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[User Review] Dark Base Pro 900 26 Sep 2016 17:48 #1



Hallo liebes Hardware Journal Forum,

hier ist endlich mein Review zum be quiet! Dark Base Pro 900. Zuerst möchte ich mich herzlich bei Marcel von Hardware Journal und bei be quiet! für diesen Lesertest bedanken, womit dieses Review erst entstehen konnte.

Nach dem Silent Base 800 und dem Silent Base 600 stellt be quiet! nun sein drittes Gehäuse vor: Das Dark Base Pro 900 und das etwas günstigere Dark Base 900. Mein Testkandidat war die Pro Variante. Preislich aber auch technisch ist der Unterschied zu den anderen be quiet! Gehäusen groß. Doch was ist der Unterschied zur non Pro Variante und was hat sich gegenüber den älteren Silent Base Modellen geändert? Finden wir es gemeinsam heraus….


Verpackung und Zubehör

Das Gehäuse kommt in einer 65cm x 68 cm x 33cm (LxHxB) großen Verpackung. Auf der Vorderseite des in schwarz gehaltenen Kartons findet man ein Abbildung des Gehäuses und auf der Rückseite werden einem die wichtigsten Features aufgelistet. Nach dem Öffnen sehen wir das Gehäuse, welches in einer Stoffhülle (genau wie beim Silent Base 800 etc.) umhüllt und zwischen 2 Styroporteilen geschützt ist.

Als Lieferumfang gibt be quiet! eine Menge mit:

- Bedienungsanleitung
- 2x LED Leisten (Nur in der Pro Version)
- 1x HDD Abdeckung aus Gummi (zwecks Kabelmanagement)
- 6x Kabelbinder (Klettverschluss für mehrmaliges Benutzen)
- 8x Rändelschrauben M3 für die Befestigung der 5,25“ Laufwerke
- 3x zusätzliche 14,4mm Abstandhalter für das Verbauen von E-ATX Mainboards
- 12x Schrauben 6#32 für die Mainboardbefestigung
- 8x M3 Schrauben für die Befestigung von SSDs
- 28x HDD 6#32 Schrauben für die Montage von Festplatten in die HDD Käfige
- Halterung für einen 3. Lüfter an der Front (Möglich nach Ausbau des 5,25“ Käfigs)
- LCS Halterung für die Befestigung von Pumpen etc.




Design, Features und Verarbeitung

Die Dark Base Modelle sind mit denselben Farbakzenten erhältlich wie die bisherigen be quiet! Gehäuse. Erhältlich ist es ganz in schwarz, schwarz mit orangefarbigen Akzenten oder in schwarz mit silberfarbigen Akzenten.



Das Design vom Dark Base Pro 900 gefällt mir persönlich sehr. Weder zu verrückt noch zu schlicht… Leichte Ähnlichkeiten zum Silent Base 800 sieht man von Anfang an. Designakzente wie Mesh-Gitter an den Lufteinlässe, welche sich an drei Kanten durchziehen, wurden wie bei den Silent Base Modellen auch hier mitbenutzt. Die „Zierleisten“ sind wieder aus Kunststoff.

Das erste was einem auffällt ist das Seitenteil aus echtem gehärtetem Glas. Dieses ist bräunlich getönt und mit einer Materialstärke von 4mm auch recht robust. Das Glas wird von 4 Rändelmuttern gehalten welche gegen gummierte Gewinde gedreht werden… Das Seitenteil aus Tempered Glass ist nur beim Pro Modell dabei.


Die Übergänge zwischen Front-/Hinterseite und Ober-/Unterseite sind etwa mit 45° gewölbt. Am Frontpanel verbaut be quiet! zwei USB 3.0 Anschlüsse, einen 3,5mm Mikrofonanschluss und einen 3,5mm Kopfhöreranschluss. Mittig sitzt dann der quadratische Powerbutton mit den runden Ecken welches je nach Farbe des Gehäuses leuchtet. Neben dem Powerbutton sind außerdem ein kleiner runder Resetbutton, eine HDD LED und zwei weitere USB 2.0 Anschlüsse. Auf der Oberseite befindet sich dann ein Highlight des Dark Base Pro 900: Die QI-Ladestation. Während man spielt kann man jetzt sein Smartphone (sofern es diese Funktion bietet) kabellos aufladen. Dieses Features hat die non-Pro Variante jedoch nicht.


Auf der Unterseite aus Alu findet man 4 kleine silberne Füße. Diese sind aus Kunststoff und haben jeweils eine graue Gummierung, welche das Ausrutschen verhindern sollen.



Das zweite Seitenteil bei der Pro Version ist aus Stahlblech. Diese hat wie beim Silent Base 800 eine stufenweise regulierbare Belüftungsöffnung aus Kunststoff. Man kann es auch komplett abnehmen. Auf der Unterseite befindet sich zudem noch ein Staubfilter.


Auf der Rückseite findet man wieder die mit 45° gewölbten Übergänge. Zusätzlich gibt es am Oberteil Luftauslässe die so geformt sind, dass die Luft möglichst ohne Geräuschentwicklung rausgeblasen werden kann… be quiet! hat selbst an solch kleine Sachen dran gedacht. Es sind zudem reichlich Wabenmuster förmige Luftauslässe vorhanden. Im unteren Bereich sind dann die drei Blenden für die Netzteilmontage worauf wir gleich nochmal kommen werden.



Auf dem ersten Blick denkt man das Gehäuse wäre komplett aus Stahl und Alu. Beispielsweise wie das Phanteks Evolv ATX Tempered Glass. Falsch gedacht… Ober- & Unterseite ist zusammen mit der Front, mit gebürstetem Alu nur ummantelt. Die Teile sind jedoch aus robustem Kunststoff (ABS).



Wie von be quiet! zu erwarten, ist das Dark Base Pro 900 ausreichend gedämmt. Das etwa 4mm dicke Dämmmaterial ist an die ansprechenden Stellen verklebt und sorgt für einen angenehmen Silentbetrieb.


Die verwendeten Materialen sind hochwertig und bezüglich der Verarbeitung konnte ich keine gravierenden Mängel feststellen. Was ich bei meinem Exemplar gleich gemerkt habe, war ein kleiner Lackfehler. 3cm neben dem USB 2.0 Anschluss in der silbernen Fläche ist ein 1mm tiefer Kratzer wodurch der Lack geplatzt ist und man sieht den schwarzen Kunststoff… Bei seinem so teuren Gehäuse erwartet man leicht sichtbare Fehler nicht, jedoch können bei der Produktion immer wieder solche Fehler entstehen…

Inneres & Einbau

Das Innere des Dark Base Pro 900 ist übersichtlich und gut aufgebaut. Von Werk aus kommt es in dem Zustand:


Fangen wir mit den Grundkomponenten an. Das Dark Base Pro 900 verfügt über 7 einzelne Festplattenkäfige. In diese kann man jeweils eine 3,5“ HDD oder zwei 2,5“ SSDs einbauen. Der Käfig selber wird von der Hinterseite des Rahmens reingeschoben und mit 3 Rändelschrauben befestigt. Die 3,5“ Festplatten sind bei Einbau durch Gummis entkoppelt. Somit kann man 7 HDDs oder 14 SSDs einbauen (außer der zusätzlichen SSD Halterung hinter dem Mainboard).

Hinter dem Mainboardbereich befindet sich zudem eine zusätzliche SSD Halterung. Diese wird nur von einer Rändelschraube festgehalten. Nebenan ist das „Hirn“ des Dark Base Pro 900: Der Fan Hub…
Dieser hat verschiedene Anschlüsse… Oben das PWM Kabel welches an das Mainboard angeschlossen wird. Links sind 4x 4 Pin PWM Lüfteranschlüsse und rechts nochmal 4x 3 Pin Lüfteranschlüsse. Unten in der rechten Ecke des Hubs werden das SATA Kabel für den Strom, der QI-Charger und der Schieberegler für die Lüftersteuerung angeschlossen. Und zuletzt unten links die 2 Anschlüsse für die LED Leisten. Bei der non-Pro Variante fehlen viele Features wie zB. Der QI-Charger, die LED Leisten, … Deshalb ist der Hub beim non-Pro Modell auch „abgespeckt“ auf das wichtigste und zudem fehlen jeweils ein Lüfteranschluss für je ein 3 und 4 Pin Lüfter…



Falls man noch ein DVD oder BluRay Laufwerk einbauen will, ist dies auch sehr einfach zu erledigen.Dazu entfernt man an besten zuerst die beiden Seitenteile (Auf dem Bild ist das Oberteil auch entfernt aber nicht verwirren lassen). Für das Glasseitenteil einfach die 4 Rändelmuttern rausdrehen, vorsichtig die Scheibe rausnehmen und beiseitelegen. Das Seitenteil aus Stahlblech wird hinten von 2 Rändelschrauben gehalten, welche gedreht werden. Diese können nicht abfallen… Das Seitenteil einfach nach hinten schieben und entnehmen. Die vorderen Blenden werden einfach durch zusammendrücken der zwei Halterungen rausgelöst. Zuletzt muss man das Laufwerk von vorne reinschieben und jeweils von beiden Seiten mit den mitgelieferten Rändelschrauben befestigen.



Das Belüftungskonzept des Dark Base Pro 900 finde ich ist sehr gelungen… Standartmäßig sind vorne zwei und hinten ein Silent Wings 3 140mm Lüfter mit einer maximalen Drehzahl von 1000rpm verbaut. Das Gehäuse an sich bietet viele Optionen an Lüfter einzubauen… Vorne kann man zu den beiden 140mm SW3 noch einen weiteren 120 bzw 140mm Lüfter montieren. Jedoch ist dafür das Entfernen der 5,25“ Laufwerkkäfigs Pflicht. Dazu kommen wir gleich… Auf der Unterseite sind theoretisch zwei 120 oder 140mm Lüfter möglich, in der Praxis jedoch unrealistisch weil Netzteil und dessen Kabel im Weg der mittleren Lüfteröffnung stehen. Realitisch bleibt die Installation eines Lüfters unter dem untersten Festplattenkäfig… Hinten ist nur ein 120 oder 140mm möglich, wobei schon wie gesagt ein 140mm SW3 vormontiert ist. Auf der Oberseite kann man vier 120mm, drei 140mm Lüfter oder einen großen 180mm Lüfter montieren. Dank 40mm Freiraum zwischen Rahmen und Oberteil kann man Lüfter auch oberhalb des Rahmens einbauen, empfehlen würde ich aber trotzdem den Einbau unter dem Rahmen nach oben blasend.

Staub-/Luftfilter dürfen natürlich nicht fehlen… be quiet! verbaut 2 große Filter, einen an der Front für die beiden SW3 Lüfter und einen unten, der vom Netzteil bis zur Front lang geht. Beide Filter können entfernt und unter Wasser gereinigt werden.


Beim Silent Base 800 war Platz etwas Mangelware. Das Dark Base Pro 900 dagegen bietet durch die verlängerte Form deutlich mehr Platz und Möglichkeiten für Radiatoren. Front und Oberseite unterstützen Radiatoren bis zu 420mm, wobei ein gleichzeitiger Einbau von zwei 420er nicht möglich ist. Mein kleiner 240er Radiator wirkt nahezu verloren an der Oberseite… Zwischen dem Mainboard und dem Rahmen bleiben einem etwa 40mm Platz was auf den ersten Blick wenig ist und dicke Radiatoren unmöglich einzubauen sind.. Jedoch ist das Gehäuse extrem modular und natürlich gibt es auch für dieses Problem eine Lösung. Außerdem stehen bei längeren Radiatoren der 5,25“ Laufwerkskäfig immer im Weg, welcher deswegen ausgebaut werden muss. Aber zu alldem kommen wir gleich…

An Custom Wasserkühlung Liebhaber hat be quiet! auch gedacht. Für das Anbringen von AGBs oder Pumpen ist im Zubehör eine LCS Halterung enthalten. Diese wird einfach auf einen HDD Käfig draufgesetzt und mit zwei Schrauben befestigt.


Wenn man kein DVD Laufwerk braucht und den Airflow verbessern will, kann man wie schon erwähnt wurde, den oberen Käfig entfernen und einen dritten Lüfter einbauen. Dazu muss man zuerst beide Seitenteile entfernen. Danach jeweils die 8 Haken welche die Front und das Oberteil halten, nach innen drücken und beides mit Gefühl rausziehen. An der Front sind 4 Schrauben die zuerst gelöst werden müssen. Auf der Oberseite befinden sich weitere zwei Schrauben die gelöst werden müssen. Be quiet! sieht vor zuerst das I/O Modul zu entfernen (dazu auch die 4 Schrauben oben lösen), jedoch kommt man, wie in den Bildern zu sehen, an die zwei Schrauben ran auch ohne das Modul zu entfernen. Zuletzt muss man nur noch die beigelegte Halterung für den dritten Lüfter montieren. Dafür einfach die Halterung von innen reinsetzen und von der Front verschrauben. Jetzt kann man einen zusätzlichen 120 oder 140mm Lüfter einbauen. Ich habe einen Noiseblocker PK-PS genommen. Dieser ist deutlich dicker als die SW3 Lüfter, aber zum Glück ist genug Platz, sodass selbst nach einsetzen der Front die Lüfter sich immernoch frei drehen können… Was mich stört ist, dass der dritte Lüfter ungefiltert alles in das Case reinsaugt… Ich hätte mir definitiv einen zusätzlichen einklemmbaren Filter gewünscht.

Durch den modularen Aufbau des Gehäuses gibt es sehr viele Möglichkeiten die Hardware einzubauen… Das Mainboardtray ist höhenverstellbar. Dies ist auch zwingend erforderlich wenn man beispielsweise einen dicken Radiator einbauen will. Als erstes sollte man die 2 dünnen Blenden im hinteren Bereich welches das Netzteil abdecken entfernen. Dazu einfach vorsichtig die 4 Schrauben lösen und beide Blenden von innen rausdrücken. Je nachdem wie tief man das Mainboard wieder einbauen will kann man eine oder beide Blenden entfernen. Das ganze Mainboardtray wird von 9 schrauben festgehalten. 6 hinter dem Mainboard und 3 vorne. Diese erkennt man an den Gummiringen welche das ganze Teil entkoppeln und Vibrationen nicht weitergeben sollen. Zuletzt muss man die entfernten Blenden oberhalb wieder einbauen und das Mainboardtray wieder einsetzen. Zur Befestigung natürlich wieder die 9 Schrauben reindrehen. Das Mainboardtray kann man natürlich auch als TestBench benutzen. Optionen gibt es sehr viele…

Wie wäre es mal mit etwas Abwechslung? Das Dark Base Pro 900 bietet die Möglichkeit eines komplett invertierten Einbaus. Das Mainboard und die HDD Halterungen lassen sich komplett auf die andere Seite drehen. Dazu wieder die 9 Schrauben lösen und das Mainboardtray rausnehmen. Anschließend muss man wie vorhin schon erklärt wurde den Käfig für die 5,25“ Laufwerke ausbauen und zusätzlich die beiden unteren HDD Käfige entnehmen. Die große Halterung für die HDD Käfige werden von 6 Schrauben (jeweils 3 oben und 3 unten) gehalten. Nach dem Lösen der Schrauben einfach die Halterung samt den Käfigen nach rechts schieben und rausnehmen… Jetzt horizontal den Käfig um 180° drehen und an die gegenüber liegende Stelle wieder an der Vorderkante einbauen. Den Mainboardtray ebenfalls umdrehen und einbauen. Zuletzt bleibt nur noch eins zu tun. Um das Glasseitenteil wieder einbauen zu können müssen die 4 gummierten Gewinde auch auf die andere Seite montiert werden. Danach kann auch das Glasseitenteil mit den 4 Muttern befestigt werden. Vor der Anbringen des Stahlblechseitenteils die Belüftungsabdeckung ausbauen um entsprechend umdrehen damit die „be quiet!“ Schrift nicht kopfüber steht… Zudem hat man auch die Möglichkeit die Scharniere der Türe an der Frontseite auch die andere Seite zu bringen um es auch von der entsprechenden Seite zu öffnen.



Kommen wir zu nun dem Punkt, was mich an diesem Gehäuse am meisten gestört hat. Die Netzteilmontage… Dieses muss weiter mittig im Gehäuse platziert werden, weil das Mainboardtray ja absenkbar sein muss. Dafür hat die unterste große Blende an der Rückseite einen I/O Schalter und eine kleine Erweiterung des Kaltgerätekabels bis zum Netzteil. Diese Blende kann je nach Position des Netzteils auch um 180° umgedreht werden damit das Erweiterungskabel eingebaut werden kann. Das Netzteil wird in einen Rahmen montiert. Dieser kann in 3 festen Stufen in Abstand zur Rückwand angebracht werden. Außerdem kann es wahlweise rechts oder links eingebaut angeschraubt werden. Es kommt letztendlich auf die endgültige Form des Einbaus an wie das Netzteil später eingesetzt wird. Der Rahmen wird mit 4 Schrauben unten und zwei Schrauben seitlich befestigt. Für die Montage des Netzteils in den Rahmen muss man jedoch die hinteren Blenden abnehmen um es überhaupt anschrauben zu können. Eine Alternative Methode wäre die unteren 4 Schrauben nur 90% reinzudrehen den Rahmen außerdem vom Gehäuse an das Netzteil zu montieren und beides zusammen dann hinten hineinzulegen und nach vorne zuziehen bis die Schraubenköpfe einrasten. Man spart sich den Aufwand mit den Blenden, jedoch zerkratzt die Halterung weshalb diese Methode nicht gerade zu empfehlen ist. Das nervige an der Netzteilmontage sind die Schrauben der Blenden die gerne mal in den Rahmen fallen. Diese dort wieder rauszuholen ist manchmal wirklich schwierig.



Das untere Gehäuseteil kann auch rausgenommen werden. Jedoch wird es nicht wie die Front und Top mit Klipshaken befestigt sondern es sind mittig zwei Schrauben welche das ganze Teil festhalten. Diese muss man rausdrehen, den ganzen Rahmen nach vorne schieben und hochheben.




Beleuchtung:

Die beiden LED Leisten können nach Wunsch angebracht werden. Die Leuchtstärke ist perfekt um das Gehäuseinnere und einen ausreichenden Bereich um das Gehäuse zu beleuchten. Ich habe eine LED Leiste unten und eine vorne angebracht… Die Montage der LED Streifen ist kinderleicht. Auf der Rückseite sind jeweils 3 Klebestreifen angebracht, dessen Folien man nur abziehen und die Leiste an die entsprechende Stelle drücken muss. Die Farben werden per Klick auf die Taste hinter der Fronttür gewechselt. Auswählbar sind 5 Farben (Weiß, Blau, Rot, Grün, Orange) und natürlich kann man mit einem 6. Klick die LEDs komplett ausschalten.


Temperaturen & Lautstärke

Testsystem:
- i7 4790S @4Ghz – Boxed Kühler
- IPM87-MP Mainboard
- 8GB Crucial 1600Mhz DDR3 RAM
- 1 TB Seagate Barracuda
- GTX 745 4GB
- Seasonic G-Series 550W

Um die CPU auszulasten wurde Prime 95 in der Version 26.6 verwendet. Für die Auslastung der GPU kam FurMark in der Version 1.17 zum Einsatz. Zum Auslesen der Temperaturen wurde NZXT CAM benutzt. Front zu, Seiten und Top eingebaut, keine zusätzlichen Lüfter, alle 3.5“ und 5.25“ Käfige eingebaut.


Da ich leider über kein professionelles Schallpegelmessgerät verfüge, musste ich die am meisten heruntergeladene „Sound Meter“ App vom PlayStore benutzen. Das verwendete Gerät ist ein Samsung Galaxy S6. Gemessen wurde 30cm entfernt vom Mittelpunkt des Glasseitenteils. Bei Full Load drehen die SW3 mit max RPM und im Idle mit niedrigster rpm.Bei einem Grundrauschen in meinem Raum von 30dB, war der Rechner für mich im Idle nicht hörbar und bei Volllast hört man nur ein Windrauschen…


Pro / Con

Die eingebauten Silent Wings 3 Lüfter sind hervorragend. Bei der maximalen Drehzahl von 1000rpm sind die Lüfter definitiv wahrnehmbar ist die Lautstärke angenehm. Natürlich empfindet jeder die Lautstärke anders, von daher kann ich nur meine eigene Meinung sagen.



Was könnte besser Gemacht werden?

1.) Die Netzteilmontage ist der reinste Horror… Die Schrauben für die hinteren kleinen Blenden fallen sehr leicht und gerne in den Rahmen hinein… Und wenn sich die Schraube dann noch wie es bei mir der Fall war, im Rahmen verkeilt, dann kann man Schraubenziehern und rumschütteln lange versuchen die Schrauben wieder rauszuholen. Ich hätte lieber das Gehäuse etwas höher gestaltet, so dass das Netzteil nicht im inneren platziert werden muss, sondern direkt an der Rückwand wie bei jedem anderen Gehäuse auch montiert wird. Und je nachdem ob rechts oder links kommt dann eine kleine rechteckige Blende für das Schließen des Lochs. Alternativ könnte man einfach auf den unteren leeren Raum verzichten und die Unterseite Absetzen. So hätte man trotzdem im mittleren Bereich Platz um das Mainboard nach beliebiger Höhe einzubauen.

2.) Ohne einen größeren bzw Zusatzfilter für die Front, saugt mir ein dritter Lüfter nur Staub rein… Außerdem könnte man die Lüftereinlässe etwas optimieren… Laut be quiet! sind diese zwar ausreichend, aber durch Entfernen der Oberseite und öffnen der Fronttüre senken sind die Temperaturen minimal weiter runter. Heißt für mich: die Lüfter bekommen sicher nicht genug Luft bzw die warme Luft kann nicht schnell genug entweichen.


3.) Die Bedienungsanleitung ist der reinste Witz… Ein Laie der zum ersten Mal einen PC zusammenbaut kommt nicht leicht weiter mit den Anleitungen. Diese sollte man nochmal komplett überarbeiten und besser gestalten.



Fazit

Mit dem Dark Base Pro 900 stellt be quiet! ein fantastisches Gehäuse für Enthusiasten vor. Durch den modularen Aufbau bietet es sehr viele Einbaumöglichkeiten. Die QI-Ladestation ist definitiv ein super Feature, welches ich mir auch bei anderen Herstellern in der Zukunft wünschen würde. Die meisten negativen Punkte von den Silent Base Modellen wurden behoben, jedoch lässt sich be quiet die ganzen Features & co was kosten… Das Dark Base Pro 900 gibt es ab etwa 205€, das Dark Base 900 dagegen kostet rund 170€. Ich würde jedoch zur Pro Variante raten, da man für den kleinen Preisunterschied von 35€ mehr Features bekommt… Doch lohnt sich denn überhaupt der Kauf von den Dark Base 900 Gehäusen und ist der Preis gerechtfertigt? Für den „normalen“ User lohnt es sicher nicht… Die Preisklasse ist einfach zu weit über dem was sich der Durchschnitt leisten kann oder eingeplant hat auszugeben. Für Enthusiasten dagegen bietet es alles was man will. Das Geld und die Zeit die in Planung und Produktion eingeflossen sind, sind sehr hoch. Das macht den hohen Preis aus und somit ist für mich der Preis auch vollkommen in Ordnung.
Folgende Benutzer bedankten sich: Leo., AlexKL77, Bumblebee, kadney, Dschijn

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Letzte Änderung: von Haligia.

[User Review] Dark Base Pro 900 26 Sep 2016 18:39 #2

Top Review! :)

Haligia schrieb: Was könnte besser Gemacht werden?

1.) Die Netzteilmontage ist der reinste Horror… Die Schrauben für die hinteren kleinen Blenden fallen sehr leicht und gerne in den Rahmen hinein… Und wenn sich die Schraube dann noch wie es bei mir der Fall war, im Rahmen verkeilt, dann kann man Schraubenziehern und rumschütteln lange versuchen die Schrauben wieder rauszuholen. Ich hätte lieber das Gehäuse etwas höher gestaltet, so dass das Netzteil nicht im inneren platziert werden muss, sondern direkt an der Rückwand wie bei jedem anderen Gehäuse auch montiert wird. Und je nachdem ob rechts oder links kommt dann eine kleine rechteckige Blende für das Schließen des Lochs. Alternativ könnte man einfach auf den unteren leeren Raum verzichten und die Unterseite Absetzen. So hätte man trotzdem im mittleren Bereich Platz um das Mainboard nach beliebiger Höhe einzubauen.

3.) Die Bedienungsanleitung ist der reinste Witz… Ein Laie der zum ersten Mal einen PC zusammenbaut kommt nicht leicht weiter mit den Anleitungen. Diese sollte man nochmal komplett überarbeiten und besser gestalten.


zu 1: Ahhhhhhhh, das mit den Schrauben ist mir auch passiert. Nicht nur 1x :pinch:
zu 3: be quiet! sagt selber, dass das Gehäuse etwas für Fortgeschrittene ist. Frage ist halt... wie die Modularität im Handbuch behandeln und trotzdem "simple" bleiben? Schwierig!

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Letzte Änderung: von Dschijn.

[User Review] Dark Base Pro 900 26 Sep 2016 20:31 #3

Dschijn schrieb: Top Review! :)

zu 1: Ahhhhhhhh, das mit den Schrauben ist mir auch passiert. Nicht nur 1x :pinch:
zu 3: be quiet! sagt selber, dass das Gehäuse etwas für Fortgeschrittene ist. Frage ist halt... wie die Modularität im Handbuch behandeln und trotzdem "simple" bleiben? Schwierig!


Danke...

Ja das mit den Schrauben ist echt nervig. Man braucht dafür unbedingt einen Schraubenzieher mit einem starken Magneten... Bei den letzten

Dass das Gehäuse preislich nichts für der "Normalo" ist, ist jedem klar. Jedoch MUSS eine Bedienungsanleitung so geschrieben und gestaltet sein, dass auch Anfänger mit dem Produkt umgehen können. In 2 Jahren Berufskolleg musste ich schon so viele Bedienungsanleitungen im Fach Technische Dokumentation schreiben und verbessern. Schwierig ist es nicht. Man muss nur Zeit und etwas mehr Papier investieren. Aber heutzutage werden die Anleitungen nur auf das wichtigste Minimum eingeschränkt.

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[User Review] Dark Base Pro 900 27 Sep 2016 14:19 #4

Wie erwartet ein sehr gutes Review geworden. Die Fülle an Bildern schaue ich mir dann nachher am PC an. ;)
Folgende Benutzer bedankten sich: Haligia

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[User Review] Dark Base Pro 900 13 Dez 2016 08:45 #5

Ein sehr gutes und ausführliches Review ... Ich liebäugel schon länger mit dem Gehäuse und das macht es mir deutlich einfacher mich zu entscheiden!
Danke dafür!
Folgende Benutzer bedankten sich: Haligia

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