Das aktuelle Monitor-Feuerwerk von LG für 2017 konnten wir bereits schon etliche Male bestaunen. Dazu zählen etliche Kombinationen die für den "normalen" Endkunden eine Menge bieten. Oftmals stellt sich aber auch die Frage, kann man das alles nicht auch im „professionellen“ Rahmen einsetzten? Man kann! Mit der neuen Business-Serie will der koreanische Hersteller genau dort ansetzen. Mit dem LG 34UB88-B haben wir bereits einen ersten UltraWide-Testkandidaten auf die Probe gestellt.
Auf der Cebit 2017 wurde diese Serie erstmals öffentlich präsentiert, zu der hier im Test befindliche LG 34UB88-B mit flat-Panel, sowie die beiden Curved-Versionen LG 34CB88-B und LG 34CB98-B zählen. Im Bereich der Ausstattung muss keinesfalls eine Kastration befürchtet werden, ganz im Gegenteil sogar. Alle Features stehen auch den B2B-Versionen zur Verfügung, welche im Übrigen auch am markant mattschwarzen Design zu erkennen sind. Unser Testmodell ist im Grunde genommen Baugleich dem LG 34UM88-P. Im Laufe des Artikels gehen wir auf die Unterschiede nochmals genauer ein, so dass diese auch klar herausgelesen werden können.
Zur Ausstattung des mit 3440 x 1440 Pixel auflösenden und bereits farbkalibrierten AH-IPS-Panels zählt u.a. der 99% Prozent abdeckende sRGB-Farbraum, die bekannte On-Screen-Control-Software, zwei Thunderbolt-Anschlüsse die gerade für Mac-User interessant sein dürften, sowie die Vorbereitung für eine Hardware-Kalibrierung. Die ergonomischen Einstellmöglichkeiten im Bereich der Höhe sowie Neigung gelten schon fast als Grundelement, sind dennoch positiv erwähnenswert.
Lieferumfang
Der Lieferumfang sticht jetzt auch nicht aus der Masse hervor und beschränkt sich wie so oft auf das Notwendigste. Dazu zählen unter anderem das externe Netzteil plus Anschlusskabel, ein HDMI- sowie Display-Port Kabel und die Bedienungsanleitung bzw. die Safety-Instructions. Ebenfalls liegt ein Messreport der Fabrik bei auf der gekennzeichnet ist, wie das Panel nach der Produktion kalibriert wurde. Auf der CD ist die On-Screen-Software enthalten, welche wir im Laufe des Artikels nochmal vorstellen werden.
Weitere Technische Details
Der sogenannte Dual Controller erlaubt die Steuerung von zwei unterschiedlichen Geräten (PC/Notebook) mit nur einer Tastatur und Maus. Die Übertragung von Daten erfolgt per Short-Cuts ohne Zwischenspeicher, von einem Gerät auf das andere, wenn beide Geräte im selben Netzwerk eingebunden sind. Ein Reader Mode soll augenschonenden Betrieb (Flicker Safe Backlight) und mehr Komfort beim Lesen von Texten durch papiergleich optimierte Bildeinstellungen ermöglichen. Wer den Monitor zum Spielen verwenden will, der muss auf FreeSync verzichten (Herstellerangaben 40-60 Hz, also eher nur Kosmetik und nicht in der Praxis nutzbar), kann in den Settings aber auch Einstellung an der Panel-Reaktionszeit vornehmen. Abgesehen davon war FreeSync nicht aktivierbar bei unserem Testmodell. Der Black Stabilizer den wir schon vom LG 34UC79G-B kennen, hellt dunkle Bereiche in Spielen auf, um so seine Kontrahenten früher ausmachen zu können.
LG 34UB88-B im Überblick | |
Bezeichnung | LG 34UB88-B |
LCD-Größe | 34 Zoll |
Curved | Nein |
LCD-Diagonale | 86,4 cm |
Display-Typ | AH-IPS, LED Backlight |
Bildwiederholrate | 50 - 61Hz |
Hersteller Homepage | www.lg.com |
Preis | 670 EUR |
Garantie | 3 Jahre (Bring-IN) |
Gewicht | 7,7 Kg - mit Fuß |
Energieverbrauch | Betrieb: 70W (maximal) typisch: 54W Standby: 0,3W |
Netzteil | extern |
Vesa-Standard | 100 x 100mm |
Auflösung | 3440 x 1440 Pixel @ 60Hz TB, DP (50Hz HDMI) |
Bildformat | 21:9 |
Helligkeit | 320 cd/m² |
Kontrast | 1.000 : 1 (statisch) |
Reaktionszeit | 5ms |
Panel | matt, Hard Coating-Verfahren |
Blickwinkel | 178° / 178° |
Anschlüsse | 2x HDMI 2.0 1x DisplayPort 1.2 2x USB 3.0 1x USB 3.0 (Typ-B Buchse, Upstream) 2x 3,5mm Audio Klinke (Line-In & Line-Out) |
Besonderheiten | ▪ LED-Backlight ▪ 2x 7W Lautsprecher ▪ 99% sRGB-Farbraum ▪ 2x Thunderbolt-Anschluss ▪ Kensingten-Schloss-Dock |
Gerät im Detail
Die optische Gestaltung ist bewusst dezent gehalten, richtet sie sich doch in erster Linie an B2B-Kunden, was aber nicht unbedingt zum Nachteil sein muss, wenn man den Monitor in den privaten Wänden nutzen will. Das Gehäuse ist mattschwarz gehalten, was auch für den Fuß und alle anderen Details gilt. Einen mit „Klavierlack“ versehen Bereich findet man nirgends vor. Als Hauptmaterial wurde wieder Kunststoff verwendet, der aber in Summe wertig und haptisch gut abgestimmt daherkommt. Man kann sagen, dass der rote Faden konsequent durchgezogen wurde. Der gebogene Standfuß ist seit den 2016er-Modellen die Standardgrundlage für die UltraWide-Geräte.
Die Montage ist recht leicht, die vier Schrauben an die VESA 100-Vorrichtung angebracht und fertig. Für den unteren Teil benötigt man keinen Schraubendreher, hier sind entsprechende Toolless-Vorrichtungen vorhanden. Der Rahmen wurde hier auch wieder so klein wie möglich gehalten. Lediglich einige wenige Millimeter sind sichtbar. Das Panel ist bis zum äußeren Rahmen hin „durchgehend“. In Summe also recht ansehnlich gelöst. Die Oberschicht des Panels selbst hinterlässt einen leicht spiegelnden Eindruck, ist es aber nicht, sondern matt und auch nicht ganz so einfach zu beschreiben. Sichtbare Steuerelemente oder Knöpfe findet man, wie inzwischen von LG gewohnt, nicht mehr vor. Dies wird alles über einen Joystick vorgenommen der sich unter dem Hersteller-Schriftzug bzw. der Gehäuse-Unterseite befindet.
Die Steuerung der Menüpunkte funktioniert tadellos, auch das haptische Feedback passt und ist der Ausrichtung im B2B-Bereich absolut als würdig einzustufen. Optional dazu gibt es aber auch noch eine Software, die man direkt aus dem Betriebssystem heraus steuern kann, dazu aber auf der nächsten Seite mehr.
Der Standfuß muss bei der ersten Verwendung noch in zwei Schritten zusammengebaut werden. Fuß und Höhenverstellung. Dies erfolgt aber ohne weiteres Werkzeug, da die Schrauben entsprechend vorbereitet sind. Dies wird erst bei der finalen Montage am eigentlichen Panel benötigt. Im Grunde genommen ein sehr einfacher Ablauf. Das oftmals subjektiv empfundene Panelschwingen ist zwar bauartbedingt vorhanden, aber im normalen Alltag nicht wirklich zu vernehmen. Zum Anschluss-Portfolio zählen zwei HDMI- (2.0) sowie ein Display-Port (1.2), zwei USB-3.0 Typ-A-Anschlüsse und ein weiterer als Typ-B-Stecker zum Anschluss von externen Datenträgern oder dergleichen. Zwei Klinkenstecker für die Line-In- und Line-Out-Kanäle sind ebenfalls vorhanden, wie der bereits angesprochene Anschluss für das externe Netzteil.
Interessant für Apple-User sollten die beiden Thunderbolt-Anschlüsse sein, da sie für vielerlei Zwecke genutzt werden können, zum Beispiel um das Bildsignal mit zwei genutzten Geräten durchschleifen und so Anschlüsse am PC selbst „sparen“ zu können. Der Rahmen beim LG 34UB88-B fällt sehr schmal aus. Im ausgeschalteten Zustand sind es lediglich wenige Millimeter. Das Panel ist bis zum äußeren Rahmen hin „durchgehend“. Die Verkleidung erfolgt am ganzen Monitor überwiegend mit Kunststoff, den man netterweise beim Anblick auf die Front nicht sieht. Der effektive Rahmenabstand zwischen sichtbarem Panel und der Außenkante beträgt circa 10mm. Auf dem Bild daran zu erkennen, dass zwei verschiedene Farben in Erscheinung treten.
Der sichtbare Bereich des Panel zum Rahmen - circa 10mm Abstand
Die effektive Höhenverstellung beträgt 120mm (nachgemessen), was einiges an Spielraum für Individualitäten zulässt. Beim Neigungswinkel hat der Anwender ebenfalls genügend Freiheiten zur Hand um sein ideales Setting zu finden (5° nach unten bzw. vorne und 15° nach hinten). Die Anpassungen selbst gehen sehr angenehm und einfach von der Hand, ohne dabei in das „zu leicht verstellbare“ abzurutschen. Vom Empfinden her genau richtig.
Ergonomische Einstellungsmög des Monitors - angenehme Umsetzung
Direkvergleich: 34UB88-B und 34UM88-P
Wie bereits Eingangs angesprochen, sind das Gehäuse bzw. auch viele Teile des neuen LG 34UB88-B identisch mit dem schon länger erhältlichen LG 34UM88-P. Letzterer richtet sich klar an den Consumer und bringt auch mehr Gaming-Features mit. Fangen wir aber mal beim Äußeren an. Klar zu erkennen ist das glatte und für Fingerabdrücke empfängliche Hochglanzgehäuse des 34UM88-P, wohingegen die B2B-Version sich komplett zurückhält und dazu zeigt, angenehmer in Erscheinung zu treten.
Anschlussmäßig sind im Vergleich lediglich die beiden Thunderbolt-Anschlüsse unseres aktuellen Testgeräts zu nennen, ansonsten ist alles beim Gleichen. Blickt man um das Chassis nochmal herum zur Front, fallen auch die fehlenden Farbapplikationen (Silber) am Rahmen des 34UB88-B auf. Panel-mäßig sind ebenfalls keine Unterschiede festzustellen, beide verbauten Typen sind als „matt“ einzustufen. Dies soll es auch schon mit dem optischen Vergleich gewesen sein, denn auch technisch sind diese eher als marginal zu bezeichnen.
Auf der nächsten Seiten geht es weiter mit der genauen Betrachtung des Panels, deren Leuchtkraft sowie Fähigkeiten hinsichtlich des Betrachtungswinkels und der Ausleuchtung. Das On-Screen-Display (OSD) ist bei den aktuellen LG-Modellen eine kleine Besonderheit, mit der sich die Einstellungen bequem per Maus steuern lassen.
Software - OnScreen Control
LG war bereits im vergangenen Jahr einer der wenigen bzw. der ersten Hersteller, die eine dedizierte Steuerung via Software angeboten haben. Im Grunde genommen geht es darum, die Einstellungen, welche man sonst immer „mechanisch“ mit einem Gefummel im Monitor-Setup durchführen muss, jetzt auch bequem mit wenigen Mausklicks direkt aus dem Betriebssystem umzusetzen.
Mit der abgebildeten Software lässt sich alles innerhalb weniger Klicks steuern, was nicht nur sehr bequem ist, sondern auch unheimlich viel Zeit ersparen kann, wenn man nicht immer mit den vielen Tasten unter oder hinter dem Monitor-Gehäuse „rumwerken“ muss.
Interessant und nett zugleich sind auch die vielen verschiedenen Split-Screen-Einstellungen, mit der man u.a. mehrere PC-Eingänge steuern kann und der Monitor automatisch eine Kachellung der Anzeige vornimmt. Zugleich kann man so auch die eigene Arbeitsweise optimieren, da u.a. Fenster von Anwendungen immer automatisch skaliert werden. Eine gewisse Anpassungsfähigkeit wird Vorausgesetzt, aber nach kurzer Zeit wird der Unterschied schnell deutlich.
Weitere Einstellungen
Die Einstellungen am Gerät selbst werden, wie weiter vorn angesprochen, mit einem Steuerstick an der Unterseite des Chassis vorgenommen. Rechts und links davon befinden sich auch die beiden kleinen „Lautsprecher“. In den Menüs findet man hier nochmal mehr Settings vor, als es die o.g. Software einem anbietet.
Zu den Einstellungen zählen u.a. der Black Stabilizer sowie eine 6-Achsen-Farbkorrektur, was insbesondere für die Bildbearbeitung interessant ist. Seine getätigten Einstellungen kann man in einem Custom-Profil hinterlegen, leider nicht in mehreren.
Das Display
Bereits nach wenigen Sekunden Betrieb wird deutlich, wie gestochen scharf das Bild ist und zugleich absolut farbreal. Also der ideale Partner für den produktiven Einsatz. Für diesen Test unausweichlich war natürlich auch eine nachträgliche Profilierung mittels X-Rite i1 Display Pro Kolorimeter, im Anschluss erfuhr das dargestellte Bild nochmals eine Aufwertung. Allein vom subjektiven Eindruck her können wir dem abgelieferten ein klares „sehr gut“ attestieren. Bei der 3440x1440 Pixel umfassenden Auflösung handelt es sich um das sog. UWQHD-Format welches sich in vielen Office-Bereichen zuhause fühlt.
Schwarzwert: wenige Lichthöfe und überwiegend gleichmäßige Ausleuchtung
Gerade im Bereich Video-Schnitt oder Bildbearbeitung kann das große Display voll auftrumpfen und auch wirklich die Größe ausspielen, denn eine künstlich verknappende Auflösung wie z. B. beim 34UC79G-B ist ja nicht vorhanden. Kommen wir mal zum Spielebereich, trotz der vermeintlich „hohen“ Reaktionszeit von 5ms ist ein flüssiges Spielen absolut mach- und umsetzbar. Wem es auf das letzte Quäntchen Power ankommt, der greift wohl eh zu einem TN-Panel.
Beim Betrachtungswinkel lässt der LG Monitor dann richtig seine Muskeln spielen. Die vom Hersteller vorgegebenen 178° können, ohne Messgeräte bewertet, vollends erzielt werden. Die Animation gibt Aufschluss über die Blinkwinkelqualität. Überzeugend ist nicht nur die reine Darstellung, sondern auch die Farbtreue, welche erst im stark gedrehten Winkel beginnt an Sättigung zu verlieren.
Praxistest
Auch dank der ergonomischen Einstellungsmöglichkeiten macht der LG 34UB88-B in der Praxis eine super Figur. Der Monitor neigt konstruktionsbedingt ab und an mal dazu zu schwingen, was aber in einem vertretbaren Rahmen bleibt. Absolut größter Pluspunkt ist die sehr gute (subjektiv empfundene) Bildqualität. Anwender die bis 10 Stunden aufwärts an so einem Gerät sitzen und arbeiten werden es zu schätzen wissen. Allzu oft ist der Monitor am Arbeitsplatz ein immer noch viel zu unterschätztes Medium. Auf diesem Bereich bezogen können wir ein klares positives Signal abgeben.
Im Bereich Spiele ist der 34UB88-B ganz sicher kein Heilsbringer, aber für die meisten Titel reicht der Monitor alle mal aus. In unseren Testrunden World of Tanks oder Star Wars Battlefront, ließen sich keine negative Erscheinungen wie Schlierenbildung o.Ä. beobachten. Wie bereits geschrieben, wer die „volle Leistung“ will, greift eh zu anderen Monitormodellen. Auf der nächsten Seite geht es weiter mit den Messfakten!
Messungen
Natürlich wollen wir alle Aussagen auch mit konkreten Messwerten untermauern. Dazu ist es unabdingbar, dass man eine verlässliche und transparente Bewertungsgrundlage bei den Messungen angibt und auch das Verfahren als solches vorstellt. Für alle Durchläufe haben wir ein X-Rite i1 Display Pro Kolorimeter verwendet. Damit ist es möglich den Monitor als solches zu kalibrieren, aber auch unter fest definierten Angaben verlässliche Vergleichsbasen zu schaffen, um zum Beispiel den Kontrast- oder Helligkeitswert zu ermitteln.
Helligkeit / Kontrast
Als Ausgangsbasis haben wir uns für das Normlicht-Profil CIE Lichtart D65 entschieden. LG gibt den 34UB88-B mit einem Helligkeitswert von 320cd/m² an, gemessen kamen wir auf einen Maximalwert von 336 cd/m², was sogar noch marginal über den Herstellerwert liegt, super! Der ermittelte Kontrastwert von 1083:1 erfüllt bzw. übertrifft ebenfalls die Werte des Herstellers.
Der Weißwert von 6460K ist mehr als nur nahe an der fotoneutralen Referenz von 6500K, was insbesondere für Anwender interessant sein dürfte, die mit dem LG 34UC79G-B Bilder oder Videos bearbeiten wollen. In Summe also erstklassige Messwerte (je nach Anwendungsfall und Betrachtungsweise).
Bildhomogenietät
Die Bildhomogenität wird in drei Abstufungen (Weiß – 255, Grau- 128 und Dunkel-63) bei maximaler Helligkeit geprüft. Im Ergebnis werden dann etwaige Farbabweichungen in den jeweiligen Bereichen sichtbar. Auch kann aufgezeigt werden, ob das Panel gleichmäßig ausgeleuchtet wird.
Zu beobachten ist eine Tendenz, dass wenn man immer weiter nach oben geht, nicht nur die Abweichung zunimmt, sondern auch die Leuchtdichte an Stärke verliert. Die größte Abweichung wird beim grauen Bild mit 9% im oberen Drittel gemessen. Geht man das Kachelsystem jetzt durch, sind alle Bereiche auf ihrer Ebene aber gleichmäßig ausgeleuchtet, was in der Praxis dazu führt, dass man kaum oder keine hässlichen Lichthöfe im Bild hat.
Farbraumabdeckung
Um auch darstellen zu können, wie gut der sRGB-Farbraum vom jeweiligen Monitor abgebildet werden kann (sofern vorhanden), besteht die Möglichkeit sich dies in einer 2D- bzw. 3D-Grafik anzusehen. Die Ergebnisse werden dazu in einem sogenannten ICC-Profil abgespeichert. Mit einem entsprechendem Viewer (ICC-View) kann man sich daraus ein Modell erstellen lassen. Es kommt wieder das bereits o.g. genannte Normlicht-Profil CIE Lichtart D65 bei 160cd/m² sowie eine Leuchtdichte nach ISO 3664 condition P2 zum Einsatz. Die Tonwertkorrektur wird mit dem 2.2 Gamma-Standardprofil versehen. Effektiv wurde die Helligkeit am Monitor noch auf einen Wert von 41 fixiert.
Das der sRGB-Farbraum wird nahezu perfekt abgedeckt, was man jedoch auch erwarten kann, wenn ein Hersteller dieses Feature mit als Verkaufsargument bewirbt. In Summe ist alles gut und nichts auszusetzen. Wer sich die animierte 3D-Grafik selbst genau ansehen möchte, der kann das bei ICCVIEW.de machen. Das von uns erstellte Profil kann man sich herunterladen (ICC-Profil).
Leistungsaufnahme
Selbstverständlich wollen wir auch den Verbrauch des Monitors nicht außer Acht lassen. Zum Vergleich haben wir die bereits schon etwas älteren und von uns schon vorgestellten AOC Q2963PM sowie ASUS PB278Q (bei max. Ausleuchtung) als Vergleichsbasis gegenübergestellt. Die Ergebnisse haben wir jeweils in den Grafiken sowie der Tabelle aufgearbeitet. Die Werte mit einem Helligkeitswert von 160cd/m² (Monitoreinstellung: 41) genommen.
Die Verbrauchswerte bei o.g. Helligkeitsstufe sind als sehr gut zu bewerten, geht es bei Business-Geräten, nein bei fast allen Geräten darum, möglichst wenig Verbrauchswerte zu erzeugen. Mit den 24 Watt im Betrieb ordnet sich der LG 34UB88-B sehr gut ein macht vor, wo die Reise hingehen sollte. Bei maximaler Helligkeit stehen übrigens 40 Watt zu Buche, egal ob im Office-Betrieb oder beim Zocken. Kommen wir nun auf der nächsten Seite abschließend zum Fazit.
Fazit
Mit der neu geschaffenen Business-Serie will LG ganz klar auch Unternehmen ansprechen, die diese Geräte in großer Anzahl einsetzen, was ganz sicher nicht heißen soll, dass man sie auch nur dort verwendet. Der zweite Anwendungsort wäre ganz klar im privaten Bereich, denn die Anwender bleiben ja quasi die gleichen. Der LG 34UB88-B macht im Grunde genommen alles richtig was man ihn aufträgt. Eine volle Ausstattungsliste sowie sehr gute Produkteigenschaften sprechen für das 34-Zoll große AH-IPS-Panel, dass dezent in einem mattschwarzen Gehäuse verpackt wurde.
Optisch und auch haptisch tritt der Monitor stilsicher auf, andere würden sagen bieder und langweilig. Dies überlassen wir in diesem Fall aber den potentiellen Käufern (...) Verarbeitungstechnisch ist das Gerät sehr gut umgesetzt worden und bringt gute Ergonomie-Funktionen mit. Bauartbedingt lässt eine Pivot-Funktion (UltraWide) wohl eher nicht integrierten. Auch sehr gut sind die nachgewiesenen Messwerte, egal ob nun beim Verbrauch oder den Farbwerten. Der sRGB-Farbraum wird „nahezu perfekt“ abgedeckt. Auch für Apple-Nutzer bietet man mit den beiden Thunderbold-2-Anschlüssen zwei Argumente für den Kauf. Selbst für Spielerunden reicht das Panel allemal, aber immer unter der Prämisse, dass ohne FreeSync oder G-Sync gearbeitet wird. In Summe kann dem Monitor nichts Negatives nachgewiesen werden. Einzig der recht hoch anmutende Kaufpreis von rund 670,- EUR (08.05.17) dürfte einige abschrecken. Erhältlich ist der LG 34UB88-B u.a. bei Amazon.
LG 34UB88-B 34 Zoll Business-Monitor | ||
Monitor Testberichte | Hersteller-Homepage | Bei Amazon kaufen |
Pro | Contra | |
+ einfach gehaltenes und zugleich wertiges Design | - |
Übersicht weitere interessante Artikel: