Für das diesjährige Produkt-Lineup im Monitorbereich hat es LG richtig krachen lassen und eine extrem breite Aufstellung angekündigt. Dazu zählen u.a. das 38 Zoll Top-Modell LG 38WK95C als auch ein extrem breit aufgefächertes Angebot nach „unten hin“. Besagtes Gerät sowie der 34WK650-W und 29WK600-W konnten wir in einem ersten kurzen Hands on abbilden. Bilder und ein ausführliches Video finden sich in unserem Bericht.
Auf der bereits zurückliegenden LG-Roadshow konnten wir einen ersten ausführlichen Blick auf das neue Monitorportfolio werfen, zu dem auch die o.g. Geräte gehören. Frank Sander von LG gibt dazu eine passende Einleitung in die Ausrichtung und Neuerungen der 2018er Modelle:
38WK95C - 38 Zoll Topmodell
Der 38WK95C stellt fortan das neue Topmodell dar und wird auf dem Papier wohl den 38UC99-W (zum Testbericht) beerben. Die Auflösung des curved 21:9 IPS-Panels liegt bei 3.840 x 1600 Pixeln und wird damit nicht ganz den Vorgaben von "echtem 4K" erfüllen. Durch die integrierten Funktionen wie bspw. AMD FreeSync, aber auch der Erfüllung von HDR10 soll er gleichermaßen zum Zocken, als auch zum Arbeiten geeignet sein. An dieser Stelle wird es wohl überwiegend um kosmetische Weiterentwicklung gehen.
Die Basis des Monitors wird durch ein AH-IPS Panel im 21:9 mit einer Bildwiederholungsrate von 75Hz gestellt. Damit legt der Hersteller in Bezug auf die bisherigen Panels mit der gleichen Auflösung etwas zu. Die Reaktionszeit soll bei 5ms liegen und auch AMD FreeSync ist an Board sein. Wie man unschwer erkennt, handelt es sich um einen gekrümmten Monitor. Der Radius beträgt 2,3m. Der 38KW95C ist Werkskalibiriert und soll 99 Prozent des sRGB Farbraums darstellen können.
Die Helligkeit wird mit 300cd/m2 angegeben und die Farbtiefe mit 10 Bit (8 Bit + FRC). Auch wenn es auf dem Papier nicht so scheint, soll der Monitor HDR10 unterstützen. Gaming Optionen wie bspw. der Black Stabilizer und DAS (Dynamic Action Sync) sind ebenso integriert wie bspw. Flicker Free und Dual Link zur Darstellung von zwei Bildquellen. An Anschlüssen stehen zwei HDMI 2.0, ein DisplayPort 1.2 und ein USB Typ-C parat. Zudem wurden zwei 10W Lautsprecher integriert sowie ein Audio Ausgang.
34WK650-W - Flat-Panel mit HDR10 & sRGB-Modus
Einen weiteren UltraWide-Ableger stellt der 34WK650-W dar. Interessant an diesem Modell dürfte der anvisierte Preispunkt sein. Stellt der 34 Zoll Monitor doch einen vergleichsweise günstigen Einstieg in diesem Segment dar. Ausgestattet ist das Gerät mit einem AH-IPS Panel welches HDR10, FreeSync (bis 75 Hz) sowie die bekannten LG-Tugenden bereithält. Dazu zählen die OnScreen-Control Software, Gaming Features (Black Stabilizer, Profil-Settings als auch das Software-Crosshair). Für Interessierte der „produktiven Gattung“ dürfte die Abdeckung des sRGB-Farbraums zu 99% sehr verlockend klingen. Denn der Monitor kommt bereits ab Werk farbkalibriert beim Kunden kann.
Die Helligkeitswerte werden laut Hersteller mit 300 cd/m² beziffert. Knackpunkt für viele dürfte aber wohl die geringe Pixeldichte werden. Denn bei der anliegenden Auflösung von 2560 x 1080 beträgt diese gerade einmal 82ppi (aufgerundet). Diese Konstellation hatten wir schon beim Gaming-Derivat, dem 34UC89G (zum Testbericht) kritisiert. Sollte sich der Preis im Einzelhandel nochmals deutlich „setzen“, bekäme man hier aber dennoch wohl einen guten Einstiegsmonitor mit 34 Zoll im UltraWide-Format. Weitere Informationen sind auch schon auf der LG-Homepage gelistet.
29WK600-W - Ultrawide Einstiegsgerät in 29 Zoll
Der 29WK600 hat im Grunde genommen den zuvor genannten 34WK650 als Vorbild, unterscheidet sich aber beim verbauten Panel-Typ. Während der 34-Zoll Ableger auf ein AH-IPS-Derivat zurückgreift, verbaut LG beim 29WK600 lediglich ein „Aktiv Matrix LCD“ mit LED-Backlight. Wie das jetzt genau zu deuten ist muss man nochmal im Detail erörtern. Die grundlegenden Feature-Angaben unterscheiden sich aber nicht sonderlich. Die Auflösung beträgt hier 2560 x 1080 Pixel und kann in Verbindung mit FreeSync bei maximal 75 Hz betrieben werden. Die Helligkeit wird mit 300 cd/m² angegeben. Ebenfalls wieder mit dabei ist die kalibrierte Darstellung des sRGB-Farbraums von über 99%.
Die üblichen Verdächtigen wie die OnScreen-Control Software, Gaming Features (Black Stabilizer, Profil-Settings als auch das Software-Crosshair) sind auch hier wieder dabei. Also auch für kleine Spielerunden ist das Display geeignet. Erste Preise zeigen eine Tendenz von 300 EUR auf. Wo der Preis am Ende genau landen wird, wird der Markt regeln. Erfahrungsgemäß wird der Preis aber nochmal deutlich nach unten rutschen.
Verfügbarkeit und Preis
Wann genau der LG 38WK95C erscheinen soll, ist nicht bekannt. Es ist die Sprache von „bald“. Allerdings gibt der Hersteller mit einer UVP von 1499,99$ bereits einen Anhaltspunkt für den Preis bekannt. Für den 34WK650-W werden bereits Preise von 400$ in den Raum geworden. Der UltraWide-Einstieg mit dem 29WK600-W kann bereits ab 300$ beginnen. Welche finalen EU-Preise hierzulande angesetzt werden können, werden die nächsten Wochen zeigen.