Praxischeck
Im Alltag überzeugt die GM41 mit einer recht großen Auflagefläche, womit die Maus sehr gut in der Hand liegt und das auch bei größeren Händen. Meine Handfläche kann ich komplett auf dem Nager ablegen und ermöglicht so ein sehr entspanntes Navigieren. Die verbauten OMRON-Switche vemitteln einen satten Tastendruck mit einem stimmigen Feedback, lösen schnell aus und bestätigen dieses mit einem saftigen "klicken".
Das Mausrad hinterlässt, wie schon erwähnt, einen größtenteils guten Eindruck. So ist die Rasterung gut spürbar und nicht mit viel Widerstand ausgestattet. Auch das haptische Feedback gefällt, nur akustisch betrachtet kommen beim Scrollem ein paar minimale Nebengeräusche aus dem Nager, die am Anfang etwas irritieren und mit dem leichten Spiel des Rades in der Halterung zutun haben. Über eine Tastenfunktion des Mausrades verfügt die Maus auch, aber diese ist aber schwerer auszulösen, als es bei den restlichen Tasten der Fall ist, Sicherlich so von MSI gewollt, da somit auch unbeabsichtigte Aktionen vermieden werden. Die Füße entwickeln auf verschiedensten Untergründen eine stimmige Gleitfähigkeit, richtig wohl fühl sie sich aber erst auf einer textilen Unterlage.
Bei der Software kommt das MSI Center zum Einsatz, welches für alle Produkte aus dem Hause MSI verantwortlich ist. Diese ist recht übersichtlich und greift dem "Wireless" Nutzer mit diversen Funktionen unter die Arme. So können die Tasten der Maus mit unterschiedlichsten Makros oder Eingaben belegt werden, logischerweise bis auf die linke Maustaste, auch wenn diese auswählbar ist. Wäre sonst auch etwas schwierig dann weitere Änderungen vorzunehmen (...). Praktisch ist auch die DPI-Funktion gelöst. Hier lassen sich insgesamt fünf Stufen anwählen, die DPI-Range reicht von 100-19.000 DPI und ist in 100er Schritten einstellbar. Auch 20.000 DPI sind möglich, aber das wird über die Software interpoliert, der Sensor unterstützt nur maximal 19.000 DPI. Profile sind auch abspeicherbar und somit für verschiedene Spiele die richtige Einstellung schnell ausgewählt. Ob man eine Auflösung von 19.000 DPI benötigt um einen 4K-Monitor auf einer 2-Euro-Münze aus zu steuern, muss jeder selbst entscheiden. Ich bin mit 6400 DPI schon völlig bedient bzw. überfordert. So richtig überzeugend ist für mich die Software-Lösung nicht. Das MSI-Center wirkt in der Bedienung etwas behäbig und wenig intuitiv. Besser macht es z. B. Corsair bei iCUE, auch wenn diese Software-Lösung mittlerweile auch schon recht aufgebläht ist.
Wie es sich natürlich für eine Gaming-Maus gehört, ist auch eine RGB-Beleuchtung untergebracht, die aber sehr dezent ausfällt und nur das hintere Firmenlogo betrifft. Dieser Effekt ist in der Ausleuchtung gleichmäßig gelungen und wertet optisch das zurückhaltende matte Design auf, auch wenn man bei der Nutzung davon nichts zu sehen bekommt. Betätigt man den DPI-Schalter auf der Unterseite, signalisiert das hintere Logo durch ein Blinken in verschiedenen Farben welcher Modus aktiv ist. Auch beim Einschalten signalisiert das beleuchtete Logo den aktuellen Akkuzustand, ist der Akku voll leuchtet er grün usw.. Apropo Akku. Ich habe die Maus jetzt fünf Tage im Alltag in Benutzung und auch das eine oder andere Ründchen CS:GO gezockt und befinde mich immer noch bei 62% Ladekapazität, die Information findet man übrigens im MSI Center. Somit kommt man locker über zwei Wochen mit einer Ladung hin, wenn man ab und zu mal ein Ründchen zockt.