Detailansichten ohne Verkleidungen
Spannungsversorgung
Den Spannungsaufbau gibt MSI mit 14 Phasen bzw . 12+2+1 Phasen an. Gemeint ist damit natürlich, dass 12 Phasen für die CPU, zwei für den SoC sowie eine für den RAM. 12 echte Phasen kann der verbaute Infinion IR35201 jedoch nicht ansteuern. In Blick auf die Rückseite verrät, dass Doppler (IR3599) zum Zuge kommen.
Jede Phase setzt sich also aus zwei MOSFETs zusammen. Bei den CPU und SoC Phasen finden dabei immer IR3555M (60A) MOSFETs ihre Verwendung.
HiFi-Ausbau
Wie üblich bei einem Mainboard dieser Klasse wird als Codec der Realtek ALC1220 verbaut. Auch Nichicon Gold Kondensatoren sind mittlerweile keine Seltenheit mehr bzw. sind beinahe überall anzutreffen. Anders sieht es jedoch mit dem vorzufindenen ESS Sabre ES9018 DAC aus. Der 32-Bit DAC kann als Mono, Stereo oder Achtkanal-Ausgänge liefern. In welcher Form er hier arbeitet, liegt uns nicht vor. Wir gehen davon aus, dass er alleine für den Front-Panel-Anschluss zuständig ist, also ein dort angeschlossenen Kopfhörer mit bis zu 135dB DNR und –120dB THD+N anfeuert. Ein Kopfhörerverstärker sorgt dafür, dass Kopfhörer mit bis zu 600 Ohm verwendet werden können.
Kühler und Blenden
Das Entfernen der Anbauteile gestaltet sich beim MSI MEG X570 ACE etwas anders als sonst. Das liegt daran, dass die Kühler der Spannungsversorgung mit dem Chipsatzkühler per Heatpipe verbunden sind. MSI nennt das extended Heatpipe. Da der Chipsatz aktiv gekühlt wird, dürften davon auch die VRM-Kühler profitieren. Beim Chipsatzkühler fällt auf, dass dieser im inneren Kanäle bzw. dicke Finnen vorweist und auf der Rückseite geöffnet ist. Die Effektivität dürfte damit höher sein als bei anderen Modellen, bei denen der Lüfter sozusagen nur auf einer Platte sitzt. Die M.2 Kühler dürften wiederrum nicht sonderlich durch den Lüfter bzw. Kühler beeinflusst werden, da sie nur eingehängt werden. Was einen etwas faden Nachgeschmack hinterlässt ist, dass beim linken VRM-Kühler Fläche zugunsten der RGB-Beleuchtung der I/O-Blende geopfert wurde.