. Als Display-Anschlüsse selbst sind zweimal HDMI 2.1 und einmal ein Display-Port vorhanden. Die USB-Stecker stehen wie gewohnt als Hub- bzw. als Uplink zur Verfügung. Leider finden wir hier keinen USB-C-Port, sondern noch den altmodischen Typ-B-Stecker. Das Netzteil ist leider extern gelagert und wird mittels proprietären Steckers am Monitor angeschlossen. Jenes ist zudem auch noch recht groß, sperrig und will auch verstaut werden.
Aufgesteckte Verblendung - Kabel werden dann nach unten ausgeführt
Natürlich darf auch die Beleuchtung in der Aufzählung nicht fehlen. Jene kann im Menü des Gerätes beliebig eingestellt werden und bietet sogar einige Effekte, die man auswählen kann. Im Vergleich zu früheren Modellen bietet diese nun auch eine gewisse Ambientewirkung, sodass in dunklen Räumen die rückseitige Wand sichtbar beleuchtet wird. Alles in allen aber nur ein nettes Goodie. Auf der nächsten Seite werfen wir einen Blick auf das umfangreiche Menü des LG.