Mit Spannung blickt die Technologiewelt auf die CES 2025 in Las Vegas, bei der AMD nicht nur neue Ryzen-Prozessoren, sondern auch die neueste Generation seiner Grafikkarten präsentieren wird. Die Radeon RX 8000-Serie, die auf der RDNA-4-Architektur basiert, steht im Mittelpunkt des Interesses. Bereits vor der offiziellen Enthüllung hat AMD jetzt zwei Modelle der neuen Grafikkartenserie im Vorfeld bestätigt, nämlich die Radeon RX 8800 XT und die RX 8600 XT.
Die Radeon RX 8000-Serie setzt auf die GFX12-Familie (Codename RDNA 4), die in zwei Grafikchips aufgeteilt ist. Der leistungsstärkere Chip, Navi 48 (GFX1201), bildet die Grundlage für die Modelle RX 8800 XT und RX 8700 XT. Der kleinere Chip, Navi 44 (GFX1200), ist für die Mittelklasse-Karten RX 8600 XT und RX 8600 vorgesehen.
Abbildung: Rendergrafik
Zur leichteren Orienterung bezüglich der Unterscheide folgt eine übersichtliche Aufstellung der technsichen Daten der besprochenen Grafikkarten:
Technische Spezifikationen von Navi 48:
- 64 Compute Units (CUs)
- 128 Raster Operating Processors (ROPs)
- 4.096 Streaming-Prozessoren (SMs)
- 64 MiByte AMD Infinity Cache
- 270 mm² Die-Größe
- Leistung: 275 Watt TDP (teils wird auch von 220 Watt berichtet)
Technische Spezifikationen von Navi 44:
- 32 Compute Units (CUs)
- 64 Raster Operating Processors (ROPs)
- 2.048 Streaming-Prozessoren (SMs)
- 32 MiByte AMD Infinity Cache
- 145 mm² Die-Größe
- Leistung: 150 Watt TDP
Die Kombination aus kleineren Chipflächen und optimierten Stromverbrauchswerten zeigt AMDs Bestreben, eine ausgewogene Balance zwischen Leistung und Effizienz zu erreichen. Der Hersteller trifft damit nicht nur den Zeitgeist, sondern bestätigt auch den Trend zu leistungsstarken und effizienten Grafikkarten für das Mittelklasse-Segement.
Abbildung: AMD vs. NVIDIA
Die Radeon RX 8800 XT wird als Flaggschiff der neuen Serie positioniert und soll nach Berichten ähnlich leistungsstark wie die GeForce RTX 4080 sein, dabei jedoch mit einem deutlich geringeren Stromverbrauch punkten. Während NVIDIA’s RTX 4080 etwa 320 Watt TDP benötigt, wird für die RX 8800 XT je nach Quelle ein Wert zwischen 220 und 270 Watt angegeben. Dieser Unterschied könnte auf Optimierungen in der RDNA-4-Architektur und die Integration des AMD Infinity Cache zurückzuführen sein. Zusätzlich soll die RX 8800 XT mit 16 GiB GDDR6-Speicher über einen 256-Bit-Speicherbus verfügen. Die RX 8700 XT, die auf dem gleichen Chip basiert, wird voraussichtlich 3.584 FP32-Shader und ebenfalls 16 GB Speicher besitzen.
Abbildung: Rendergrafik
Für Nutzer, die ein preiswerteres Modell suchen, bietet die RX 8600 XT interessante Eigenschaften. Basierend auf dem Navi-44-Chip soll sie über 12 GiB GDDR6-Speicher mit einem 192-Bit-Bus verfügen. Damit zielt AMD auf Spieler ab, die eine solide Performance in Full-HD- oder WQHD-Auflösung erwarten. AMD scheint mit RDNA 4 auch die Schwächen der Vorgängergeneration anzugehen. Ein großes Augenmerk liegt auf der Verbesserung der Raytracing-Leistung, einem Bereich, in dem NVIDIA bisher führend ist. Dies könnte AMD helfen, mehr Marktanteile im High-Performance-Segment zu gewinnen, insbesondere da Enthusiasten-Karten über Navi 48 hinaus nicht geplant sind.
Preis und Verfügbarkeit
Die Radeon RX 8800 XT soll laut Berichten Mitte Dezember in die Produktion gehen und ab Ende Januar 2025 im Handel erhältlich sein. Damit würde AMD pünktlich zur CES den Verkaufsstart seiner neuen GPU-Generation einläuten. Bislang wurde keine offizielle Angabe zur Preisstruktur herausgegeben.
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