Das Äußere - Design und Features
Um eine preisliche Aufwertung rechtfertigen zu können, hat Corsair nicht nur die Technik eines bestehenden Headsets aufgebohrt, sondern hat mit einem leeren Reißbrett begonnen. Daher ist das Corsair Virtuoso RGB Wireless optisch eigentlich mit keinem vorhandenen Headset verwandt. Mit viel Fantasie könnte man es tatsächlich mit dem günstigen Corsair HS35 am ehesten vergleichen, nur dass die Materialwahl komplett auf den Kopf gestellt wurde. Wie bereits angesprochen, zeigen unsere Bilder das Virtuoso RGB Wireless SE, welches sich optisch, aber auch leicht technisch von den anderen beiden Varianten abhebt.
So liegt nur dieser Version der Transportbeutel mit Kreuzstich bei. Weiterer Unterschied ist neben der Farbe auch beim Material der Gehäuse auszumachen. Denn beim SE sind die Seiten komplett aus Aluminium gefertigt. Hier sind auch extrem feine Spuren vom Drehen zu erkennen, was kein Kritikpunkt ist, sondern der Optik sogar zugute kommt. Das sichtbare Logo ist im übrigen mittels sogenannter Micro-Perforation erstellt, was man auch schon von den Corsair Vengeance RGB DDR4 kennt.
Die Gelenke sind hingegen bei allen Varianten aus dem massiveren Werkstoff herstellt. Im Gegensatz zu den Drehvorrichtungen an den Headsets der HS-Serie wirken diese wirklich extrem robust und dürften bei normaler Nutzung nicht ermüden. Für eine optische Aufwertung hat man die Elemente nicht nur in einem dunklen Grau (Gunmetal) beschichtet, sondern die Kanten gefast und poliert. Metallscharniere konnten wir auch bspw. beim Teufel Cage in ähnlich massiver Ausführung schon in Augenschein nehmen, aber optisch setzt Corsair hier wirklich noch einmal einen drauf.
Die Anzahl an Bedienelementen hat der Hersteller für ein Wireless Gerät bewusst etwas reduziert umgesetzt, da man sich so eine höhere Nutzbarkeit für verschiedene Situationen verspricht. So kann man das Virtuoso RGB Wireless nicht nur mittels USB-Dongle und Sliptstream-Technologie (z. B. auch Corsair K57 RGB Wireless) am PC und der PS4 (Pro) einsetzen, sondern durch den analogen Klinke-Anschluss eigentlich an allen Zuspielern mit entsprechendem Ausgang betreiben. Unserer Meinung nach spricht nichts dagegen, dass Headset ohne Mikrofon auch unterwegs als Kopfhörer zu nutzen. An Bedienelementen sind somit nur ein Lautstärkerad und ein Schalter zum Einstellen des Betriebsmodus vorhanden. Anschlüsse sind mit Mini-USB, Klinke und USB-C gegeben. Der erste nimmt das Mikrofon aus, der zweite nimmt analoge Klänge auf, der dritte digital und sorgt für die Energiespeisung des integrierten Akkus.
Verbaut sind in den Gehäuse 50mm Neodym-Treiber, welche als Paar hand selektiert werden, sodass es maximal eine Toleranz von ±1 dB zwischen den Seiten gibt. Zudem hat man die Frequenzbandbreite erhöht, wodurch man nun einen Bereich von 20 Hz bis 40 kHz abdecken will. Man verspricht sich dadurch eine höhere Klarheit, was natürlich dem Gamer, aber auch Musikliebhabern zugute kommen soll. Hier spielt auch die Verarbeitung des DACs einen wichtigen Part. Im Slipstream-Modus wird Material bis 16-Bit/48 kHz verarbeitet. Schließt man das Headset per USB an, wird dies auf 24-Bit/96 kHz hochgeschraubt, womit das Headset dann den Hi-Res Voraussetzungen genügt. Man setzt auf ein geschlossenes Bauprinzip ohne sichtbare Reflexöffnungen. Die Ohrpolster umschließen die Ohren und
Angesprochen wurde auch schon, dass das Virtuoso RGB Wireless SE ein etwas anderes Mikrofon erhalten hat, als die anderen beiden Modelle. Der Anschluss und der Schalter zum stumm-schalten ist noch identisch sowie der flexible Arm. Jedoch kommt beim SE ein größeres 9,5mm großes Mikrofon zum Einsatz, welches eine noch bessere Sprachqualität bieten soll, als das 4mm Mikrofon der anderen Headsets. Wirklich clever ist dabei die Status-Anzeige des Mirkofons. Im Kopf ist eine RGB-LED verbaut, welche grün leuchtet, wenn es aktiviert ist und rot, wenn es deaktiviert ist. Zu sehen ist der Ring auch, wenn man das Headset auf hat.