Mit dem Eizo FlexScan EV3895 hat sich nun die neueste Kreation der Japaner bei uns eingefunden. Das Top Modell will nicht nur mit einem erstklassigen Bild überzeugen, sondern bringt auch einen sehr nützlichen KVM-Switch mit sich, den wir bereits im Eizo FlexScan EV2795 unter die Lupe nehmen konnten. Wie sich das rund 1500 Euro teure Gerät in der Praxis geschlagen hat, klärt der nachfolgende Artikel.
Der Eizo FlexScan EV3895 in der schwarzen Ausführung (BK) ist ein 37,5 Zoll (95,3 cm) Modell mit einer Auflösung von 3840 x 1600 Pixeln sowie einem integriertem KVM-Switch und weiteren interessanten Features. Dem Lieferumfang liegen bei:
- Netzkabel
- Signal-Kabel USB-C zu USB-C
- Signalkabel HDMI - HDMI
- Signalkabel DisplayPort - DisplayPort
- 2x USB-Kabel (Typ A - Typ B)
- Kurzanleitung, Kabelabdeckung
EIZO Flexscan EV3895 im Überblick | |
Bezeichnung | EV3895-BK |
LCD-Größe | 37,5 Zoll |
Curved | Ja Radius 2300mm |
Bildwiederholrate | ~ 60Hz |
Hersteller Homepage | www.eizo.de |
Preis | UVP 1784,- EUR - Straßenpreis ca. 1500,- EUR |
Garantie | 5 Jahre Garantie |
Kopfhöreranschluss | vorhanden |
Gewicht | 13,2 - mit Fuß |
Energieverbrauch | Verbrauch: max. 194W Standby: 0,3W |
Netzteil | intern |
Vesa-Standard | 100 x 100mm |
Auflösung | 3840 x 1600 Pixel |
Bildformat | 24:10 |
Helligkeit | 300 cd/m² |
Kontrast | 1.000 : 1 (Nativ) |
Reaktionszeit | 5ms |
Panel | mattes IPS Panel |
Blickwinkel | 178° vertikal |
Anschlüsse | ▪ 4x USB-3.1 Downstream Typ A |
Detailansicht
Mit dem Eizo EV3895 aus der FlexScan-Serie ist nun ein weiterer Vertreter mit matt-schwarzer Oberfläche vorstellig, welcher mit einem modernen und schicken Design ausgestattet ist. Der Monitor kommt fertig montiert beim Käufer an, die durchdachte Verpackung macht dies möglich, denn so kann man den Monitor direkt auf dem Schreibtisch platzieren und loslegen.
Gegenüber dem eingangs erwähnten Eizo EV2795, ist der EV3895 mit einem gewölbten 37,5 Zoll großen IPS-Panel ausgerüstet, welches dem Nutzer im Umgang mehr Immersion bieten soll. Die Krümmung (2300mmm Radius) ist aber recht gering ausgefallen, sodass auch ein Multi-Monitor-Setup, falls das bei dieser Größe überhaupt nötig ist, zu realisieren wäre. Dafür spricht auch der recht schmale Rahmen.
Der montierte Standfuß bietet dem doch recht schweren Panel einen stabilen Stand und kann mit vielen ergonomischen Einstellungen überzeugen. So ist das Panel nach vorne 5 Grad und nach hinten 35 Grad neigbar, der Drehmechanismus im Fuss lässt eine Drehung von bis 70 Grad zu und in der Höhenverstellung erreicht man fast 20 Zentimeter. Auch kann das Panel seitlich geneigt werden und somit in jede gewünschte Position gebracht werden, sehr vorbildlich Eizo!
Bei den Anschlüssen bleiben auch keine Wünsche offen und der Monitor überzeugt mit einer vielfältigen Konnektivität. Für eine bessere Erreichbarkeit stehen auf der linken Seite vier USB 3.0 Anschlüsse, sowie ein Klinkeausgang für einen Kopfhörer bereit. Auf der Rückseite, etwas seitlich versteckt, kann der Nutzer zwischen einen Displayport, zwei HDMI 1.4 und einen USB-C-Anschluss wählen. Letztere ist auch gleichzeitig als Dockingstation zu verstehen und übertragt nicht nur das Bild- und Tonsignal, sondern kann auch den Netzwerkanschluss und die angeschlossenen USB-Geräte am Monitor durchschleifen. Zusätzlich sogar noch das Notebook mit maximal 85 Watt laden.
Interessant sind die beiden USB-Upstream-Zugänge, die es dem Nutzer ermöglichen, insgesamt drei Computer am Eizo zu nutzen, die alle auf die gleiche Peripherie zugreifen können. Aber dazu später im praktischen Teil mehr. Abgerundet wird die Rückseite durch den Stromanschluss und den Ausschalter, der den Monitor komplett vom Strom trennt und somit auch keine Energie verschwendet.
Für ein sauberes Kabelmanagement legt Eizo dem Monitor eine Abdeckung für die Rückseite bei und hat im Standfuß auch einen seitlich öffnenden Kabelkanal untergebracht. Das sorgt selbst bei voller Bestückung für eine aufgeräumte Optik. Aber genug zum "oberflächlichen" Part, kommen wir zum praktischen Eindruck.
Menü-Steuerung
Beim Menü werden sofort Erinnerungen wach, denn Aufbau und Optik sind mit dem EV2795 identisch und man findet sich direkt zurecht. Die Steuerung selbst erfolgt wieder über berührungsempfindliche (elektrostatisch) Tasten, links neben dem Power-Button, welche nur durch Striche auf dem Gehäuse angedeutet wurden, um sie überhaupt finden zu können. Erst durch das Berühren geben sie ihre Funktionen auf dem Display frei. Das kann im Alltag etwas fummelig sein, da man durch den dunklen Rahmen nicht sofort die Tastenpunkte erkennt und der mittig platzierte Powerbutton, direkt neben den Tasten, macht das auch nicht einfacher. Nach kurzer Eingewöhnungszeit geht die Bedienung aber in "Fleisch und Blut" über. Wie es aber einfacher geht, zeigt zum Beispiel die Lösung des LG 27GN750 mit dem Joystick an der Rahmenunterseite.
Die Oberfläche des Menüs selbst ist intuitiv, der Kontrast aus dunklem Hintergrund und heller Schrift bietet eine gute Lesbarkeit und es stehen dem Nutzer viele Einstellungen zur Verfügung. Für die Farbwiedergabe stehen die vorgefertigten Modi sRGB, Paper, Movie, DICOM und auch zwei Slots für benutzerdefinierte Einstellungen zur Verfügung. Aber auch Funktionen wie ECO, Overdrive, Interpolation, OSD-Sprachen werden hier angeboten und lassen keine Wünsche offen.
Interessant ist der PbyP-Menüpunkt, welcher die Bild-in-Bild Funktion des Eizos regelt. Dort können das Format und der Eingang der jeweiligen Seite des Bildschirms bestimmt werden und so gleichzeitig eben zwei Computer genutzt werden, die Auflösung von je 1920 x 1600 gibt das bei der Größe her.
Produktivität-Betrieb
Mit seiner immensen Größe von 37,5 Zoll bei einer Auflösung von 3840 x 1600 Pixeln, bietet der Eizo EV3895 auf dem Desktop viel Platz für ein produktives Arbeiten. Mit einer Pixeldichte von knapp 111ppi, bietet der Eizo einen guten Kompromiss aus Größe und Schärfe. Die Kombination aus Auflösung und Panelgröße hat mir persönlich sehr gut gefallen, ich musste in den Windows-Einstellungen nichts in der Darstellungsgröße regulieren, erwähnenswert, da meine Augen mit 40 Lenzen nicht unbedingt mehr die besten sind. Das Schriftbild im Office-Modus ist hervorragend, sehr klar und scharf und auch die Farbwiedergabe überzeugt mit kräftiger Darstellung, je nach gewähltem Modus mal mehr mal weniger.
viel Platz beim Videoschnitt mit Adobe Premiere
Aber nicht nur für die reine Textverarbeitung ist der Monitor prädestiniert, denn die Größe richtet sich klar an Content-Creator die zum Beispiel viel mit Adobe Premiere oder anderen aufwändigen Schnittprogrammen rumhantieren, nicht nur aufgrund seiner sRGB-Farbraumabdeckung. Das matte Panel vermittelt auch ein exzellentes Bild beim Videoschnitt oder der Bildbearbeitung, bringt genügend Platz mit, um sich auf dem Desktop produktiv zu organisieren, was zum Beispiel die Werkzeuge angeht und erleichtert so einem den Alltag deutlich. Die maximale Helligkeit von 300cd/m² reicht auch aus, um in hellen Arbeitsumgebungen zu bestehen. Die Auto-Eco View Funktion, welche mittels eines Sensors das Umgebungslicht ermittelt und die Bildschirmhelligkeit automatisch regelt, spart Energie spart und liefert immer die richtige Einstellung. Praktisch: Die Helligkeitssteuerung lässt sich korrigieren bzw. an die persönlichen Bedürfnisse anlernen.
KVM-Switch & Dockingstation
Als Besonderheit spendiert Eizo ihrem FlexScan EV3895 noch einen KVM-Switch bzw. eine Dockingstation. Somit ist es zum Beispiel kinderleicht, einen stationären Office-PC und ein mobiles Notebook zusammen am Monitor zu betreiben und die gleiche Peripherie zu verwenden. Durch die zwei USB-Upstream-Anschlüsse können bis zu zwei stationäre Computer und mittels des USB-C-Anschlusses z. B. ein Notebook auf die gleiche Peripherie zugreifen, die an dem Monitor angeschlossen ist. Somit ist der Hardware-Aufwand deutlich geringer zu halten, da nur eine Maus und eine Tastatur für bis zu drei Computer gebraucht wird.
dank 1920 x 1600 Auflösung, auch zwei Desktops gleichzeitig gut nutzbar
Aber nicht nur der KVM-Switch wertet den Eizo auf, auch die integrierte Dockingstation bringt einen hohen Mehrwert mit. Gerade für Berufstätige die Mobil viel unterwegs sind, aber zuhause auf einen vielleicht leistungsstärkeren PC nicht verzichten möchten, ist diese Lösung sehr praktisch im Alltag. Mit nur einem Kabel (USB-C) ist das mobile Notebook mit dem Monitor verbunden, wird darüber mit bis max. 85 Watt aufgeladen, kann auf Internet oder Netzwerkfunktionen zugreifen ohne WLAN nutzen zu müssen (vorausgesetzt ein Ethernet-Kabel ist mit dem Monitor verbunden) und nutzt auch noch die verbundene Peripherie für eine komfortablere Bedienung. Der im Monitor integrierte Netzwerkanschluss steigert auch die Sicherheit im Unternehmen, denn so kann sichergestellt werden, dass sich bspw. kein Außendienst-Mitarbeiter etc. über das WLAN mit dem Firmennetzwerk verbinden muss. Es ist so keine weitere (kostspielige) Dockingstation nötig bzw. das Notebook kinderleicht mit dem USB-C-Anschluss verbunden.
Blickwinkel
Das IPS Panel überzeugt auch in dieser Disziplin, das Panel ist blickwinkelstabil und bei seitlicher Draufsicht ist eine Farbverfälschung nicht sichtbar. Wir haben hier absichtlich keinen hohen Winkel bei der seitlichen Draufsicht gewählt, mehr als die 70° Grad Drehbewegung des Standfußes macht bei einem gekrümmten Display keinen Sinn.
Messungen
Natürlich möchten wir unsere Aussagen auch mit Messwerten untermauern und greifen auf eine verlässliche und transparente Bewertungsgrundlage bei den Messungen zurück. Bei allen Messungen kam das X-Rite i1 Display Pro Kolorimeter zum Einsatz. Damit ist es möglich den Monitor zu kalibrieren, zusätzlich können auch unter präzisen definierten Angaben verlässliche Vergleichsbasen geschaffen werden, um zum Beispiel Kontrast- oder Helligkeitswerte ermitteln zu können.
Helligkeit / Kontrast
Als Ausgangsbasis haben wir uns für das Normlicht-Profil CIE Lichtart D65 entschieden. Alle Messungen werden von uns bei eingestellten 100% Helligkeit, 70% Kontrast und Gamma 2 in den Monitoreinstellungen miteinander verglichen, natürlich nach einer Aufwärmzeit von ca. einer halben Stunde.
Bei meinen Messungen habe ich auch nichts zum Beanstanden gefunden. Der Weißpunkt ist mit 6.518K in seinen Werkeinstellungen gut getroffen und kann bei Bedarf von 4.000 bis 10.000 Kelvin (K) in 500-K-Schritten justiert werden. Die von Eizo angegebene Helligkeit von 300 cd/m² erreicht das IPS-Panel spielend, nur beim Kontrastverhältnis liegt meine Messung etwas neben den Angegebenen 1000:1. Da wir keine Laborausstattung nutzen, sind Abweichungen möglich und dienen in unserem Fall eher als Richtung.
Farbraumabdeckung
Wie gut die Darstellung des sRGB-Farbraum vom jeweiligen Monitor abgebildet werden kann, kann von unseren 3D-Grafiken abgelesen werden. Die Messergebnisse werden dazu in einem sogenannten ICC-Profil abgespeichert und so können wir mit einem entsprechenden Viewer (ICC-View) ein Modell dazu erstellen. Es kommt wieder das bereits o.g. genannte Normlicht-Profil CIE Lichtart D65 bei 160cd/m² sowie eine Leuchtdichte nach ISO 3664 condition P2 zum Einsatz. Die Tonwertkorrektur wird mit dem 2.2 Gamma-Standardprofil versehen.
Eizo FlexScan EV3895 - User1-Modus
Im User1-Modus, als der Modus wo selbst Hand angelegt werden kann, bildet der Eizo den sRGB-Farbraum deutlich verlängert ab. Das spiegelt sich in einer kräftigen Farbwiedergabe abseits professioneller Programme mit Farbmanagement ab und kann z. B. beim Video-Konsum oder ein Gelegenheits-Spielchen überzeugen. Das von uns erstellte Profil kann man sich hier herunterladen (ICC-Profil).
Eizo FlexScan EV3895 - sRGB-Modus
Wer sich rein auf die sRGB-Farbwiedergabe beschränken möchte, nutzt den gleichnamigen Modus und begrenzt die Farben auf diesen Bereich. Bei der Auswertung zeigt der Eizo das er sehr akribisch den Anforderungen gerecht wird und so auch z. B. Fotografen glücklich machen kann, die Wert auf ein gutes Druckergebnis legen.
Eizo FlexScan EV3895 - Adobe-Farbraum
Der hier abgebildete AdobeRGB1998 Farbraum dient nur der Veranschaulichung, wie weit der Eizo EV 3895 diesem gerecht wird.
DeltaE2000 - kalibriert im sRGB-Modus
Um die Farbabweichung genauer zu betrachten, wurde der Delta E2000 Test durchgeführt. Wie man im Testergebnis erkennen kann, werden nach der Profilierung die Farben mit minimalen Abweichungen dargestellt, bis auf einen Ausreißer (Index 23). Eine Abweichung von 1 dE ist so gut wie nicht sichtbar. Bei einem kalibrierten Display sollte die durchschnittliche Abweichung unter 3 dE und das maximale dE unter 5 liegt. Das ist hier der Fall und beweist wieder einmal die Eignung des Monitors für die Bildbearbeitung.
Bildhomogenität
Die Bildhomogenität wird in drei Abstufungen (Weiß – 255, Grau- 128 und Dunkel-63) bei maximaler Helligkeit geprüft. Im Ergebnis werden dann etwaige Farbabweichungen in den jeweiligen Bereichen sichtbar. Hier kann aufgezeigt werden, ob das Panel gleichmäßig ausgeleuchtet wird.
Leuchtdichte-Weiß
Leuchtdichte-Grau
Leuchtdichte-Dunkelgrau
Bei der Ausleuchtung sind Abweichungen von bis zu 12 Prozent zum Rand hin gemessen worden. Im Alltag fällt dieser Helligkeitsabfall aber kaum auf, was auch an dem großen 37,5 Zoll Panel liegt. In den ganzen zwei Wochen, die ich mit dem EV3895 als Redakteur verbrachte, wurde das Bild immer als homogen und gut ausgeleuchtet wahrgenommen.
Leistungsaufnahme
Auch den Verbrauch des Monitors möchten wir unter die Lupe nehmen und aufgrund eines Messgeräts-Wechsel, auch hier unsere Bedingungen etwas angepasst. An dieser Stelle möchten wir keine Vergleiche mehr mit anderen Geräten herstellen, was durch die verschiedenen Größen, Auflösungen und möglichen Helligkeitsunterschiede auch kaum einen nennenswerten Mehrwert bietet. Wir werden ab sofort die Leistungsaufnahme in verschiedenen Bereichen ermitteln, dafür steht uns ein Voltcraft Energy Logger 4000 zur Verfügung. Neben dem Standby-Verbrauch, wird der maximale Verbrauch (max. Helligkeit, FreeSync bzw. G-Sync an) ermittelt. Des Weiteren loggen wir die Leistungsaufnahme in einer üblichen Arbeitsumgebung (Helligkeit bei 160cd/m²) und auch eventuelle Sonderfunktionen, wie zum Beispiel eine zusätzliche Beleuchtung oder eine vorhandene Quick-Charge-Funktion werden, falls vorhanden, mit in die Ergebnisse einfließen.
maximale Stromaufnahme = Lenovo T490s Notebook geladen
Aufgrund der integrierten Dockingstation kann und darf laut Eizo die maximale Stromaufnahme bei 194 Watt liegen, wenn alle Schnittstellen maximal belastet werden. Ich habe maximal 102,5 Watt erreichen können und bei "normaler" Office-Nutzung begnügt sich der Eizo mit gerade mal 31,2 Watt, was bei dieser Größe völlig in Ordnung geht. Der Standby-Verbrauch liegt mit 0,3 Watt hält die EU-Verordnung vom 06.01.2013 ein. Praktischerweise lässt sich der EV3895 auf der Rückseite komplett abschalten und verbraucht somit überhaupt keine Energie.
Kostenauflistung
Kostenaufstellung - EIZO EV3895 | |
Monitor mit einem Verbrauch von: | 31,00 Watt (abgerundet) |
Dauer: | 4 Stunden am Tag |
Dieser Verbrauch findet an: | 5 Tagen in der Woche statt |
Strompreis: | 0,28 € pro kWh |
Zeitperiode | Stromverbrauch | Stromkosten |
pro Tag: | 0,124 kWh | 0,04 € |
in der Woche: | 0,62 kWh | 0,18 € |
in 4 Wochen: | 2,48 kWh | 0,70 € |
im Jahr: | 29,76 kWh | 8,33 € |
in 5 Jahren: | 148,8 kWh | 41,65 € |
Bei einer Nutzungsdauer von fünf Tagen in der Woche, bei 4 Stunden täglich, kostet der Monitorbetrieb bei einer Helligkeit von 160 cd/m² 8,33 Euro im Jahr. Bei der Größe und Nutzbarkeit des Eizos EV3895 ein relativ geringer Wert. Vergessen sollte man aber nicht die Dockingstation. Hier können mit angeschlossenem Notebook auch mal eben etwas mehr als 100 Watt durch die Steckdose wandern.
Fazit
Wie man in den vorangegangenen Zeilen mitbekommen hat, bin ich vom Eizo FlexScan EV3895 positiv angetan. Die große Bildschirmfläche mit dazu passender Auflösung und die 2300-R-Wölbung machen das "Arbeiten" auf dem Monitor sehr angenehm und das auch bei längeren Sitzungen. Die automatische Helligkeitsregelung findet immer den richtigen Wert, dass mich das Panel nicht überfordert und die flimmerfreie Hybridlösung schont auch gleichzeitig meine Augen beim Lesen. Perfekt für mich als Online-Redakteur, der den ganzen Tag auf Bildschirme starrt. Aber auch die umfangreiche Ergonomie, die der Bildschirm mitbringt unterstreicht den Eindruck: perfektes Arbeitsmittel. Selbst Fotografen, Video-Produzenten oder Nutzer die viel Wert auf Farbtreue legen, können mit dem Eizo glücklich werden. Der exakt abgestimmte sRGB-Modus und die Größe bzw. die Übersicht in Programmen wie Photoshop, Premiere oder Lightroom, ermöglichen zusammen eine hohe Produktivität. Auch ein Spielchen ist auf dem Eizo möglich, gerade Echtzeit- oder Aufbau-Strategiespiele sollten von der Größe profitieren, für reaktionsschnelle Titel ist er aufgrund seiner Ausrichtung auf den Office-Sektor eher nicht geeignet.
Aber nicht nur das matte IPS-Panel überzeugt, sondern auch die technischen Raffinessen die Eizo in dem großen Monitor untergebracht hat. Die Anschlussvielfalt gestaltet den Umgang nicht nur flexibel, in Verbindung mit dem KVM-Switch ist auch eine Nutzung von mehreren Computern am Monitor elegant gelöst, da alle auf die gleiche Peripherie zugreifen können. Mit der integrierten Dockingstation rundet Eizo das gute Gesamtpaket ab, somit lassen sich auch Notebooks kinderleicht mit dem Monitor verbinden, Laden und in das Netzwerk integrieren (...) und das alles mit nur einem einzigen USB-C-Kabel.
Der Eizo FlexScan EV3895 ist in meinen Augen ein echter Alleskönner: Viel Bildschirmfläche, stimmige Auflösung und praktisches Format, sRGB-Farbmanagement, KVM-Switch und leistungsfähige Dockingstation, für mich als Redakteur die perfekte Ausstattung. Mit einer UVP von 1784,- Euro (Straßenpreis um die 1500,- Euro) ist das Geld gut angelegt. Beim Kauf unterstützt man gleichzeitig ein Unternehmen, welches auf Umwelt- und sozialbewusste Herstellung Wert legt und man bekommt dafür ein Premium-Produkt mit einer 5-Jahres-Garantie. Ich ziehe meine Hut und verleihe Gold, Glückwunsch Eizo. Erwerben lässt sich der vorgestellte Monitor u.a. auch bei Amazon.
EIZO FlexScan EV3895
- Verarbeitungsqualität
- stabiler und ergonomischer Standfuß
- Menüsteuerung / Nutzerprofile
- praktischer KVM-Switch
- nützliche Dockingstation mit Ethernet
- homogene Ausleuchtung / Bildqualität
- Helligkeitssensor / Automatik
- Panelgröße / Format / Auflösung
- bietet viel Arbeitsfläche / Produktivität
- Bildschirmteilung mit 1920 x 1600 Auflösung möglich
- ausreichende Helligkeit auch für helle Umgebungen
- Stromverbrauch / Eco-Funktion / Null-Watt-Funktion
- 5 Jahre Garantie mit Vor-Ort-Austauschservice