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Mit der Einführung des Z390 Chipsatzes hat sich ASRock im gleichen Zug von der Fatal1ty verabschiedet. Grund dürfte sein, dass sich die aktuelle Generation vermutlich nur noch wenig an den eSportler erinnern dürfte. Mit der Phantom Gaming Alliance geht der Hersteller nun einen ähnlichen Weg wie ASUS mit Strix und TUF Gaming. Nicht nur Mainboards und Grafikkarten aus eigenem Hause sollen also eingebunden werden, sondern auch Komponenten anderer Hersteller. Das Rot-Schwarz-Graue Design, dass auch das ASRock Z390 Phantom Gaming X trägt, findet man so bspw. an Cooler Master Gehäusen und Kühlern sowie an RAM von GeIL und TeamGroup. Das zugrundeliegende Mainboard ist mitunter am offensivsten mit den Serien-typischen Details versehen. Vor allem dominiert die große Abdeckung um die Erweiterungs-Steckplätze, welche beinahe das halbe PCB verdeckt.




Das I/O-Cover hat zur Hälfte eine metallische Oberfläche erhalten, was sich gut zu den Kühlern passt. Wie man hier bereits sehen kann, sind diese mit einer Heatpipe verbunden und fallen recht üppig aus. Wer bereits hier die Spulen gezählt hat, weiß bereits, dass 14 Phasen gekühlt werden müssen. Insgesamt soll es sich um eine Overclocker-freundliche Platine handeln, was es zu überprüfen gilt. Dazu passt auf jeden Fall, dass man einen Power- und Reset-Button aufgebracht hat. Zudem sind Status-LEDs sowie eine Post-Code Anzeige vorhanden. Knapp darüber erkennt man auch die beiden Bios-Chips (P1.0). Ein richtiges Dual-Bios ist aber nicht vorhanden. Das zweite dient der Backup-Funktion, sollte man das Hauptbios zerstören.
Wie erwähnt, wird der untere Bereich von einer großen Blende geziert. Diese umschließt die drei Metall-verstärkten PCIe x16 und die beiden x1 Steckplätze. Darunter befinden sich die M.2 Steckplätze. Sie ist dabei nicht nur der Optik dienlich, sondern soll ggf. die verbauten Laufwerke kühlen. Zudem nimmt sie auch die Wärme des Chipsatzes mit auf. Um sie zu entfernen wird der mitgelieferte Torx-Schraubendreher erforderlich. Mit diesem müssen drei Schrauben gelöst werden.
Anschließend kann man die Platte nach oben abnehmen, wobei sie sich etwas wehrt. Die verwendeten Wärmeleitpads haben nämlich eine extrem hohe Klebekraft. Das zum Vorschein kommende Kabel verrät, dass ein Teil der Platte Beleuchtet ist. Das wird man im späteren Verlauf auch noch sehen. Die freigelegten M.2 Steckplätze nehmen Datenträger verschiedener Länge auf. Inwieweit sie angebunden sind, konnte man auf der Seite zuvor ja schon in Erfahrung bringen. Schrauben und Standoffs liegen dem Inhalt bei.
Das Backpanel hat die selbe Optik erhalten wie das Board selbst. Das sieht man auch nicht so oft. Von rechts angefangen erwarten einen fünf Klinke- sowie eine Toslink-Buchse, welche am Realtek ALC1220 angebunden sind. Daneben fallen vor allem die drei RJ45 Buchsen ins Auge. Zweimal 1Gbit von Intel (I211-AT und I291-V) und einmal 2,5Gbit von Realtek RTL8125AT sind hier umgesetzt. Stark! Auch die Anzahl der darunterliegenden USB 3.2 Gen2 Anschlüsse geht mit vier völlig in Ordnung, wobei einer als Typ-C ausgeführt wird. Einen weiteren Anschluss mit 10 Gbps kann man durch den internen Header realisieren. Hinzukommen vier USB 3.2 Gen1 Anschlüsse. Etwas deplatziert wirken bei einem Gaming Mainboard wie immer der HDMI- und DP-Anschluss. Sie sollen evtl. der Reserve dienen, wie auch der PS/2 Anschluss, wobei dieser wiederum bei Overclockern tatsächlich einen Einsatz haben könnte.
An die beiden Antennenanschlüsse kann man die mitgelieferte Stab-Antennen schrauben. Diese macht einen sehr wackeligen Eindruck und passt irgendwie nicht so ganz zum Rest des restlichen Mainboards. Wie dem auch sei. Sie stellt per Intel AX200 eine drahtlose Verbindung mit bis zu 2,4 Gbps her. Ein kleiner CMos-Clear Button hat es auch auf die Rückseite geschafft. Der Knopf dürfte nach unserem Empfinden ruhig etwas größer ausfallen, sodass man ggf. nicht im Dunkeln hinter dem Rechner suchen muss.