Intel hat offenbar seine Pläne für zukünftige Desktop-Prozessoren überarbeitet. Neuen Gerüchten zufolge könnten bis 2026 keine neuen CPUs mehr auf den Markt kommen, nachdem die Veröffentlichung der kommenden Arrow-Lake-Generation im Jahr 2024 erfolgt ist. Diese Änderung könnte auf eine strategische Neuausrichtung des Unternehmens hindeuten.
Die Einführung der neuen Prozessorreihe "Arrow Lake" wird für das zweite Halbjahr 2024 erwartet. Bisher hat Intel allerdings keine offiziellen Details zu den technischen Spezifikationen oder Preisen dieser neuen CPUs veröffentlicht. Die Informationen stammen hauptsächlich aus inoffiziellen Quellen. Dennoch wird erwartet, dass diese Prozessoren im Wettbewerb gegen AMDs Zen 5-CPUs stehen, die ebenfalls in naher Zukunft erscheinen sollen. Intel scheint großes Vertrauen in die Leistungsfähigkeit von Arrow Lake zu haben, besonders nach den Herausforderungen der vergangenen Monate, die dem Unternehmen zugesetzt haben.
Laut dem Bericht eines Leakers, der unter dem Namen "Panzerlied" bekannt ist, plant Intel für 2025 keine neue Prozessorserie. Dies widerspricht der bisherigen Strategie, jährlich neue Desktop-CPUs auf den Markt zu bringen. Normalerweise veröffentlicht Intel im jährlichen Rhythmus neue Prozessorgenerationen, wie zuletzt mit der Raptor-Lake-Serie im Oktober 2022 und deren Refresh-Version ein Jahr später. Ein ähnlicher Zyklus wurde auch für Arrow Lake erwartet, doch das Unternehmen scheint nun von diesen Plänen abgerückt zu sein.
Fokus auf nächste CPU-Generation
Es gibt Spekulationen, dass Intel sich bereits auf die Entwicklung der Nova-Lake-Generation konzentriert, die für 2026 geplant ist. Eine andere Möglichkeit ist, dass das Unternehmen in der aktuellen Arrow-Lake-Architektur nicht genug Verbesserungspotenzial für ein "Refresh"-Modell sieht. Sollte dies der Fall sein, könnten die Arrow-Lake-Prozessoren die einzigen CPUs bleiben, die den neuen LGA1851-Sockel verwenden.
Sollte das Gerücht stimmen, müssten sich Intels Arrow-Lake-Prozessoren in den nächsten zwei Jahren gegen AMDs Zen 5 sowie gegen die kommenden Ryzen 9000X3D-Prozessoren behaupten, die besonders für Gaming optimiert sind. Darüber hinaus könnte 2026 bereits die nächste Generation, Zen 6, auf den Markt kommen, was den Druck auf Intel zusätzlich erhöht. Dennoch bleibt abzuwarten, ob Intel seine Strategie im Laufe der Zeit anpassen wird. Alles in allem scheinen es unruhige Zeiten zu werden, denn so wie es aussieht ist selbst bei einer Langzeitstrategie eine neue Flexibilität eingekehrt. Dies ist entweder ein neuer progressiver Ansatz oder eine reine Panikreaktion auf aktuelle Entwicklungen.
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